Ich sitze an dem Schreibtisch, wo alles anfing. Der Rechner brummt immernoch störisch und zeitweise bedrohlich. Und ich bin zufrieden. Vielleicht liegt es an dem Gemüseburger, den ich gerade verputzt habe und mir ein warmes Sättigungsgefühl gibt. Oder daran, dass ich gerade auf Senden gedrückt habe. Ich habe ihr geschrieben. Egal was kommt, ich bin die Last los. Keine quälende Frage, ob ichs tun soll oder nicht. Und egal ob da nun ne Antwort kommt, während der Zugfahrt waren sie und ich in meinem Tagtraum ein verdammt tolles Paar.
Aber vergessen wir nicht, warum wir heute hier sind. Es wird Zeit. Zeit das Feuer im Kessel zu löschen. Einige meinten, dass ich mir das vielleicht nochmal überlegen sollte. Hab ich auch. Und ich bleibe dabei. Ich hatte mit diesem Blog 3 wundervolle Jahre. Doch nun wird er mir zuviel. Das sollte er nie werden. Ich will ihn jetzt beenden, wenn ich hier noch so einige schöne Sachen produziert habe, bevor ich nurnoch zum drögen Einheitskram übergehe. Es ist soweit.
Ich hab hier angefangen, als alte Attentionwhore. Ich bin immer noch eine. Nur war das früher mein einfaches Ziel. Jeder neue Kommentar euphorisiert mich. Auch das ist heute auch noch so, bloß ist mein Blog für mich kein einfaches Unterhaltungsmedium mehr. Ich habe hier einen Therapeuten gefunden. Es ist mein virtuelles Sofa, wo ich mich hinlege und mit mir selber ausdiskutiere, warum manches so ist, wie es ist. Manchmal glaube ich, ich vertraue dem Ding hier mehr, als mir gut tut. Aber ich glaube er tat meinen Lesern gut. Und das ist auch wichtig. So manches Kommentar lies mich nicht nur glücklich zurück, sondern lies mich kurz innehalten und drüber nachdenken, was wir alles für Gedanken miteinander teilen. Ich und dieses Teil wären nichts ohne euch. Ihr seid so oft teil meiner Geschichten, ihr seid in sovielen Momenten hier der Grund, warum ich es gemacht habe. Man kann hier nicht von einer Community sprechen, aber der Leserkreis der sich hier bildete, war fantastisch. Es gab die Lauten, die eigentlich immer was zu sagen hatten, es gab die Bedachten, die nur dann sprachen, wenn es ihnen am Herzen lag und es gab die Stillen, nie am kommentieren, nie ein Feedback und trotzdem die Gewissheit, dass ihr hier ward. Es war schön mit euch, hier um dieses warme Blogfeuer zu sitzen.
Ich habe mich eine Zeit lang nur über diesen Blog identifiziert. Habe allen Leuten, die ich irgendwo kennengelernt habe, davon erzählt. Es war meine Visitenkarte. Mittlerweile mach sowas nicht mehr. Ich hab gemerkt, dass das hier keine Profilseite meiner Person ist. Es ist mein Rückzugsort. Mein für alle offener Rückzugsort.
3 Jahre. Älter als meine Nichte. Ich hab meine Geschichten erstmal erzählt. Werde nun lernen müssen, die Sorgen des Alltags anders zu verdauen. Vielleicht mehr mit realen Menschen reden. Wir werden sehen. Mein vorletzter Post. Ich hau gleich noch ne Begrüßung für neue Gäste raus. Doch davor ein Lied. Ein letztes Mal. Eine Bitte. Besorgt euch dieses Lied. Und hört es euch an, wenn ihr gerade Autofahrt, wenn ihr mit Zug unterwegs seid, oder wenn ihr mit Freunden draußen rumsitzt und in den Himmel schaut. Ich hörs den ganzen Tag. Es gab mir den Mut ihr zu schreiben. Es gab mir die Kraft, diesen Artikel zu beenden.
Was bleibt mir noch zu sagen? Wenn mir dieses Projekt, etwas beigebracht hat, dann eins: Am Ende wird alles gut. Wirklich. Alles wird gut.
Danke. An alle. Es war unfassbar. Löschen wir das Feuer. Die Glut wird uns noch ne Weile warm halten.
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Samstag, 9. Juli 2011
Samstag, 30. April 2011
Lang lebe der Blog
Um gleich mal die "Pika Pikachu Saga" Fans unter euch zu vertrösten und auch gleich zu enttäuschen. Ich hab jetzt eine Woche nicht gespielt. Matti hat mir vor 2 Wochen das "Pokemon Trading Card Game" in die Hand gedrückt. Und dass hat mich über Ostern zur Verzweiflung gebracht und gleichzeitig gefesselt. Faszinierend wie dich so eine virtuelle Pikachu-Münze zur Weißglut bringen kann. Schöne Situationen im Wohnzimmer gehabt, während Eltern Fernsehn schaun. "Verfickte Scheiße ist das" "Also Wilhelm, ich finde die Doku interessant." "Mutter, ich rede mit dem Gameboy, nicht mit euch. ACH, FICK DICH DOCH!"
Und Weimar und besonders Studium ist gerade sehr stressig. Weil schon kommende Woche Backup-Festival und alle um mich rum am Rotieren. Des heißt neben Vorlesungen sitz ich die meiste Zeit im festival-Büro und render Filme oder kümmer mich um Pressekram. Naja, wenigstens hab ich da nette Leute um mich rum. Außerdem hab ich mir noch ne Co-Moderation aufschwatzen lassen. Für den Spacekid headcup. Ist hier ein jährliches Seifenkistenrennen. Als man mich fragte wegen Moderation, dachte ich des wäre so ne kleine Sache mit so ca. 100 Leuten. Ich habe mich anscheinend geirrt. Es werden so um die Tausend erwartet. Und ich hab keine Ahnung, ob ich in meine alte Schulzeiten Moderatorenrolle noch reinkomme und ob Weimar sowas überhaupt mag. Ich werde jämmerlich scheitern.
Nun erstmal ein kurzer Teil der Saga.
The Mountain Goats "This Year" from A Bruntel on Vimeo.
Und Weimar und besonders Studium ist gerade sehr stressig. Weil schon kommende Woche Backup-Festival und alle um mich rum am Rotieren. Des heißt neben Vorlesungen sitz ich die meiste Zeit im festival-Büro und render Filme oder kümmer mich um Pressekram. Naja, wenigstens hab ich da nette Leute um mich rum. Außerdem hab ich mir noch ne Co-Moderation aufschwatzen lassen. Für den Spacekid headcup. Ist hier ein jährliches Seifenkistenrennen. Als man mich fragte wegen Moderation, dachte ich des wäre so ne kleine Sache mit so ca. 100 Leuten. Ich habe mich anscheinend geirrt. Es werden so um die Tausend erwartet. Und ich hab keine Ahnung, ob ich in meine alte Schulzeiten Moderatorenrolle noch reinkomme und ob Weimar sowas überhaupt mag. Ich werde jämmerlich scheitern.
Nun erstmal ein kurzer Teil der Saga.
2. Kapitel
Nun begann das Abgrasen. Ich hab mir noch ein Taubsi zugelegt und hab die dann alle schön auf Level 12 gebracht, weil ich mir nicht mehr sicher war welche Level die Pokemon von Rocko haben. Zwischendurch noch im Museum gewesen und für 50! Pokedollar langweiligen Kram angeguckt. Wiedermal drauf reingefallen. Verdammt. Naja, im Anschluss Rocko und seinem Praktikanten volle Breitseite gegeben. Pikachu ist uns mittlerweile wohlgesonnen. Danach Richtung Mondberg und ein paar Gören und Pfadpfinder um ihr Muttigeld erleichtert. Nervigster Gegner: Typ, der Rettan benutzt. Wickel zieht so gut wie nichts ab, geht aber über 5 Runden. Boah. Im hohen Gras dann noch ein Menki und ein Sandan gefunden. Im nächsten Pokemoncenter wollte mir ein netter Mann ein Karpador verkaufen. 500 Öken. Hab gleich 2 gekauft. Weiß ja nie. Glaubt ihr wirklich, oder was?! Natürlich nicht. Bin ja nicht bescheuert. Reicht ja, dass ich die ersten 2 Mal als ich Pokemon gespielt hab, drauf reingefallen bin. Mich dann in den Mondberg begeben. Wie ich ihn hasse. Immer schon. Zwar ein Kleinstein gefangen und dafür Sandan auf die Datenbank gelegt, aber sonst treiben sich ja nur Zubats rum. An sich nicht wirklich stark, aber wenn du alle 2 Schritte angegriffen wirst, geht des doch schon auf die KP. Und weil ich eine alte EP-Hure bin, benutz ich keine Flucht. Und darum musste ich öfters zurück zum Pokemoncenter um die Viecher zu refreshen. Hab mittlerweile meine Nidorans, Taubsi und Pikachu auf Level 15. Der Rest hängt ein bisschen hinterher. Werde mich nun weiter vorwagen. Oh, was ist das! Ein wildes Zubat! Verrückt.
Und ich hab noch etwas mitzuteilen. Ich werde meinen Blog am 9. Juli schließen. Es kommt vielleicht für euch ein bisschen überraschend, aber wenn ihr ehrlich seid, kriege ich den Kessel seit Neujahr nicht mehr wirklich zum Laufen. Mittlerweile kostet mich jeder Artikel mehr Anläufe und Überwindung. Ich würde sogar soweit gehen und sagen, dass es für mich sowas wie eine leidige Aufgabe geworden ist. Ich hab am vergangenen Dienstag viel darüber nachgedacht und bin zum Schluss gekommen, dass ich hiermit aufhören sollte, bevor ich ihn langsam ausbluten lasse. Ich hatte ein bisschen gehofft, dass sich in den darauf folgenden Tagen meine Meinung ändern würde, aber das tat sie nicht. Aber weil ich hier nicht alle total damit überrennen will und weil ich es auch irgendwie romantischer finde, habe ich die Deadline auf den 3. Geburtstag gelegt. Ich werde bis dahin hier noch in unregelmäßigen Abständen raufhaun, aber mir selber keinen Druck mehr machen.
Keine Ahnung woran es liegt. Vielleicht ist es das Studium und der damit verbundene Zeitaufwand. Vielleicht liegt es an Facebook und dass ich da viel Kram in Miniposts verbrate. Vielleicht liegt es daran, dass ich mir hier selber immer lächerlicher vorkomme. Wahrscheinlich ist es ein Mix aus dem Allen. Ich will ehrlich sein, ich werde nicht versuchen, hier noch irgendwas zu retten. Der Kessel hatte 2009/2010 seine Blütezeit. Davor und danach war hauptsächlich Kleinkram und Mist.
Ich kann nicht versprechen wie es weitergeht. Vielleicht konzentrier ich mich mehr auf die Xesier-Podcasts. Oder ich bring ein bisschen das Gemeinschaftsblogprojekt von den Forster Jungs ins Rollen. Oder ich verschwinde ganz als aktiver Blogger. Mal schaun.
Der Blog ist tot, lang lebe der Blog.
Und nun ein Lied, was ich zur Zeit gern auf meiner Beerdigung hören würde:
Schon 2mal auf dem Blog gewesen. Meiner Meinung nicht oft genug.
Hat zu tun mit
Abschied,
Blog,
Leben,
Musik,
Pika Pikachu Saga,
Stress,
Studium,
Vergangenheit,
Zukunft
Sonntag, 2. Januar 2011
2010. Second Try
Okay. Ich bin müde, leicht angepisst von der Welt und mir. Perfekt für einen Rückblick. Erstmal ein bisschen Power von den Stars:
Fangen wir an.
Fangen wir an.
Ich- der Nerd, der Trottel, der Verlierer der Herzen
Eigentlich kann ich mir diesen Teil sparen. Zum einen weil ich die meiste Zeit ja hier nur über mich schreibe. Zum anderen, weil die Sache hier wieder sehr stimmungsabhängig ausfällt. Was mir bewusst geworden ist: Ich bin nicht so toll vom Auftreten her, wie ichs mir manchmal vorstelle. Ich hab immer noch ne krumme Körperhaltung und auch immernoch ne Plautze. Natürlich besitze ich Humor, aber manchmal verlasse ich mich zu sehr darauf. Die Zeiten sind anscheinend vorbei, wo sich eine Frau in einen Mann verliebte, weil er ja ach so lustig war.
Ich hab mich mittlerweile dazu entschlossen, mit Herzen ein Nerd zu sein. Ich liebe die ehrliche Nostalgie an Kindheit und überhaupt diesen Humor. Eigentlich ist es nur eine Entschuldigung weiterhin mit Leuten über Pokemon zu reden. Aber wahrscheinlich ist das auch eine Fehlentscheidung. Noch kein Mädchen kennengelernt, die wirklich auf uns Menschen steht. Und wenn Mädchen meinen, sie fänden Nerds cool, denken sie als erstes an irgendwelche Spike Jonze Hipster Typen.
Und wenn sie erstmal merken, dass ich meine Liebe zum Comicuniversum ernst meine, dann lächeln sie nur verwirrt. Dabei hab ich sogar erste Erfolgserlebnisse zu verzeichnen. Sogar letztes Jahr noch, hab ich dass erste Mal ernsthaft ein Mädchen geküsst. Naja, sie hat mich geküsst. Und danach hat sie noch mit einem anderen Typen rumgeknutscht. Also von der Liebesseite sollte man dem also nicht soviel abgewinnen. Aber es geht um den Punkt, dass ein Mädchen mich geküsst hat. Mit ersten veruschen von Zunge! Ich bin also jetzt mit 20 mädchentechnisch mit der Erfahrung eines 14 jährigen normalen Jungen ausgestattet. Ich sag euch. Noch 10 Jahre und ich kann euch von meinem ersten Beischlaf berichten. Wahrscheinlich mit einer Frau, die meine Sprache nicht kann und die ich dafür bezahlen werde, aber hey. Immerhin. Ihr merkt es ja jetzt auch. Frauentechnisch bin ich gerade sehr triebgesteuert. Zurzeit hab ich einfach kein Mädchen, an das ich mein Herz verschenken will. Es ist er derDruck, der von mir ausgeht und natürlich von der Gesellschaft, dass ich nach Partnerschaft verlange. Nervt mich zeitweise ziemlich an mir. Letztens haben mich 2 ehemalige Mitschülerinnen nach Jena eingeladen. Sie könnten mir da Damen zum "Üben" beschaffen. Also mich mit auf Partys nehmen, und mich da an willige betrunkene Damen vermitteln. Und wenn ich ehrlich bin, find ich des in manchen Momenten sogar ne gute Idee. Ich glaube in mir stirbt gerade ein bisschen der Romantiker. Zulange war er nutzlos. Zulange wurde er nicht gebraucht. Vielleicht werde ich ja mal diese dunklen Pfade betreten. Und wenn ihr ehrlich seit, sind schon viele von euch diese Pfade gegangen. Sogar noch früher als ich. Sehts doch so. Ich hol den Kram nur nach. Mit 20....
Und wenn sie erstmal merken, dass ich meine Liebe zum Comicuniversum ernst meine, dann lächeln sie nur verwirrt. Dabei hab ich sogar erste Erfolgserlebnisse zu verzeichnen. Sogar letztes Jahr noch, hab ich dass erste Mal ernsthaft ein Mädchen geküsst. Naja, sie hat mich geküsst. Und danach hat sie noch mit einem anderen Typen rumgeknutscht. Also von der Liebesseite sollte man dem also nicht soviel abgewinnen. Aber es geht um den Punkt, dass ein Mädchen mich geküsst hat. Mit ersten veruschen von Zunge! Ich bin also jetzt mit 20 mädchentechnisch mit der Erfahrung eines 14 jährigen normalen Jungen ausgestattet. Ich sag euch. Noch 10 Jahre und ich kann euch von meinem ersten Beischlaf berichten. Wahrscheinlich mit einer Frau, die meine Sprache nicht kann und die ich dafür bezahlen werde, aber hey. Immerhin. Ihr merkt es ja jetzt auch. Frauentechnisch bin ich gerade sehr triebgesteuert. Zurzeit hab ich einfach kein Mädchen, an das ich mein Herz verschenken will. Es ist er derDruck, der von mir ausgeht und natürlich von der Gesellschaft, dass ich nach Partnerschaft verlange. Nervt mich zeitweise ziemlich an mir. Letztens haben mich 2 ehemalige Mitschülerinnen nach Jena eingeladen. Sie könnten mir da Damen zum "Üben" beschaffen. Also mich mit auf Partys nehmen, und mich da an willige betrunkene Damen vermitteln. Und wenn ich ehrlich bin, find ich des in manchen Momenten sogar ne gute Idee. Ich glaube in mir stirbt gerade ein bisschen der Romantiker. Zulange war er nutzlos. Zulange wurde er nicht gebraucht. Vielleicht werde ich ja mal diese dunklen Pfade betreten. Und wenn ihr ehrlich seit, sind schon viele von euch diese Pfade gegangen. Sogar noch früher als ich. Sehts doch so. Ich hol den Kram nur nach. Mit 20....
Der Werdegang des Ver(w)irrten
Ich vermisse die alten Zeiten. Ich vermisse meine Schule in Angermünde. Ich vermisse das Team. Ich vermisse die Kinder. Ich vermisse meine geliebten FÖJler. Und ich vermisse die Eberswalde-WG.
Weimar ist schon schick. Und meine WG ist nicht die schlimmste. Ich kann mich allgemein damit glücklich schätzen, überhaupt was gefunden zu haben in Weimar. Wenn ich so sehe wie andere Komillitonen untergebracht sind, da bin ich schon gesegnet. Meine Mitbewohnerin ist auch nicht unfreundlich, aber ich hab noch keinen Draht zu ihr gefunden. Wir sehn uns kaum, weil wir beide eher in unseren Zimmern rumhängen. Sie vorm Fernseher, ich vor Laptop Lernbüchern. Wenn ich sie mit der Eberswalde-Wg vergleiche, kann sie nicht mithalten. ICh hatte da aber auch Schwein. Mit Biefke konnte ich wie blöd rumschnauzen und über die Probleme der pädagogischen Arbeit reden und mit Robin konnte ich über jeden möglichen Nerdkram reden und auch über jeden anderen Kram. Wir 3 hatten alle ähnliche Ansichten von Ordnung. Ich hab in dem Jahr in Eberswalde, gerade einmal die Küche dort gefegt. Dafür war dank mir immer Milch und Obst im Haus. Jeder machten anderen Kram und es hat gepasst. In Weimar passt es noch nicht ganz so. Aber ich bin die meiste Zeit ja eh ausser Haus. Bin ja Student.
Student. Ob das eine gute Erfahrung war, entscheide ich erst für mich, wenn ich die Ergebnisse der Prüfungen am Ende des Semesters sehe. Davor hab ich echt Schiss. Ich versuchs zu verdrängen, aber eigentlich sind sie schon so nah, dass man langsam die Hefter rauskramen müsste. Ich glaube, bald flieg ich mit meiner Lerneinstellung so richtig schön auf die Fresse. Naja, es gibt ja noch die lieben Mitstudenten. Und da fühl ich mich wirklich gut aufgehoben. Wunderbare Vielfalt von tollen Gestalten. Mainstreamradioguy meets verschrobenen Hippiekünstler. Und bis jetzt funktioniert das wunderbar. Und wir haben uns auch zugesichert in der Lernzeit zu unterstützen.
Und trotzdem vermiss ich die alten Leute. Hatte Gottseidank hier in Forst ein paar tolle Abende mit alten Freunden. Wie befürchtet ist nicht mehr viel mit den Kontakten zu den FÖJ-peoplen. Aber ich weiß wir haben uns nicht vergessen. Ich hoffe mal ein paar Gesichter am Aktionstag im Mai zu sehen. Es war einfach zu toll mit euch. Wie oft ich deswegen in Lachen ausbreche, wenn ich an die Seminare denke.Und leider kanns keiner ausser euch nachvollziehen. Ich steh allein da und in mir brodeln tausend Geschichten von unserer Zeit.
Ach, ja bevor ichs vergesse. Ich war im Fernsehen. Nennt mich Gott. Nein, im Ernst. Interessantes Erlebnis und bis heute hatte ich bei jeder Party in Forst mit mindestens einer Person ein Gespräch drüber. Naja, nicht wirklich Gespräch. Ich weiß nie, was ich dazu sagen soll. Der einzige Gedanke der bei mir rumschwirrt ist folgender: "Ach, du hast auch gesehen wie darüber rumheule, dass ich noch Jungfrau bin....." Ich bereue des Ding ja nicht. Die Doku kam gut an, ich hab noch mehr wunderbare Leute kennenlernen dürfen und außerdem die DVD gratis bekommen. Nur manchmal frag ch mich, ob ich nicht ob ich mich damit Leuten geöffnet habe, bei den ich des eigentlich nicht machen wollte. Im Internet ist man relativ sicher vor der älteren Forster Bevölkerung. Bei den Öffentlich-Rechtlichen wimmelt es nur von denen.
Ach, ja bevor ichs vergesse. Ich war im Fernsehen. Nennt mich Gott. Nein, im Ernst. Interessantes Erlebnis und bis heute hatte ich bei jeder Party in Forst mit mindestens einer Person ein Gespräch drüber. Naja, nicht wirklich Gespräch. Ich weiß nie, was ich dazu sagen soll. Der einzige Gedanke der bei mir rumschwirrt ist folgender: "Ach, du hast auch gesehen wie darüber rumheule, dass ich noch Jungfrau bin....." Ich bereue des Ding ja nicht. Die Doku kam gut an, ich hab noch mehr wunderbare Leute kennenlernen dürfen und außerdem die DVD gratis bekommen. Nur manchmal frag ch mich, ob ich nicht ob ich mich damit Leuten geöffnet habe, bei den ich des eigentlich nicht machen wollte. Im Internet ist man relativ sicher vor der älteren Forster Bevölkerung. Bei den Öffentlich-Rechtlichen wimmelt es nur von denen.
Familie
Ich hab ne ganze Weile überlegt, ob ich diesen Punkt mit reinnehme. Ich hab mich dagegen entschieden. Ich hatte vor ner Woche vor hier nen schönen Hassartikel über die Beziehung von meinem Bruder und mir hier rein zuhaun. Ich habs dann seingelassen. Ich merke einfach, dass die Empfindungen für meine Familie täglich in eine andere Richtung gehen. Mit meinen Eltern ist, dass das Gleiche. Hier spielt zuviel Zeug rein, dass ich nicht beschreiben kann und will. Familie ist und bleibt wunderbar und anstrengend zugleich.
Was nun?
Ich könnte mir jetzt noch meine Lieblingsfilme und Lieblingsmusik 2010 ausdenken. Aber ich hab da garnichts. Bin zu sehr Massenkonsument. Selbst die Erleuchtung geht in der Reizüberflutung unter. Ich werde euch von meinen Kopfkino berichten. Vielleicht sogar noch im Januar. Und was lustig ist. Ich hatte letztens ein schönes Kopfkino über meine Wunschzukunft. Ein Sommerfest. Viele Bekannte
die mich begleitet haben. Irgendwo springen Kinder rum. Dabei ist auch meine 14 Jährige Tochter und mein 10 jähriger Sohn, der aus irgendwelchen Gründen von mir nur Chewie gerufen wird. Und am späten Abend sind bald die meisten Gäste weg. Ein paar gute alte Kumpels lauschen noch der Musik während sie auf Bänken sitzen. Und ich tanze mit der schönsten Frau des Abends. Sie trägt ein Sommerkleid. Und sie lächelt mich an und macht irgendeinen blöden Witz und wir lachen beide. Dann küss ich sie. Meine Frau.
Ach, da bist du ja Romantik! Sachen gibts.
2011 wir kommen. Wir, die Freaks, die Nerds, die Hardcorer, die Mainstreamer. Wir die Individualisten, die sich in Gruppen zusammenfinden. Mögen die Höhepunkte der Vergangenheit, die Tiefpunkte unserer Zukunft sein.
2 Lieder für euch.
Nummer 1 ist das Lied, zu dem ich mit meiner Frau in unserem Garten getanzt habe. Nie haben die Sterne heller geschienen, wie in diesem Moment.
Und Nummer 2, weil man ein neues Jahr immer mit Death Cab for Cutie beginnen sollte.
Freitag, 31. Dezember 2010
Jahresrückblick 2010... eher nicht.
Ich sitze hier seit 2 Tagen vor dem leeren Artikelfenster und überlege, was ich alles in meinen Rückblick reinhaue.
Meine Zeit im FÖJ. Meine Anfänge des Studiums. Von den Kopfsachen, die ich mit mir rumtrug. Von meinen Freunden. Von diesem crazy Filmteam. Von meiner Familie.
Aber gerade, da kann ich nicht. Vielleicht will ich auch einfach nicht. Bin gerade nicht sicher, ob ich glücklich oder traurig bin. Naja, tut mir leid, dass euch damit ein epischer Artikel flöten geht, aber wenn mein Kopf mal nicht will dann will er nicht.
Ein hab ich aber noch. Mein Lied des Jahres:
Ich bedanke mich bei allen Lesern, Fans, Gastautoren, Kritikern und natürlich allen Freunden und der Familie. Wir sehn uns nächstes Jahr wieder.
Mal sehn. Vielleicht küsst mich morgenein Mädchen eine Muse und ich lass morgen noch nen Kracher los.
Ich mag euch Leute.
Meine Zeit im FÖJ. Meine Anfänge des Studiums. Von den Kopfsachen, die ich mit mir rumtrug. Von meinen Freunden. Von diesem crazy Filmteam. Von meiner Familie.
Aber gerade, da kann ich nicht. Vielleicht will ich auch einfach nicht. Bin gerade nicht sicher, ob ich glücklich oder traurig bin. Naja, tut mir leid, dass euch damit ein epischer Artikel flöten geht, aber wenn mein Kopf mal nicht will dann will er nicht.
Ein hab ich aber noch. Mein Lied des Jahres:
Ich bedanke mich bei allen Lesern, Fans, Gastautoren, Kritikern und natürlich allen Freunden und der Familie. Wir sehn uns nächstes Jahr wieder.
Mal sehn. Vielleicht küsst mich morgen
Ich mag euch Leute.
Montag, 18. Oktober 2010
Soviel zu berichten...
Sitze gerade in der Bibo und will eigentlich hier ganz viel nierderschreiben. Erstmal mein Leben in Weimar. Mir gefällts hier mittlerweile richtig gut. Ich mag die Leute hier. Hab noch keinen unfreundlichen Weimaraner kennengelernt. Selbst bei den Ämtern. Meine erste Vorlesung hab ich morgen. Ich fühl mich manchmal zu dumm fürs Studium. Hab letztens einen Text aus unserem Lehrbuch der Medientheorie gelesen. Es ist nicht so, dass ich es nicht verstanden habe. Aber ich muss wirklich konzentriert lesen und manche Sätze halt 2mal. Ist halt so, als ob ich die ganze Zeit Xesier-Texte lesen müsste. Und dann kriegt man von allen Seiten zu hören, dass man sich kreativ entfalten muss. ICH BIN NICHT KREATIV. Ich lass mich gerne unterhalten, und eigne mir die ein oder andere Sache an die ich so aufschnappe, aber ich bin an sich nicht sehr musisch. Meine ganze künstlerische Entfaltung besteht aus einem ausgedruckten und an mein Fenster geklebten Minihulk. Mein Beitrag zum Stadtbild.
Ich war dieses Wochenende in Forst und Berlin. Forst wegen Eltern und Berlin wegen Seraphinchen. Naja, noch ziemlich unspektakulär. Entweder am Schlafen oder am Quengeln. Halt ganz die Mama. Und naja. Der Thomas und die Laura hatten eine Überraschung für mich. Ich hab doch mal hier von dieser tollen Galerie mit noch tolleren Bildern erzählt. Laura und Thomas haben mir das Hulkgemälde geschenkt. Einfach so. Krass. War ein bisschen fassungslos. Und weil ich den Beiden wirklich dankbar bin, gibts erstmal ein Lied.
Aus Männerherzen. Ein ganz guter Film, trotz Til Schweiger.
In Forst wars auch nett. Nur manchmal wars ein bisschen komisch. Wurde halt auf meinen Fernsehauftritt angesprochen. Von Freunden und von Freunden meiner Eltern. Hatte deswegen immer am Wochenende ein Lied im Ohr:
Naja, 5 Minuten Ruhm. Irgendwie genieß ich es ja auch. Ich alte Medienhure. Fang hier übrigens ein Radiomodul an. Ha, nun also da auch noch!
So ich warte immernoch sehnsüchtig aufs Internet bei mir zuhaus. Ich freu mich drauf, wenn das Bild geliefert wird, traue mich aber wahrscheinlich nicht ein Loch in meine porösen Wände zu bohren. Vater hatte da schon Spass beim Jalousien anbringen. Zitat: "Menschenkinder, ist doch alles Scheiße hier!" Überhaupt erinnern mich meine Eltern zurzeit an die Foremans von "Die wilden Siebziger" Mein brummeliger, aber doch sympathischer Vater und meine besorgte liebevolle Mutter. Eltern klickt bitte hier. Dann seht ihr, wen ich meine.
So, ich hatte gestern noch mehr Zeug im Kopf, aber hab wieder die Hälfte vergessen, von dem was ich euch mitteilen wollte. Ich geh dann mal Hockey spielen.
Und heute mal zum Abschied was Berührendes. Die Doku, die den Vimeoaward erhalten hat. Davon hast du im Radio gehört Mutti. Ziemlich bewegend, wenn man sich drauf einlässt. Geht um Abschied.
Last Minutes with ODEN from phos pictures on Vimeo.
Ich war dieses Wochenende in Forst und Berlin. Forst wegen Eltern und Berlin wegen Seraphinchen. Naja, noch ziemlich unspektakulär. Entweder am Schlafen oder am Quengeln. Halt ganz die Mama. Und naja. Der Thomas und die Laura hatten eine Überraschung für mich. Ich hab doch mal hier von dieser tollen Galerie mit noch tolleren Bildern erzählt. Laura und Thomas haben mir das Hulkgemälde geschenkt. Einfach so. Krass. War ein bisschen fassungslos. Und weil ich den Beiden wirklich dankbar bin, gibts erstmal ein Lied.
Aus Männerherzen. Ein ganz guter Film, trotz Til Schweiger.
In Forst wars auch nett. Nur manchmal wars ein bisschen komisch. Wurde halt auf meinen Fernsehauftritt angesprochen. Von Freunden und von Freunden meiner Eltern. Hatte deswegen immer am Wochenende ein Lied im Ohr:
Naja, 5 Minuten Ruhm. Irgendwie genieß ich es ja auch. Ich alte Medienhure. Fang hier übrigens ein Radiomodul an. Ha, nun also da auch noch!
So ich warte immernoch sehnsüchtig aufs Internet bei mir zuhaus. Ich freu mich drauf, wenn das Bild geliefert wird, traue mich aber wahrscheinlich nicht ein Loch in meine porösen Wände zu bohren. Vater hatte da schon Spass beim Jalousien anbringen. Zitat: "Menschenkinder, ist doch alles Scheiße hier!" Überhaupt erinnern mich meine Eltern zurzeit an die Foremans von "Die wilden Siebziger" Mein brummeliger, aber doch sympathischer Vater und meine besorgte liebevolle Mutter. Eltern klickt bitte hier. Dann seht ihr, wen ich meine.
So, ich hatte gestern noch mehr Zeug im Kopf, aber hab wieder die Hälfte vergessen, von dem was ich euch mitteilen wollte. Ich geh dann mal Hockey spielen.
Und heute mal zum Abschied was Berührendes. Die Doku, die den Vimeoaward erhalten hat. Davon hast du im Radio gehört Mutti. Ziemlich bewegend, wenn man sich drauf einlässt. Geht um Abschied.
Last Minutes with ODEN from phos pictures on Vimeo.
Dienstag, 31. August 2010
Vorbei.
Heute meinen letzten Tag als FÖJler gehabt. Ein Abschied gehabt, der schön war und mir die Sache nicht leichter gemacht hat. Trotzdem richtig so. Ich muss und will neue Abenteuer erleben. Außerdem wollen ja auch mal andere FÖJ machen. Frischen Wind reinbringen. Tut gut.
So dann lest mal hier. Und ich grinse derweil die ganze Zeit. Schön wars gewesen und diese Schule wird nicht das letzte Mal von mir gehört haben! Hohoho... DANKE!
So dann lest mal hier. Und ich grinse derweil die ganze Zeit. Schön wars gewesen und diese Schule wird nicht das letzte Mal von mir gehört haben! Hohoho... DANKE!
Donnerstag, 19. August 2010
Von Schlagfertigkeit und Wiederholungen im Leben
Erstmal was fürs Herz:
Hab gestern mit Robin gemeinsam 3 Kubikmeter Feuerholz von der Auffahrt in den Hof geschleppt und gestapelt. Also Robin hat gestapelt ich hab geschleppt. Boah, war ich danach durch. Zwischendurch hats schön gegossen. Besonders viel mir irgendwann auf, dass ich dieses Holz ja nicht mehr benutzen werde. Naja, und einmal geh ich aus der Einfahrt und irgendwelche Frauen brüllen links was. Ich dreh mich dahin und plötzlich hör ich rechts neben mir ein scharfes Bremsenquietschen und ein Typ stolpert gerade noch so von seinem Fahrrad. Und dann gehts los. Er schnauzt mich von wegen ich soll mich umschauen, wenn ich aus der Ausfahrt rauskomme und nicht nach Frauen gucken soll. Und ich reagierte wie immer. Ich sagte nix und schaute ihn ungläubig an. Und so zog er ab. Und er war keine 30 Sekunden lang weg, da vielen mir all die Antworten ein, die ich hätte geben sollen: "Alter, du fährst wie ein Bekloppter auf dem Bürgersteig, und dann sogar noch auf der falschen Straßenseite. Wenn einer hier mal im Recht ist, dann bin ich das. Also laber mich nicht voll und zieh ab." Von mir aus hätte er mir dann auch eine dafür geben können, Hauptsache ich hätte diesen Moment gehabt.
Es ist dieses alte Problem. Ständig von Stärke träumen, und wenn es nur die innere ist, aber dann in diesen Momenten versagen. Ich hätte mich ja nicht prügeln müssen, aber wenigstens mal die Fresse auf bekommen sollen. Ich wünsche mir mehr Schlagfertigkeit in diesen Momenten. Es geht nicht darum unverschämt zu werden, oder so. Aber ihm wenigstens die Fakten an den Kopf hauen. Naja, hat mich noch die Holzaktion über beschäftigt und dann war wieder gut.
Und nun bin ich dabei das Kapitel "FÖJ" zu beenden. Die Woche ist in der Schule sehr entspannt. 5 Kinder, die ich vormittags beschäftigte und alle Lehrer in der Cafeteria, die das kommende Schuljahr planen. Guter Einstieg nach 3 Wochen Forst. Ja, ich werde die Leute vermissen. Auch meine WG. Ich werde nun mein nächsten Abschnitt angehen. Die nächste Mainquest starten. Ich geh studieren.
Medienkultur in der Bauhaus Universität in Weimar. Auf der einen Seite freue ich mich, weil es einer meiner Wunschorte war und ich mich für diesen Studiengang am meisten begeistern kann. Auf der anderen Seite wiederholt sich die Gefühlswelt, die ich schon vor einem Jahr hatte. Ich hab keine Lust auf den Stress. Immatrikulieren, Wohnung finden, Bafög beantragen, umziehen und was weiß ich. Ich will den liebgewonnen Alltag nicht aufgeben. Meine Freunde verlassen. In die Fremde ziehen, wo ich außer Julia niemanden kenne.
Das erste Wochenende, dass ich in Eberswalde verbracht habe, war ein Alptraum. Ich war wieder 8 Jahre alt und wollte wie damals, als ich bei Kumpels übernachten sollte, eigentlich nur noch nachhause. Ich war die meiste Zeit allein in der Wohnung. Ohne Internet. Ich hatte die ganze Zeit, den Gedanken: "Brich die ganze Sache einfach ab." Und dann kam der Kennlerntag vom LJR. Und ich wusste, dass dieses Jahr ein Abenteuer werden kann. Und es wurde eins. Unglaublich tolle Menschen habe ich dadurch kennengelernt. Viel Selbstständigkeit dazugewonnen. Und einfach jede Menge Spass gehabt.
Und so wird Weimar ganz bestimmt auch. Es wird anders werden. Aber auch toll. Da bin ich mir eigentlich sicher.
An sich sind diese Lebenswandelsachen schon toll, wenn da nicht die Übergangsphase wären. Dieser Abschied.
Ich will in diesem FÖJ noch unbedingt einen Abschiedsartikel auf den Schulblog hauen. Und ich will Paula eine AbschiedsCD brennen. Bin schon immer am Überlegen welche Lieder da rauf sollen.
Und natürlich Ärger ich mich ein bisschen, dass Potsdam zu versnobt ist, um mich aufzunehmen. So wirds leider keine ultimative Männer WG geben. Und auch so sind viele Leute, die ich kenne in Potsdam. Naja, gibt ja noch Semesterferien und so... hab ich gehört. Ja, es bleibt spannend. Definitiv. Aber bitte nicht zu spannend. Wenn ich Anfang Oktober in meinem Grün/Lila farbenden Zimmer sitze und die Strassenlichter von Weimar in mein Fenster leuchten. Dann werde ich wie so oft aus dem Fenster grinsen, "Danke" flüstern und mich schlafen legen.
I've Told Every Little Pumpkin from Mashed in Plastic on Vimeo.
Hab gestern mit Robin gemeinsam 3 Kubikmeter Feuerholz von der Auffahrt in den Hof geschleppt und gestapelt. Also Robin hat gestapelt ich hab geschleppt. Boah, war ich danach durch. Zwischendurch hats schön gegossen. Besonders viel mir irgendwann auf, dass ich dieses Holz ja nicht mehr benutzen werde. Naja, und einmal geh ich aus der Einfahrt und irgendwelche Frauen brüllen links was. Ich dreh mich dahin und plötzlich hör ich rechts neben mir ein scharfes Bremsenquietschen und ein Typ stolpert gerade noch so von seinem Fahrrad. Und dann gehts los. Er schnauzt mich von wegen ich soll mich umschauen, wenn ich aus der Ausfahrt rauskomme und nicht nach Frauen gucken soll. Und ich reagierte wie immer. Ich sagte nix und schaute ihn ungläubig an. Und so zog er ab. Und er war keine 30 Sekunden lang weg, da vielen mir all die Antworten ein, die ich hätte geben sollen: "Alter, du fährst wie ein Bekloppter auf dem Bürgersteig, und dann sogar noch auf der falschen Straßenseite. Wenn einer hier mal im Recht ist, dann bin ich das. Also laber mich nicht voll und zieh ab." Von mir aus hätte er mir dann auch eine dafür geben können, Hauptsache ich hätte diesen Moment gehabt.
Es ist dieses alte Problem. Ständig von Stärke träumen, und wenn es nur die innere ist, aber dann in diesen Momenten versagen. Ich hätte mich ja nicht prügeln müssen, aber wenigstens mal die Fresse auf bekommen sollen. Ich wünsche mir mehr Schlagfertigkeit in diesen Momenten. Es geht nicht darum unverschämt zu werden, oder so. Aber ihm wenigstens die Fakten an den Kopf hauen. Naja, hat mich noch die Holzaktion über beschäftigt und dann war wieder gut.
Und nun bin ich dabei das Kapitel "FÖJ" zu beenden. Die Woche ist in der Schule sehr entspannt. 5 Kinder, die ich vormittags beschäftigte und alle Lehrer in der Cafeteria, die das kommende Schuljahr planen. Guter Einstieg nach 3 Wochen Forst. Ja, ich werde die Leute vermissen. Auch meine WG. Ich werde nun mein nächsten Abschnitt angehen. Die nächste Mainquest starten. Ich geh studieren.
Medienkultur in der Bauhaus Universität in Weimar. Auf der einen Seite freue ich mich, weil es einer meiner Wunschorte war und ich mich für diesen Studiengang am meisten begeistern kann. Auf der anderen Seite wiederholt sich die Gefühlswelt, die ich schon vor einem Jahr hatte. Ich hab keine Lust auf den Stress. Immatrikulieren, Wohnung finden, Bafög beantragen, umziehen und was weiß ich. Ich will den liebgewonnen Alltag nicht aufgeben. Meine Freunde verlassen. In die Fremde ziehen, wo ich außer Julia niemanden kenne.
Das erste Wochenende, dass ich in Eberswalde verbracht habe, war ein Alptraum. Ich war wieder 8 Jahre alt und wollte wie damals, als ich bei Kumpels übernachten sollte, eigentlich nur noch nachhause. Ich war die meiste Zeit allein in der Wohnung. Ohne Internet. Ich hatte die ganze Zeit, den Gedanken: "Brich die ganze Sache einfach ab." Und dann kam der Kennlerntag vom LJR. Und ich wusste, dass dieses Jahr ein Abenteuer werden kann. Und es wurde eins. Unglaublich tolle Menschen habe ich dadurch kennengelernt. Viel Selbstständigkeit dazugewonnen. Und einfach jede Menge Spass gehabt.
Und so wird Weimar ganz bestimmt auch. Es wird anders werden. Aber auch toll. Da bin ich mir eigentlich sicher.
An sich sind diese Lebenswandelsachen schon toll, wenn da nicht die Übergangsphase wären. Dieser Abschied.
Ich will in diesem FÖJ noch unbedingt einen Abschiedsartikel auf den Schulblog hauen. Und ich will Paula eine AbschiedsCD brennen. Bin schon immer am Überlegen welche Lieder da rauf sollen.
Und natürlich Ärger ich mich ein bisschen, dass Potsdam zu versnobt ist, um mich aufzunehmen. So wirds leider keine ultimative Männer WG geben. Und auch so sind viele Leute, die ich kenne in Potsdam. Naja, gibt ja noch Semesterferien und so... hab ich gehört. Ja, es bleibt spannend. Definitiv. Aber bitte nicht zu spannend. Wenn ich Anfang Oktober in meinem Grün/Lila farbenden Zimmer sitze und die Strassenlichter von Weimar in mein Fenster leuchten. Dann werde ich wie so oft aus dem Fenster grinsen, "Danke" flüstern und mich schlafen legen.
I've Told Every Little Pumpkin from Mashed in Plastic on Vimeo.
Dienstag, 13. Juli 2010
Ja, es ist mir sogar einen Artikel wert.
Henry hat sich nun offiziell von den Bloggern und Lesern verabschiedet. Aber er hat uns, und ganz besonders mir, ein großartiges Geschenk gemacht.
Er hat die Tore zu den Xesierverliesen geöffnet. 2 Jahre pure Jugendschreibkunst. Ich freu mich ehrlich. Tolle Artikel, noch tollere Kommentare, zeitweise richtige Flamewars. Ich liebe es.
Und nun noch ein Abschiedsgruss vom Kessel aus an Henry. Möge er viel Spass haben auf seiner Reise. Ich gönne und wünsche es ihm vom Herzen!
Er hat die Tore zu den Xesierverliesen geöffnet. 2 Jahre pure Jugendschreibkunst. Ich freu mich ehrlich. Tolle Artikel, noch tollere Kommentare, zeitweise richtige Flamewars. Ich liebe es.
Und nun noch ein Abschiedsgruss vom Kessel aus an Henry. Möge er viel Spass haben auf seiner Reise. Ich gönne und wünsche es ihm vom Herzen!
You got a talent don't you know?
You're more talented than you know
And you give it a shot
And give it the time
And be surprised how far it goes
You're more talented than you know
And you give it a shot
And give it the time
And be surprised how far it goes
Dienstag, 11. Mai 2010
Sowas wie aktive Sterbehilfe
Ich liebe meinen Mp3-Player. Ich hab ihn nun 4 Jahre und er revoltuionierte mein Reiseverhalten. Seit ich ihn habe gibt es keine Sologänge mehr ohne diesen Schatz. Ich habe mit ihm Epochen meines Musikgeschmacks durch. Ich hatte mal ne Busfahrt nach Köln ohne ihn. Es war die langweiligste Fahrt ever. Und auch er hat viel mit mir durch. Ich bin selten vorsichtig mit meinen Gebrauchsgegenständen, selbst mit denen die ich liebe. Mein Freund hat schon vorne seine Kappe eingebüßt und sein Display hat nen Sprung und trotz allem spielt er noch meine Musik. Im Shufflemodus bringt er mir zeitweise so ein großartig passendes Gefühls/Musikkino. Er bereichert meinen Alltag. Und nun... liegt er im Sterben.
Ich weiß, es ist ziemlich seltsam über einen Gegenstand einen Nachruf zu schreiben und es wirkt wahrscheinlich ziemlich lächerlich, aber ich mein es doch ernst. Hey, dieses kleine Ding hat mich 4 Jahre lang begleitet. Seit einiger Zeit kriegt er es nicht mehr hin vernünftig die Titel anzuzeigen. An sich hätte ich damit kein Problem, weil ich da ehe nie raufgucke. Aber das Problem ist, er versucht immer wieder dieses Kauderwelsch in Ordnung zu bringen. Und bei jedem Reboot bringt er auch das Lied ins Stocken. Er machts nicht ständig, aber es häuft sich. Und bei manchen Liedern ist es unerträglich. Ich höre Musik um dabei im Kopfkino zu schwelgen. Mit dauerndern Stockern, ist auch das Kopfkino echt beschissen.
Mein Mitbewohner hatte ihn letztens sogar auseinander genommen, weil er nen Wackelkontakt hatte und es so aussehen ließ, als ob die nagelneuen Kopfhörer daran Schuld wären. Hab mich deswegen extra mit Promarktverkäufern angelegt.
Die Tasten haben ihre besten Tage erlebt. Lautstärke lässt sich nur noch mit sanfter Gewalt regeln. Letztens hat er sich sogar geweigert die angezeigte Lautstärke abzuspielen. Er gibt mehr immer mehr Gründe ihn durch ein neueres Modell abzulösen. Ich werde wahrscheinlich kommenden Freitag in ein Media Markt gehen und mir einen Nachfolger suchen. Und natürlich freut sich ein Teil von mir auf ein neues Spielzeug. Und ein kleiner Teil ruft: "Ipod!"
Aber ein nicht unwesentlicher Teil fragt "Warum?" Nur weil mir die Macken von meinem alten Kumpel auf den Keks gehen, hol ich mir einen Nachfolger? Damit ich endlich mehr als nur einen GB Speicher hab? Und es ist sehr wahrscheinlich, dass der "Neue" mit meiner grobschlächtigen Art nicht so klar kommen wird.
Und trotzdem werde ich meinen Mp3-Player sehr wahrscheinlich in den ewigen Schlaf schicken. Ich werd mich immer an meinen ersten und besten Player erinnern. So simpel so gut. Wie so vieles im Leben. Er war schon sowas wie ein Freak. Und deswegen passt er in mein Leben. Deswegen nenne ich ihn Freund. Ich werde ihn noch nutzen bis Freitag. Dann kommt wahrscheinlich der Neue. Und dann mal sehn. Ich will ihn nicht verstauben lassen, oder nur als USB-Stick ersatz nutzen. Er hat was besseres verdient. Vielleicht ne Feuerbestattung. Mal schaun.
Und nun als Abschiedslied. Eins der ersten Lieder, die ich auf ihn raufgespielt habe und eins der traurigsten.
Und die Cold Case Folge, wo die Szene vorkommt ist auch ziemlich sehenswert.
Donnerstag, 27. August 2009
Calling all doctors
Um mich mal an Martins Artikel ranzuhängen..
Morgen gehts los...
Calling all doctors, quick come see
Something very wrong with little old me
Twitching, twitching
My heart is twitching, twitching
Get your stethoscopes and please, quick please
Listen to my heart
Oh, listen to it beat
Twitching, twitching
My heart is twitching, twitching
Get your medicine, Colleen
Replace my heart with a machine
Distance truly truly makes the heart grow weak
Mine is getting frailer as we speak
Twitching, twitching
My heart is twitching, twitching
Deep in the caverns of my soul
This is were I hold on and memories grow
Twitching, twitching
My heart is twitching, twitching
I know this is gonna work out
I know this is gonna work out
I know this is gonna work out
I know this is gonna work out
Get your medicine, Colleen
Replace my heart with a machine
And get your medicine, Colleen
Replace my heart with a machine
Something very wrong with little old me
Twitching, twitching
My heart is twitching, twitching
Get your stethoscopes and please, quick please
Listen to my heart
Oh, listen to it beat
Twitching, twitching
My heart is twitching, twitching
Get your medicine, Colleen
Replace my heart with a machine
Distance truly truly makes the heart grow weak
Mine is getting frailer as we speak
Twitching, twitching
My heart is twitching, twitching
Deep in the caverns of my soul
This is were I hold on and memories grow
Twitching, twitching
My heart is twitching, twitching
I know this is gonna work out
I know this is gonna work out
I know this is gonna work out
I know this is gonna work out
Get your medicine, Colleen
Replace my heart with a machine
And get your medicine, Colleen
Replace my heart with a machine
Morgen gehts los...
Sonntag, 21. Juni 2009
Freak/Friend of the YEAR!
HANNES
AKA
THE CANADIAN BOY
Vor diesem Artikel habe ich große Angst. Zum einen erinnert er mich daran, dass Hannes in nichtmal mehr 3 Tagen über den großen See fliegt und zum Anderen, weil ich weiß, dass ich hier jede Menge an guten Erinnerungen und Eigenarten von Hannes vergessen werde hier einzubringen. Ich versuchs trotzdem mal. Sei bitte nicht sauer, wenn ich ein bissl was vergesse, Hannes.
Ich kann mich an ihn kaum erinnern in der SEK 1. Er war halt dieser blonde Hüne aus der Streberklasse, der gut in Sport war. Erst in der 11. kam ich mit Hannes in Berührung. Ich war hin und weg. Der Typ ist die Güte in Person. Rage kennt er außerhalb des Handballfelds nicht. Ich will nicht wissen, wie oft der Satz fiel: "Frage mal Hannes!" Es gibt kaum einen hilfsbereiteren Menschen.
Ich weiß noch, wie sehr mir die Organisation des Kindertages auf den Keks ging. Aber Hannes riss nicht nur mich mit seinem Enthusiasmus mit. Die daraus entstandende Schokokusswurfmaschine kann man bei mir nun bestaunen......
Manchmal ließ mich sein Optimismus einfach fassungslos zurück. Er macht soviel und ist dabei echt selbstlos. Egal ob einfach nur bei nem Problem helfen oder ganze Jahrgangspartys organisieren.
Ich kann glaube nicht behaupten Hannes wirklich gut zu kennen. Hier lasse ich Axel den Vortritt und natürlich allen die ihn schon seit der Sek1 oder länger kennen. Aber ich denke ich darf ihn Freund nennen. Wir sind jetzt keine Kumpels, die jedes Wochenende miteinander rumhängen oder jeden Tag miteinander labern. Aber jedesmal wenn ich ihn sehe, zaubert er mir ein dickes Grinsen aufs Gesicht. Alleine schon "Oki Doki" aus seinem Mund zu hören ist ein Grund für mich, dass er mal ein Hörbuch rausbringt. #
Er hat ja schonmal so was ähnliches gemacht..... Schnösel Reloaded. Leute, besorgt euch diese Aufnahmen!!! Unbezahlbare Schätze des forster Humors. Gigantisch. Ich hoffe so sehr, dass da nochmal was kommt von den beiden Quatschköppen.
Dieser Text liest sich wahrscheinlich wie eine einzige große Schleimspur. Und sicherlich würde man was negatives über Hannes sagen können, wenn man ganz lange nachdenkt. Aber das will ich garnicht. Er hats nicht verdient. Hannes B. ist einer von den Guten. Einer von den besonders Guten.
Hannes, ich wünsche dir alles Gute für dein kommendes Jahr. Mache unvergessliche Erfahrungen, mache Menschen so glücklich wie du es bei mir 3 Jahre lang gemacht hast und vergiss uns hier aus dem Brandenburger Kaff nicht. Aber ich bin mir sicher, dass wirst du auch nicht machen. Ich drück dich virtuell. Und nun werde ich zu deiner Abschiedsfeier fahren, auf dich anstoßen, mit dir und anderen lachen und dann wieder in Gedanken versunken nachhause fahren und von dir schwärmen.
Ich kann mich an ihn kaum erinnern in der SEK 1. Er war halt dieser blonde Hüne aus der Streberklasse, der gut in Sport war. Erst in der 11. kam ich mit Hannes in Berührung. Ich war hin und weg. Der Typ ist die Güte in Person. Rage kennt er außerhalb des Handballfelds nicht. Ich will nicht wissen, wie oft der Satz fiel: "Frage mal Hannes!" Es gibt kaum einen hilfsbereiteren Menschen.
Ich weiß noch, wie sehr mir die Organisation des Kindertages auf den Keks ging. Aber Hannes riss nicht nur mich mit seinem Enthusiasmus mit. Die daraus entstandende Schokokusswurfmaschine kann man bei mir nun bestaunen......
Manchmal ließ mich sein Optimismus einfach fassungslos zurück. Er macht soviel und ist dabei echt selbstlos. Egal ob einfach nur bei nem Problem helfen oder ganze Jahrgangspartys organisieren.
Ich kann glaube nicht behaupten Hannes wirklich gut zu kennen. Hier lasse ich Axel den Vortritt und natürlich allen die ihn schon seit der Sek1 oder länger kennen. Aber ich denke ich darf ihn Freund nennen. Wir sind jetzt keine Kumpels, die jedes Wochenende miteinander rumhängen oder jeden Tag miteinander labern. Aber jedesmal wenn ich ihn sehe, zaubert er mir ein dickes Grinsen aufs Gesicht. Alleine schon "Oki Doki" aus seinem Mund zu hören ist ein Grund für mich, dass er mal ein Hörbuch rausbringt. #
Er hat ja schonmal so was ähnliches gemacht..... Schnösel Reloaded. Leute, besorgt euch diese Aufnahmen!!! Unbezahlbare Schätze des forster Humors. Gigantisch. Ich hoffe so sehr, dass da nochmal was kommt von den beiden Quatschköppen.
Dieser Text liest sich wahrscheinlich wie eine einzige große Schleimspur. Und sicherlich würde man was negatives über Hannes sagen können, wenn man ganz lange nachdenkt. Aber das will ich garnicht. Er hats nicht verdient. Hannes B. ist einer von den Guten. Einer von den besonders Guten.
Hannes, ich wünsche dir alles Gute für dein kommendes Jahr. Mache unvergessliche Erfahrungen, mache Menschen so glücklich wie du es bei mir 3 Jahre lang gemacht hast und vergiss uns hier aus dem Brandenburger Kaff nicht. Aber ich bin mir sicher, dass wirst du auch nicht machen. Ich drück dich virtuell. Und nun werde ich zu deiner Abschiedsfeier fahren, auf dich anstoßen, mit dir und anderen lachen und dann wieder in Gedanken versunken nachhause fahren und von dir schwärmen.
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