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Sonntag, 2. Januar 2011

2010. Second Try

Okay. Ich bin müde, leicht angepisst von der Welt und mir. Perfekt für einen Rückblick. Erstmal ein bisschen Power von den Stars:



Fangen wir an.

Ich- der Nerd, der Trottel, der Verlierer der Herzen

Eigentlich kann ich mir diesen Teil sparen. Zum einen weil ich die meiste Zeit ja hier nur über mich schreibe. Zum anderen, weil die Sache hier wieder sehr stimmungsabhängig ausfällt. Was mir bewusst geworden ist: Ich bin nicht so toll vom Auftreten her, wie ichs mir manchmal vorstelle. Ich hab immer noch ne krumme Körperhaltung und auch immernoch ne Plautze. Natürlich besitze ich Humor, aber manchmal verlasse ich mich zu sehr darauf. Die Zeiten sind anscheinend vorbei, wo sich eine Frau in einen Mann verliebte, weil er ja ach so lustig war. 
Ich hab mich mittlerweile dazu entschlossen, mit Herzen ein Nerd zu sein. Ich liebe die ehrliche Nostalgie an Kindheit und überhaupt diesen Humor. Eigentlich ist es nur eine Entschuldigung weiterhin mit Leuten über Pokemon zu reden. Aber wahrscheinlich ist das auch eine Fehlentscheidung. Noch kein Mädchen kennengelernt, die wirklich auf uns Menschen steht. Und wenn Mädchen meinen, sie fänden Nerds cool, denken sie als erstes an irgendwelche Spike Jonze Hipster Typen.

Und wenn sie erstmal merken, dass ich meine Liebe zum Comicuniversum ernst meine, dann lächeln sie nur verwirrt. Dabei hab ich sogar erste Erfolgserlebnisse zu verzeichnen. Sogar letztes Jahr noch, hab ich dass erste Mal ernsthaft ein Mädchen geküsst. Naja, sie hat mich geküsst. Und danach hat sie noch mit einem anderen Typen rumgeknutscht. Also von der Liebesseite sollte man dem also nicht soviel abgewinnen. Aber es geht um den Punkt, dass ein Mädchen mich geküsst hat. Mit ersten veruschen von Zunge! Ich bin also jetzt mit 20 mädchentechnisch mit der Erfahrung eines 14 jährigen normalen Jungen ausgestattet. Ich sag euch. Noch 10 Jahre und ich kann euch von meinem ersten Beischlaf berichten. Wahrscheinlich mit einer Frau, die meine Sprache nicht kann und die ich dafür bezahlen werde, aber hey. Immerhin. Ihr merkt es ja jetzt auch. Frauentechnisch bin ich gerade sehr triebgesteuert. Zurzeit hab ich einfach kein Mädchen, an das ich mein Herz verschenken will. Es ist er derDruck, der von mir ausgeht und natürlich von der Gesellschaft, dass ich nach Partnerschaft verlange. Nervt mich zeitweise ziemlich an mir. Letztens haben mich 2 ehemalige Mitschülerinnen nach Jena eingeladen. Sie könnten mir da Damen zum "Üben" beschaffen. Also mich mit auf Partys nehmen, und mich da an willige betrunkene Damen vermitteln. Und wenn ich ehrlich bin, find ich des in manchen Momenten sogar ne gute Idee. Ich glaube in mir stirbt gerade ein bisschen der Romantiker. Zulange war er nutzlos. Zulange wurde er nicht gebraucht. Vielleicht werde ich ja mal diese dunklen Pfade betreten. Und wenn ihr ehrlich seit, sind schon viele von euch diese Pfade gegangen. Sogar noch früher als ich. Sehts doch so. Ich hol den Kram nur nach. Mit 20....


Der Werdegang des Ver(w)irrten

Ich vermisse die alten Zeiten. Ich vermisse meine Schule in Angermünde. Ich vermisse das Team. Ich vermisse die Kinder. Ich vermisse meine geliebten FÖJler. Und ich vermisse die Eberswalde-WG. 

Weimar ist schon schick. Und meine WG ist nicht die schlimmste. Ich kann mich allgemein damit glücklich schätzen, überhaupt was gefunden zu haben in Weimar. Wenn ich so sehe wie andere Komillitonen untergebracht sind, da bin ich schon gesegnet. Meine Mitbewohnerin ist auch nicht unfreundlich, aber ich hab noch keinen Draht zu ihr gefunden. Wir sehn uns kaum, weil wir beide eher in unseren Zimmern rumhängen. Sie vorm Fernseher, ich vor Laptop Lernbüchern. Wenn ich sie mit der Eberswalde-Wg vergleiche, kann sie nicht mithalten. ICh hatte da aber auch Schwein. Mit Biefke konnte ich wie blöd rumschnauzen und über die Probleme der pädagogischen Arbeit reden und mit Robin konnte ich über jeden möglichen Nerdkram reden und auch über jeden anderen Kram. Wir 3 hatten alle ähnliche Ansichten von Ordnung. Ich hab in dem Jahr in Eberswalde, gerade einmal die Küche dort gefegt. Dafür war dank mir immer Milch und Obst im Haus. Jeder machten anderen Kram und es hat gepasst. In Weimar passt es noch nicht ganz so. Aber ich bin die meiste Zeit ja eh ausser Haus. Bin ja Student. 

Student. Ob das eine gute Erfahrung war, entscheide ich erst für mich, wenn ich die Ergebnisse der Prüfungen am Ende des Semesters sehe. Davor hab ich echt Schiss. Ich versuchs zu verdrängen, aber eigentlich sind sie schon so nah, dass man langsam die Hefter rauskramen müsste. Ich glaube, bald flieg ich mit meiner Lerneinstellung so richtig schön auf die Fresse. Naja, es gibt ja noch die lieben Mitstudenten. Und da fühl ich mich wirklich gut aufgehoben. Wunderbare Vielfalt von tollen Gestalten. Mainstreamradioguy meets verschrobenen Hippiekünstler. Und bis jetzt funktioniert das wunderbar. Und wir haben uns auch zugesichert in der Lernzeit zu unterstützen. 

Und trotzdem vermiss ich die alten Leute. Hatte Gottseidank hier in Forst ein paar tolle Abende mit alten Freunden. Wie befürchtet ist nicht mehr viel mit den Kontakten zu den FÖJ-peoplen. Aber ich weiß wir haben uns nicht vergessen. Ich hoffe mal ein paar Gesichter am Aktionstag im Mai zu sehen. Es war einfach zu toll mit euch. Wie oft ich deswegen in Lachen ausbreche, wenn ich an die Seminare denke.Und leider kanns keiner ausser euch nachvollziehen. Ich steh allein da und in mir brodeln tausend Geschichten von unserer Zeit.

Ach, ja bevor ichs vergesse. Ich war im Fernsehen. Nennt mich Gott. Nein, im Ernst. Interessantes Erlebnis und bis heute hatte ich bei jeder Party in Forst mit mindestens einer Person ein Gespräch drüber. Naja, nicht wirklich Gespräch. Ich weiß nie, was ich dazu sagen soll. Der einzige Gedanke der bei mir rumschwirrt ist folgender: "Ach, du hast auch gesehen wie darüber rumheule, dass ich noch Jungfrau bin....." Ich bereue des Ding ja nicht. Die Doku kam gut an, ich hab noch mehr wunderbare Leute kennenlernen dürfen und außerdem die DVD gratis bekommen. Nur manchmal frag ch mich, ob ich nicht ob ich mich damit Leuten geöffnet habe, bei den ich des eigentlich nicht machen wollte. Im Internet ist man relativ sicher vor der älteren Forster Bevölkerung. Bei den Öffentlich-Rechtlichen wimmelt es nur von denen.

Familie

Ich hab ne ganze Weile überlegt, ob ich diesen Punkt mit reinnehme. Ich hab mich dagegen entschieden. Ich hatte vor ner Woche vor hier nen schönen Hassartikel über die Beziehung von meinem Bruder und mir hier rein zuhaun. Ich habs dann seingelassen. Ich merke einfach, dass die Empfindungen für meine Familie täglich in eine andere Richtung gehen. Mit meinen Eltern ist, dass das Gleiche. Hier spielt zuviel Zeug rein, dass ich nicht beschreiben kann und will. Familie ist und bleibt wunderbar und anstrengend zugleich. 

Was nun?

Ich könnte mir jetzt noch meine Lieblingsfilme und Lieblingsmusik 2010 ausdenken. Aber ich hab da garnichts. Bin zu sehr Massenkonsument. Selbst die Erleuchtung geht in der Reizüberflutung unter. Ich werde euch von meinen Kopfkino berichten. Vielleicht sogar noch im Januar. Und was lustig ist. Ich hatte letztens ein schönes Kopfkino über meine Wunschzukunft. Ein Sommerfest. Viele Bekannte
die mich begleitet haben. Irgendwo springen Kinder rum. Dabei ist auch meine 14 Jährige Tochter und mein 10 jähriger Sohn, der aus irgendwelchen Gründen von mir nur Chewie gerufen wird. Und am späten Abend sind bald die meisten Gäste weg. Ein paar gute alte Kumpels lauschen noch der Musik während sie auf Bänken sitzen. Und ich tanze mit der schönsten Frau des Abends. Sie trägt ein Sommerkleid. Und sie lächelt mich an und macht irgendeinen blöden Witz und wir lachen beide. Dann küss ich sie. Meine Frau.

Ach, da bist du ja Romantik! Sachen gibts. 

2011 wir kommen. Wir, die Freaks, die Nerds, die Hardcorer, die Mainstreamer. Wir die Individualisten, die sich in Gruppen zusammenfinden. Mögen die Höhepunkte der Vergangenheit, die Tiefpunkte unserer Zukunft sein. 

2 Lieder für euch. 
Nummer 1 ist das Lied, zu dem ich mit meiner Frau in unserem Garten getanzt habe. Nie haben die Sterne heller geschienen, wie in diesem Moment.


Und Nummer 2, weil man ein neues Jahr immer mit Death Cab for Cutie beginnen sollte.

Donnerstag, 23. Dezember 2010

Türchen Nummer 23

Heute, bei meinem letzten Gasttürchen im Zuge dieses großartigen Adventskalenders, darf die Juli ran. Die Juli ist eine Komillitonin, die zwar kein Tier isst, Musik hört, die für mich nicht viel mit Musik gemein hat und die Gottseidank eine Menge Humor besitzt. Hatte schon so manch netten Plausch mit ihr und auch SMS-Streitereien. Ihr Blog hat bis jetzt eindeutig zu wenig Aufmerksamkeit. Dabei ist der echt gut, besonders weil sie Hardcore-untypisch sogar auf Deutsch rumkrakelt. Boah, ich hate gerade echt viel gegen Hardcore.... naja im diesen Sinne: Live for today, hope... ähhh Viel Spass!

Das Leben ist eben eines der härtesten.

Wie gern würde ich gerade ganz weit weg sein. Gar nicht mal unbedingt, wegen des künstlich ausgereizten Weihnachts-Vorfreude-Mist, diesen jämmerlichen Weihnachtsmarktfutzies, die es einen Scheiß kümmert, ob man seinen Zug noch rechtzeitig bekommt, um aus Weimar rauszukommen. Ich sehe, dieser Post hat jetzt schon eine bittere Wendung genommen, entschuldige Wilhelm.
Wie auch immer, es sind Ferien und ich hab, wer weiß was, besserer zu tun, als mir das Hirn über Weimar und seine ganzen Schlechtigkeiten zu zerbrechen. Da Kreativität nicht wirklich zu meinen Stärken zählt und ich gerade schnöde in meinem Bett liege, während ich diesen Post tippe, schreibe ich im Gegensatz zu meinen Vorrednern nicht über ein bestimmtes Thema, welches mir am Herzen liegt, sondern begnüge mich mit einem Gedanken, der mir gerade in den Kopf schießt. Kommasetzung gehört übrigens auch nicht zu meinen Stärken und ich bitte dies zu entschuldigen.
Vor ungefähr einen Monat hat unsere WG einen neuen Mitbewohner bekommen. Alex, ein eher unscheinbarer, aber dennoch sehr lauter Mensch männlichen Geschlechts, dem es weder peinlich ist, noch auf irgendeine Art und Weise kümmert, den ganzen verdammten Tag ein Pfeifkonzert höchster Klasse zu absolvieren. Man muss dazu sagen, ich hasse Menschen. Es gibt zwar kleinere Ausnahmen, aber im Grunde gehen sie mir auf den Keks. Alex, gehört allerdings zur Gattung „Warum können Blicke nicht töten“. Noch nie ist mir ein Mensch begegnet, der so ein unheimliches Hass-Potential hervorruft, wie er. Wirklich kein Wunder, dass er in keiner anderen WG genommen wurde. Wir hatten das Pech, die Rechnung ohne unseren Vermieter zu machen. Bei dem erkundigte sich Alex, einen Monat bevor meine damalige Mitbewohnerin auszog, ob den demnächst ein Zimmer frei würde. Und ehe wir uns versahen, stand Alex vor der Tür. Das ist wirklich schlimmer als jedes Christkind. Nun gibt es hier jeden Tag gebratene Eier, Summ- und Singsang sowie zahlreiche Aufführungen von „Ich und mein Kinderschlafanzug“. Und das noch ganze 3 Jahre, verdammt!
Falls jemand von euch besonders wirkungsvolle Taktiken der Mitbewohner-Austreibung, oder halt einfach einen Auftragskiller kennt...BITTE MELDE DICH!! 

 


Dienstag, 14. September 2010

Jippieepichammermegakrass









Ach ja, hab jetzt ein WG-Zimmer in Weimar.....

Mittwoch, 24. Februar 2010

ringvernichters Cribs

Meine WG. In einer echt miesen Quali. Bin halt kein Kameramann. Viel Spass

Fuck. Es ist jetzt halb 2 und des Video will immernoch nicht funktionieren. Morgen ist es da. Versprochen.
ES IST VOLLBRACHT!!

Sonntag, 29. November 2009

Der nicht ganz virtuelle Adventskalender...

Wie schon im Video erwähnt, schaffe ich es dieses Jahr zeitlich leider nicht einen virtuellen Adventskalender zu machen. Aber ich hab für meine WGleute einen kleinen Ersatz gebastelt. Das Ding explodiert bald vor Kreativität und Detailverliebtheit....

Hier ein Schnappschuss:




Hammer, oder??