Ich hätte eigentlich nicht gedacht mal einen Henry Film hier vorzustellen und auszuwerten, indem ich selber nicht mitspiele. Nun ja, nun ist es aber mal der Fall. Ich möchte euch heute meine Meinung zu Henrys neuestem Werk "Schnee" nahebringen. Schließlich studier ich sowas. Also Henry, werde ja berühmt, weil dann weiß ich schon, über wen ich meine Bücher schreiben werde und wen ich in der Luft zerreissen kann.
Erstmal zur Handlung. Henry hat sie mal wieder auf seine Art kurz und knackig zusammengefasst: "Drei alte Freunde treffen in ihrer Heimat wieder zusammen und nutzen den Schnee dazu, sich noch einmal wie ein Kind zu fühlen. Sie gehen Schlittenfahren, albern herum und besuchen ihren alten Sportplatz, auf dem sie früher als Läufer gemeinsam trainiert haben." Und eigentlich reicht das auch völlig. Und damit zeigt sich auch ein Kritikpunkt, den ich den meisten Werken von Henry vorwerfe. Er versteht auf jeden Fall sein Handwerk bei Kamera, Montage und Sound. Aber er ist für mich kein Geschichtenerzähler. Henry macht Filme der Bilder wegen. Und eigentlich müsste man diesen Film auch vorwerfen, dass auch dieses Werk keinen Spannungsbogen aufwirft. Etwas, was ein gelungener Film für mich braucht. Aber bei diesem Film geht die Rechnung auf. Er benötigt keinen Spannungsbogen. Allgemein wirkt er bald eher dokumentarisch, statt dramatisch.
Die Bildkompensation ist diesmal toll. In früheren Filmen blieb Henry für mich zulang auf ein Bild fixiert, was der Handlung alles andere als gut tat. Auch diesmal sind einzelne Landschaftsaufnahmen zu finden, aber sie sind passend eingebracht und unterstützen, das Gefühl des Winters.
Die Musik find ich großartig. Als die Musik bei der Rodelszene einsetzte, fühlte ich mich an diese Little Miss Sunshine-Filme erinnert. Und ich mag die. Ich bin von Henry eher experimentelle und noch elektronischere Musik gewohnt. Es erfreut mich, dass er sich für simple Gitarrenmusik entschied.
Ich mag diesen Film wirklich. Und ich glaube ein wichtiger Punkt dafür sind die Darsteller. Vielleicht liegt es daran, dass ich sie alle auch im privaten Leben kenn und mag, aber für mich funktioniert diese Darstellerkonstellation. Tatjana ist unglaublich bezaubernd. Teddy ist einfach Teddy ohne dabei in irgendeiner Art an Ernsthaftigkeit zu verlieren. Marcel löst leider immer erstmal die Erwartung an einen Celle-Charakter aus. Doch er schafft es diesmal ihn ziemlich rauszuhalten. Mit kleineren Ausnahmen. Man merkt, dass Henry ihnen viel Improvisationsraum gelassen hat. Zum Glück hats hier funktioniert. Sie schaffen es in irgendeiner Art eine Rolle zu spielen, ohne dabei ihren wirklichen Charakter zu verlieren. Nur in manchen Szenen wirkt das Läufermotiv mühsam reingebracht. Aber in den meisten Fällen schafft er es. Und dass finde ich so großartig an "Schnee." Es ist wirklich ein Freundschaftsfilm. Ich sehe da meine Freunde Tatjana, Teddy und Marcel und dadurch hat es für mich etwas persönliches und berühendes. Dieses Dabeiseingefühl wird noch durch die Idee unterstützt, dass sich die Darsteller selber filmen. Und obwohl ich meine Freunde da sehe, sehe ich auch die 3 Läuferfreunde, die sich seit langer Zeit wiedersehen. So ungezwungen und locker.
Wenn man Henrys Erstlingswerke wie zum Beispiel "Wohin" mit "Schnee" vergleicht, dann sehe ich wohlwollend, dass sich Henrys Stil weiterentwickelt hat. Er verliert an diesem kryptischen Aufnahmen und gewinnt an Unterhaltung. Und wenn er jetzt meint, du versuchst Äpfel mit Birnen, also Freundschaftsfilme mit Experimentalfilmen zu vergleichen, dann sage ich, ich beziehe mich hier auf dein filmisches Gesamtwerk und da ist eine deutliche Veränderung, und für mich persönlich Verbesserung, zu beobachten.
Und nun schaut ihn euch selbst an. Für euch von Henry: "Schnee"
Handlung - "Schnee" from Henry Herkula on Vimeo.
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Montag, 7. Februar 2011
Dienstag, 14. Dezember 2010
Türchen Nummer 14
Heute schreibt Tobias. Die wenigsten von euch werde ihn kennen. Er ist der Bruder von Thomas und damit mein.... ähhh Schwippschwager? Keine Ahnung. Wird Henry wieder klären mit seiner "Wir sind alle Tanten-Onkels-Theorie." Und nun. Viel Spass!
Ich sitz am Tisch.
Ist das nicht mal ein unprätentiöser Anfang für einen literarischen Text, welcher ein blog ja nun mal darstellt. Nun gut - es auszustellen, wie verdammt cool unprätentiös das ist hat natürlich wiederum etwas ziemlich prätentiöses. Aber es ist die Wahrheit - nackt, frierend, for real, mit zero Verschnörkelung - die Wahrheit, der ich mich als Gastautor eines Blogs natürlich verpflichtet sehe. Was denn sonst ist der Sinn des Schreiben eines blogges?! Wir wollen Wahrheit - das wahre Leben - dem Kern auf den Grund kommen - down sein mit der Wirklichkeit - Strassenglaubundsehenswürdigkeit, Alter. Ich sitz also am Tisch vor mir der Klappcomputer mit dem angefressenen Apfel. Warum ist der eigentlich so angefressen? Dahinter geht grad die Sonne überm Balkon auf und scheint mir just in diesem Moment frontal in die Pupillen, die daraufhin dermaßen zusammenziehen, dass ich kurzzeitig nicht mehr richtig sehen kann.
Ich tippe also blindlings auf der Tastatur herum und hoffe es findet sich nachher auch ein Text auf dem Bildschirm und nicht nur ein Sammelsurium von Buchstaben, die eher an eine verschüttete Tütensuppe, als an einen literarischen Text, welcher ein blog ja nun mal ist, gemahnen. Letzte Woche stand ich auf dem Hof und blickte in den Himmel, aus dem im dicken Flocken der Schnee herab geschneit kam. Jeder Europäer kennt das Vergnügen, den Mund zu öffnen und Schneeflocken mit der Zunge aufzufangen. Genau das. Dieses gute alte SchneeflockenmitderZungeauffangen. Es kostet nichts und tut so gut. Deshalb mein ganzherzig gut gemeinter Rat junger Mann, junge Frau: Wenn der nächste Schnee fällt, dann bleib nicht vor dem Ofen hocken. Nimm die obligatorischen Jacke, Schal und Mütze, fakultativ Handschuh dazu und raus in die weiße Wunderwelt des halbgefrorenen Wassers oder was ist Schnee eigentlich? Egal was es ist solange es dich glücklich macht - also: Mund auf, Augen zu - denn etwa 36 % der ins Gesicht stürzenden Schneemassen fallen ins Auge und verursachen dabei ein ekliges Augengefühl, dass sich nur mit dem Wort Bäh annähernd beschreiben lässt... Also: Mund auf, Zunge raus und genießen. Ja Genuss!! Genuss ist gut. Hört auf euer Bauchgefühl, ihr jungen Hüpfer, der Bauch lügt nicht. Denn auch der Bauch ist der Wahrheit verpflichtet. Deshalb stimmt der schmalzhalzige Satz: "Man sieht nur mit dem Herzen gut" aus dem achsoschöhönen Buhuch "der kleine Prinz" keinesfalls. Man sieht vor allem mit den Augen gut - wenn man noch gut sehen kann. Ansonsten vielleicht mit der richtigen Brille oder den Kontaktlinsen. Der Bauch jedoch ist das Zentrum des Gefühls. Übrigens: je größer der Bauch, desto gefühlvoller der Inhaber (--> siehe Meat Loaf, siehe Buddha, ect...)
In die Schneeflocken schauen, während sie zu Boden gleiten, hat auch seinen ganz eigenen Reiz. Abgesehen von den erwähnten Gefahren des eklige Augengefühls kann man dabei eine verzückende Beobachtung machen. Wenn die Flocken besonders groß sind und ein leichter Wind geht und sie vor allem auf einem zugeschwebt kommen - das ist wie 3D-Kino nur das es echt ist und man nicht sitzen kann. Ihr solltet euch das mal anschauen Kinder - wirklich nicht zu überbieten. Ich hab im gerade dahinscheidenden Jahr ein paar 3D Filme gesehen als da wären: Alice wiedermal im Wunderland, natürlich der Avatar (aber der Blaue ohne Pfeil auf dem Kopf) und My bloody Valentine 3D (O.M.G.) - Ich muss mal sagen das ist schon witzig bisweilen, sehr unterhaltsam und auch mal ziemlich verstörend (die Spitzhacke des psychotischen Bergarbeiters, die einem das Auge des bemitleidenswerten Nebendarstellers mit 3 Satz-Repertoire direkt vor das geneigte Zuschauerauge knallt - ähm naja) Aber gegen die Wirklichkeit der Schneeflocken, gegen die Realness der Witterung aus Flocke plus Wind plus Kälte, die in der Gesamtheit eine wahrhaftigere Gänsehaut evozieren als jeder schlechte Schocker aus dem Cineplex, dagegen stinkt 3D im Kino nicht an. Da stinkt 3D im Kino aber so was von ab. Also Jungspundinnen und Jungspunde - geht mal raus. Stellt euch mitten in das meteorologische Treiben und werdet down mit dem Winter. Mein Bauch fühlt mit euch allen!
Macht es gut - euer Tobias Quander
"Boah, was für ein mieser Post." Wenn du gerade diese Gedanken beim Lesen hast, dann machs einfach besser! Schreib mir deinen Post und ich werde ihn hier im Laufe des virtuellen Adventskalenders veröffentlichen. Schreib einfach ne Mail mit deinem Post an ringvernichter@gmail.com. Werde Teil des Kessels. Werde Teil eines Weihnachtswunders. Hab Spass!
Ich sitz am Tisch.
Ist das nicht mal ein unprätentiöser Anfang für einen literarischen Text, welcher ein blog ja nun mal darstellt. Nun gut - es auszustellen, wie verdammt cool unprätentiös das ist hat natürlich wiederum etwas ziemlich prätentiöses. Aber es ist die Wahrheit - nackt, frierend, for real, mit zero Verschnörkelung - die Wahrheit, der ich mich als Gastautor eines Blogs natürlich verpflichtet sehe. Was denn sonst ist der Sinn des Schreiben eines blogges?! Wir wollen Wahrheit - das wahre Leben - dem Kern auf den Grund kommen - down sein mit der Wirklichkeit - Strassenglaubundsehenswürdigkeit, Alter. Ich sitz also am Tisch vor mir der Klappcomputer mit dem angefressenen Apfel. Warum ist der eigentlich so angefressen? Dahinter geht grad die Sonne überm Balkon auf und scheint mir just in diesem Moment frontal in die Pupillen, die daraufhin dermaßen zusammenziehen, dass ich kurzzeitig nicht mehr richtig sehen kann.
Ich tippe also blindlings auf der Tastatur herum und hoffe es findet sich nachher auch ein Text auf dem Bildschirm und nicht nur ein Sammelsurium von Buchstaben, die eher an eine verschüttete Tütensuppe, als an einen literarischen Text, welcher ein blog ja nun mal ist, gemahnen. Letzte Woche stand ich auf dem Hof und blickte in den Himmel, aus dem im dicken Flocken der Schnee herab geschneit kam. Jeder Europäer kennt das Vergnügen, den Mund zu öffnen und Schneeflocken mit der Zunge aufzufangen. Genau das. Dieses gute alte SchneeflockenmitderZungeauffangen. Es kostet nichts und tut so gut. Deshalb mein ganzherzig gut gemeinter Rat junger Mann, junge Frau: Wenn der nächste Schnee fällt, dann bleib nicht vor dem Ofen hocken. Nimm die obligatorischen Jacke, Schal und Mütze, fakultativ Handschuh dazu und raus in die weiße Wunderwelt des halbgefrorenen Wassers oder was ist Schnee eigentlich? Egal was es ist solange es dich glücklich macht - also: Mund auf, Augen zu - denn etwa 36 % der ins Gesicht stürzenden Schneemassen fallen ins Auge und verursachen dabei ein ekliges Augengefühl, dass sich nur mit dem Wort Bäh annähernd beschreiben lässt... Also: Mund auf, Zunge raus und genießen. Ja Genuss!! Genuss ist gut. Hört auf euer Bauchgefühl, ihr jungen Hüpfer, der Bauch lügt nicht. Denn auch der Bauch ist der Wahrheit verpflichtet. Deshalb stimmt der schmalzhalzige Satz: "Man sieht nur mit dem Herzen gut" aus dem achsoschöhönen Buhuch "der kleine Prinz" keinesfalls. Man sieht vor allem mit den Augen gut - wenn man noch gut sehen kann. Ansonsten vielleicht mit der richtigen Brille oder den Kontaktlinsen. Der Bauch jedoch ist das Zentrum des Gefühls. Übrigens: je größer der Bauch, desto gefühlvoller der Inhaber (--> siehe Meat Loaf, siehe Buddha, ect...)
In die Schneeflocken schauen, während sie zu Boden gleiten, hat auch seinen ganz eigenen Reiz. Abgesehen von den erwähnten Gefahren des eklige Augengefühls kann man dabei eine verzückende Beobachtung machen. Wenn die Flocken besonders groß sind und ein leichter Wind geht und sie vor allem auf einem zugeschwebt kommen - das ist wie 3D-Kino nur das es echt ist und man nicht sitzen kann. Ihr solltet euch das mal anschauen Kinder - wirklich nicht zu überbieten. Ich hab im gerade dahinscheidenden Jahr ein paar 3D Filme gesehen als da wären: Alice wiedermal im Wunderland, natürlich der Avatar (aber der Blaue ohne Pfeil auf dem Kopf) und My bloody Valentine 3D (O.M.G.) - Ich muss mal sagen das ist schon witzig bisweilen, sehr unterhaltsam und auch mal ziemlich verstörend (die Spitzhacke des psychotischen Bergarbeiters, die einem das Auge des bemitleidenswerten Nebendarstellers mit 3 Satz-Repertoire direkt vor das geneigte Zuschauerauge knallt - ähm naja) Aber gegen die Wirklichkeit der Schneeflocken, gegen die Realness der Witterung aus Flocke plus Wind plus Kälte, die in der Gesamtheit eine wahrhaftigere Gänsehaut evozieren als jeder schlechte Schocker aus dem Cineplex, dagegen stinkt 3D im Kino nicht an. Da stinkt 3D im Kino aber so was von ab. Also Jungspundinnen und Jungspunde - geht mal raus. Stellt euch mitten in das meteorologische Treiben und werdet down mit dem Winter. Mein Bauch fühlt mit euch allen!
Macht es gut - euer Tobias Quander
"Boah, was für ein mieser Post." Wenn du gerade diese Gedanken beim Lesen hast, dann machs einfach besser! Schreib mir deinen Post und ich werde ihn hier im Laufe des virtuellen Adventskalenders veröffentlichen. Schreib einfach ne Mail mit deinem Post an ringvernichter@gmail.com. Werde Teil des Kessels. Werde Teil eines Weihnachtswunders. Hab Spass!
Montag, 21. Dezember 2009
Mittwoch, 18. Februar 2009
Freitag, 2. Januar 2009
Lasst uns feiern!!!
Denn die Klimaerwärmung ist noch nicht so mächtig wie befürchtet. Es liegt Schnee. Und sogar genug um zu rodeln und daher hier mein Plan. Morgen um 20 uhr ist bei mir Treff, dann werden wir Glühwein, Apfel-Amaretto und alkoholfreien Punsch aufwärmen und des Gesöff in Thermoskannen umfüllen. Dann gehts ab zum Jamnoer Berg! Und dort wird gerodelt als ob es kein Morgen mehr gibt!! Wenn alle schweißgebadet sind und trotzdem frieren, können wir uns noch bei mir aufwärmen. Für leute von ausserhalb: Bildet Fahrgemeinschaften, weil weniger Autos weniger Verbrauch und geringere Unfallgefahr. Außerdem könnt ihr schon im Hellen kommen und bei mir übernachten, ihr wisst ich habe die Kapazitäten! So müsst ihr nicht im Dunkeln fahren. Deswegen sprecht euch bitte ab, so das wenige aber volle Autos hierherkommen. Und an Alle!!! Bitte weiterzählen!!! und bringt bitte Thermoskannen und Schlitten mit!! Danke! Alter wir müssen mal wieder son Ding reissen! Helft mir bitte dabei!
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