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Montag, 25. Oktober 2010

Eagleheart und Füllungen

Erstmal zur Auflockerung ein Video:



So haben wir erstmal alle herzlich gelacht. Nun zu den unschönen Dingen. Scott Pilgrim vs. the World läuft wahrscheinlich in keinen einzigen fucking Kino in ganz Thüringen. Er ist leider genau zwischen den Fronten. Zu nerdig um in den Blockbusterkinos zu laufen und zu teuer produziert, als dass ihn hier die kleinen Independentkinos zeigen würden. Boah, regt mich das auf. ....
Jetzt gehts wieder. So dann war ich heute noch beim Zahnarzt. Seit über einem Jahr mal wieder. Und es war ein bisschen Paradox. Nun ist es also soweit. 3 meiner 4 Weisheitszähne werden gezogen. Des ist schonmal unschön. Außerdem haben sie Zahnstein entfernt. Und ich darf nächste Woche nochmal hin. Wegen 3 Füllungen. 3!! Fuck. Und trotzdem meinte die Schwester, dass meine Zähne für mein Alter wirklich gut in Schuss wären. Da würde des Arbeiten richtig Spass machen. Aber Alter, 3 fucking Füllungen. Und wenn ich nicht aussehen will wie ein Bondbösewicht, dann muss ich noch was draufzahlen wegen Zahnfarben und so.
james-bond-beisser.jpg

Also mal gucken, was da noch so alles kommt. Aber keine Sorge, wenn meine 3 hübschen gezogen sind, kriegen die hier nen extra Artikel mit Bildern. Überleg mir schon Spitznamen. Der größte wird "Tank" heißen. Des ist schonmal klar.

So, dann noch was zur Sidekickliste. Ich kicke Axel schweren Herzens. Du schreibst so brilliant, aber warum hast du aufgehört. Wenns was neues da gibt, sage bescheid. Ich nehm dich mit offenen Armen wieder auf.
Dafür kommen 2 neue ans Bord. Bibi gehört, denke ich mal, einer jüngeren Generation der Lausitzerbloggerszene an. Bin schon vor längerer Zeit durch drei Ecken auf sie gestoßen. Ich glaube sie kennt mein Großcousinchen Jonas. Naja, dann hatte ich aber das Gefühl, dass ich nicht die Zielgruppe ihres Blogs wäre. Doch dann las ich letztens hier und dachte mir: "Wie du mir, so ich dir." Willkommen zurück.
Vollkommen neu an Board meiner Linkliste, aber an sich wahrscheinlich schon Blogerfahrener als ich. Der Graf und sein Geistesblitz.Bin durch Xesier auf ihn gestoßen. Und hab ab und zu mal bei ihn reingeschaut. Letztens hat er dann das hier veröffentlicht und ich war geflasht. Alleine die Überschrift. So lyrisch werde ich nie sein.

Okay, noch ein Lied.



Wahrscheinlich vielen weiblichen Lesern, durch die Serie "My Life as Liz" bekannt. Ist wahrscheinlich ein bisschen das Mädchenäquivalent zu RJ. Ich kann mich damit nicht wirklich anfreunden. Die Darsteller sind nett, die Geschichte leicht und witzig. Halt wie RJ, nur als Frau. Aber die Machart... Es diese Art wie bei "The Hills" oder auch so manchem RTLkram. Dieses "Eigentlich ist es nur ne Doku, aber wir sind halt immer hautnah dabei und es ist nichts gestellt" Und dass finde ich so heuchlerisch. Dieses wir sind zwar fiktiv, aber an sich sond wir voll Reallife. Bei RJ weiß ich, dass es Schauspieler sind. Und ich kann mich trotzdem in die Personen hineinversetzen. Bei Liz fühle ich mich immer wieder betrogen. Du fängst an mitzufühlen und während du dabei bist, bemerkst du, dass diese Personen auch nur spielen. Mich nervt das. Naja, aber die Thematik bleibt ja nett. Und RJ ist und bleibt somit derzeitiger Teenieseriengott.
So geh Buch bestellen, Skripte lesen und Hockey spielen. Ich liebe Hockey.

 Edit: Axel du verdammter Gauner. Enttäusch uns nicht!

Donnerstag, 26. August 2010

The Hard Times of RJ Berger

MTV produziert eigentlich nur noch Müll. The Hills oder irgendeine Lesbencastingshow. Eigentlich... doch zum Glück hat dieser ehemalige Musiksender vor kurzem eine Serie rausgebracht, die mein Herz berührt hat.


"The Hard Times of RJ Berger"

http://www.serienjunkies.de/news/big/p/play-day-the-hard-26778_big.jpg 

Der Plot ist recht simpel. RJ (Bildmitte) ist ein Loser und Nerd. Die Pilotfolge beginnt damit, dass seine Mutter ihm beim onanieren erwischt. Seine einzigen Freunde in der Schule sind Miles und Lily. Miles (ganz links) ist der Typ Loser, der so gerne dazugehören würde. Er schmeißt sich an jede Braut ran und ist in der Serie eigentlich die Figur, die RJ immer auf dumme Ideen bringt. Lily (links neben RJ) steht seit Kindheitstagen auf RJ und macht das so oft wie möglich deutlich. Sie ist zwar keine wirkliche Schönheit, aber steht immer auf RJs Seite.
RJs heimliche Liebe ist die Schönheit unter den Schönen. Jenny Swanson (rechts neben RJ) ist aber natürlich mit dem Basketballstar und Arschloch Max (rechts) zusammen. RJ hat also kein leichtes Leben, er gehört nicht zu den Coolen und wird des öfteren fertig gemacht. Doch eines Tages verliert er bei einem Basketballspiel vor der gesamten Schule seine Hose und sein dunkles Geheimnis wird offenbart. Er ist ausserordentlich gut bestückt. 

Ihr seht, die Haupthandlung worauf diese Serie aufgebaut ist, passt ziemlich zu MTV und dessen üblichen Publikum. Viele Folgen handeln auch nur davon, wie RJ und Miles versuchen irgendwelche Mädels rumzukriegen oder beliebter zu werden. Aber darum mag ich diese Serie nicht. Ich mag die Ehrlichkeit die von den Charakteren ausgeht. RJ entscheidet sich in mehrern Folgen für den Weg, der ihn nicht beliebter macht, aber ihn dafür ein gutes Gewissen lässt. Ich kann mitfühlen mit Miles und RJ. Beliebt sein, endlich ein Mädchen finden, nicht mehr ganz unten in der Rangliste stehen. Beide haben eigentlich das gleiche Ziel. Miles geht die ganze Sache nur aggressiver an.

Der Humor ist bissig, zeitweise geschmacklos. Trotzdem hat er Charme. In jeder Folge werden bestimmte Szenen als Cartoon dargestellt, was immer gut in Szene gesetzt ist. Und viele Folgen haben diese Art von Momenten die ich liebe. Wenn RJ eine ehrliche Rede für das Schüleramt hält, wenn er wieder aufsteht, nachdem er zu Boden geschlagen wurde, zu dem Typen hingeht, mit seiner Hand an seinem Ding rumfummelt und ihm dann seine Finger unter die Nase hält. Was ich auch liebe ist die Musik die benutzt wird. Hier hat man wirklich Geschmack bewiesen und nicht irgendwelchen Mainstreamscheiß rübergelegt.

Ich habe heute die letzte Folge der ersten Staffel gesehen und danach habe ich mich entschlossen diesen Artikel zu schreiben. Jede Figur hat in der letzten Folge so unglaublich starke Momente. Ich war wirklich geflasht. Und deswegen lege ich euch diese Serie ans Herz. Ich glaube sie läuft auch im deutschen Fernsehen. Weiß aber nicht wie die Syncro ist. Guckts am besten im Originalton.
Und wirklich, es ist tiefsinniger als es den Anschein macht. Selbst diese Gemächtsache spielt später kaum noch ne Rolle.
Hier nochmal der Trailer:



Edit: Okay, man kann die deutschen Folgen online hier sehen. Aber wie erwartet, selten hässliche Syncro. Schade. Naja.

Samstag, 15. Mai 2010

Freunde, Friends und neuer Freund

Und schon wieder ein Wochenende, wo ich unterwegs war. Der Axel lud mich schon ner Weile in die Potsdam-City ein. Und wir entschieden uns für Himmelfahrt, und weil zu 2 schnell der Gesprächsstoff ausgeht luden wir noch die FÖJ-Kollegen ein. Und die Elena und der Erik folgten der Einladung. So latschten wir zu 4. durch Potsdam, saßen auf nem Schiff rum, sättigten uns an "All you can eat" Glutamatfrass und tanzten zu Big Booty Bitches im Park von Schloss Sanscoussi.



Am abend kamen dann noch die Tini, Elisa und ihr Freund vorbei. Man quatschte noch ein bisschen, brachte die Mädels noch zum Bahnhof und dann zu Axel nachhause. Haben dann noch lustige Filmchen geschaut, gequatscht und dann durfte ich sein Schlafsofa einweihen. Danke nochmal für die Herbege. 

Am nächsten Tag fuhr Axel dann zur Arbeit und ich zu Laura nach Berlin. Eigentlich nur wegen MP3-Nachfolger und einem Besuch beim jüdischen Museum. Haben zurzeit ne ziemlich coole Ausstellung. Aber leider wurde zeitlich nix aus dem Museum. Aber die Austellung geht ja noch bei August. Dafür war ich mit Schwager Thomas im
Saturn und ich suchte mir nen Nachfolger für meinen MP3-Kumpel aus. Ich stand echt ne Weile vor dem I-Pod touch, weil ich zeitweise dachte: "Wenn neu, dann richtig" Aber nachdem ich mir den Preis und die Bedienung genauer angeschaut hatte, merkte ich, dass sowas nix für mich ist. Soviel Spielerei und ich komm mit Touch-Screen nich klar. Und nach ner Weile entschied ich mich für den kleinen hier: 


 Ein Samsung U5

Ist von der Form her gleich, hat 4mal soviel Speicher, Radio und ist natürlich auch vom Menü her moderner. Bin bis jetzt vollstens zufrieden mit ihm und hoffe auf eine lange Freundschaft.

Doch das war nicht meine einzige Investition. Hab mir außerdem ein paar "Friends" Staffeln gekauft.... naja... sagen wir alle Staffeln.. also 10. Eine großer Schnäppchenkauf. Jetzt muss die Serie nur noch so witzig sein, wie ich sie in Erinnerung habe. Hab jetzt erstmal genug zu gucken. So nun noch ein Bild für die Herbergsmutter Laura, dann noch ein Lied und dann mach ich erstmal ne Power Point Präsi. 

Ein Lied mit soviel Wahrheit drin. Sollte ich mir und ein paar Freunde zu Herzen nehmen: 



Mittwoch, 7. April 2010

Ich kanns kaum erwarten.



Wegen solchen Szenen kann ich kaums erwarten bis die 8. Scrubs Staffel in Deutschland auf DVD erscheint. Die 7. hat mich aufgrund ihrer Kürze ziemlich enttäuscht. Aber die 8. ist die finale Staffel einer großartigen Serie, die mich stärker geprägt hat, als ich je erwartet hätte.

Ach ja und die Lady aus dem obigen Video mit dem Namen Kate Micucci wird nun auch offiziell in die Liste der Traumfrauen erhoben. Ihr braucht noch nen besseren Grund? Bitteschön:



So ich werd dann mal weiter schuften. Bauen nämlich nen Balkon. Voll so einen auf Neureicher Wessi. Naja bauen ist falsch. Wir machen aus unserem Glasanbau einen Balkon. Aber ist trotzdem voll High Society.

Sonntag, 14. März 2010

Gastautor/ Wir haben doch verdammt noch mal, nie darüber nachgedacht ...

Der Meister besucht den Tempel des Lehrlings. Dieser Satz ist für mich schönste Metapher für den Gastauftritt von Henry auf diesem Blog. Er fragte mich gestern, ob er bei mir einen Artikel veröffentlichen könnte und nach kurzem Zögern sagte ich zu. Ich mache eine Ausnahme, weil eigentlich hatte ja Henry mit der befristeten Stilllegung von Xesier auch seine Möglichkeit des Bloggens niedergelegt. Ich hab kurz überlegt ihm diese Bitte abzuschlagen, einfach um damit meinen Missmut über den eingeschläferten Blog zu zeigen. Aber Henry ist nach all den Jahren immernoch ein Lehrmeister in Sachen Blog und Nerdkram. Und natürlich ist er in erster Linie mein Freund. Vor ein paar Jahren schrieb ich auf seinem Blog. Heute schreibt er mal auf meinem. So schließt sich der Kreis. Und nun viel Spass beim Lesen.

Wir haben doch verdammt noch mal, nie darüber nachgedacht ...

Funktionieren Animes als Realfilme?


Früher war alles einfacher, und besser. Ich kam um 13:00 Uhr nach Hause, ich schaltete im Wohnzimmer den Fernseher an, nahm das leckere Essen, was mir meine Oma hochgebracht hatte und schaute für circa drei Stunden den einzigen Sender, der für mich zu dieser Zeit etwas bedeutete: RTL2. Und obwohl ich nicht mit allen Sendungen etwas anfangen konnte (Big Brother wird ja aufgrund einer Raum-Zeit-Störung merkwürdigerweise heutzutage immer noch ausgestrahlt), so war ich dennoch von diesen merkwürdig kantigen Figuren mit den großen Augen, die uns Vampy, später Be und letztendlich dann Pokito präsentiert haben, absolut fasziniert. Keine Frage, ich spreche natürlich von Animes.

Und ich weiß, es mag wie ein schlechtes Klischee klingen, aber der erste Anime, den ich wirklich bewusst wahrgenommen habe, war Pokémon. Ja, ich war einer derjenigen, die mit Ash Ketchum aus Alabastia mitgefiebert haben, als er das erste Mal auf Rocko traf, den Quellorden überreicht bekam, obwohl er Misty nicht besiegt hatte und schließlich dann auf dem Indigo-Plateau gegen Richie in einem Freundschaftsduell verlor. Ich war dabei gewesen. Ja! Und ab diesem Moment gab es für mich nichts Schöneres, als mir die Zeit mit Animes zu vertreiben.

Sailor Moon, Dragonball (oh ja), Ranma 1/2, Wedding Peach, DoReMi, Shin Chan, Inuyasha, Yu-Gi-Oh!, One Piece, Digimon, Beyblade, Kickers, Captain Tsubasa, Detektiv Conan, Duel Masters, Monster Rancher, Dr. Slump, fucking Hamtaro, Jeanne, die Kamikaze-Diebin, Mila Superstar, Pretty Cure, Prinzessin Erdbeer, Flint - Der Zeitdetektiv und Shaman King. Und das waren nur die Serien, die regelmäßig auf RTL2 liefen. Wenn man den Einfluss von Viva, MTV, Tele5 und Animexx noch dazu nimmt, dann hatte man Zugriff auf ein schier unglaubliches Angebot an gut ausgearbeiteten Zeichentrickserien, die zwar in einigen Fällen auch versucht haben, uns immer und immer wieder das Gleiche zu verkaufen, aber es trotzdem geschafft haben, dazu noch eine packende Handlung zu erzählen. Und obwohl ich ebenfalls ein großer Fan von amerikanischen Zeichentrickserien war, so kamen mir Animes trotzdem immer etwas besser vor.

Ich glaube, das liegt daran, dass die meisten amerikanischen Serien versuchen die Handlung mit bekannten sich selten ändernden Figuren zu erzählen, während bei asiatischen Produktionen am Anfang meist schwache Helden stehen, die sich erst im Verlauf der Serie beweisen müssen. Beide Varianten funktionieren natürlich auf ihre eigene Weise und man kann mit ihnen glücklich werden. So bieten amerikanische Serien durch ihren Ansatz die Möglichkeit, die Folgen häufiger anzuschauen, da die Charaktere nicht fest an einen bestimmten Punkt in einer Geschichte gefesselt sind. Das sieht man zum Beispiel bei South Park, den Simpsons, Family Guy, Familie Feuerstein oder auch bei Scooby Doo, bei denen die Charaktere sich so gut wie nicht verändern und ein Hinweis darauf meist für die Handlung unwichtig ist. Man kann sich also vollständig auf die entsprechende Episode konzentrieren und muss nicht überlegen, in welcher Hinsicht sich diese Folge auf die restliche Geschichte auswirkt.

Im Gegensatz dazu stehen viele asiatische Produktionen, die Charaktere in den Vordergrund stellen, die eine starke Umwandlung durchmachen. Dragonball, Kickers, DoReMi oder Mila sind perfekte Beispiele dafür, wie ein schwacher Protagonist oder eine schwache Mannschaft durch äußere Einwirkungen und Konflikte zu einer starken Person oder Team heranwächst. Diese Art und Weise führt uns viel näher an die einzelnen Personen heran und lässt uns starke Sympathien für ihre Anstrengungen empfinden. Das ist es auch, was mich letztendlich so sehr von Animes überzeugt hat. Die Gefühle und Emotionen, die sich in den gezeichneten Gesichtszügen widerspiegelten, sind einfach nur unfassbar gut.

Mich haben die packenden Geschichten und die unvergesslichen Charaktere der Animes deshalb nicht mehr losgelassen und heutzutage kann ich gar nicht mehr genug davon bekommen. Trotzdem fange ich hin und wieder an zu träumen und frage mich dann, wie es wohl wäre, wenn man diese Einzigartigkeiten, die mir so viel Freude bereitet haben, als etwas umsetzt, das noch wesentlich realer wirkt und vielleicht sogar Menschen erreicht, die sich noch nie mit Animes auseinandergesetzt haben? Ja, was wäre es, wenn man so unvergleichliche Serien wie Dragonball, Cowboy Bebop oder Samurai Champloo vielleicht als Film umsetzen würde? Bekämen diese genialen Anime-Serien dann mehr Zulauf und könnten sie einige Menschen vielleicht über die Darstellungen hinwegblicken lassen, die diese zuvor abgeschreckt haben?

In vielerlei Hinsicht bieten sich Anime-Serien für eine Filmumsetzung an. Es gibt in den meisten Fällen einen starken Protagonisten, eine umfassende ausgearbeitete Welt und einen recht leicht verständlichen Plot. Und gerade heute in einer Zeit, in der es Comicverfilmungen mehr und mehr schaffen Millionenbeträge auf die Konten von Produktionsstudios zu spülen, fragt man sich natürlich, warum es noch keinen großen Anime-Umsetzungs-Hype gibt. Ich denke, dass dafür zwei wesentliche Gründe verantwortlich sind. Zum einen sind Animes oder eher noch Mangas eine asiatische Variante des Comics und deshalb prädestiniert dafür auch auf dem asiatischen Markt angeboten zu werden, in dem sie einen viel größeren Einfluss haben. Zum anderen besitzen aber auch die meisten westlichen Produktionsstudios wenige Rechte an Animes und haben auch sonst wesentlich weniger Kontakt mit der asiatischen und allgemein der Comic-Buch-Kultur. Selbst der heutige amerikanische Comic-Film-Boom ist erst mit Spider-Man wirklich groß geworden.

Dennoch würde sich der Blick über den pazifischen Ozean sicherlich das ein oder andere Mal lohnen, denn im asiatischen Raum kranken die Filmumsetzungen der Animes häufig an abgehobenen und viel zu kleinen Aufnahmen. Tatsächlich arbeiten zurzeit sogar zwei große Studios an Umsetzungen zu einem Cowboy-Bebop- und einem Akira-Film und ich bin natürlich Feuer und Flamme, wenn es darum geht, Informationen zu diesen Filmen aufzusaugen. Trotzdem bleibt das eher verdeckt, die meisten Menschen interessieren die Umsetzungen nicht und dementsprechend gibt es auch wesentlich weniger Öffentlichkeitsarbeit als diesen großartigen Animes vielleicht zustehen würde.

Doch vielleicht sollte man noch ein wenig tiefer gehen und fragen, ob es denn unbedingt so sinnvoll ist, einen Anime als einen Realfilm umzusetzen. Im Grundsätzlichen halte ich das heute für einen Fehler, lasse mich aber trotzdem immer gerne vom Gegenteil überzeugen. Ich denke, dass Animes durch ihren Zeichenstil und auch durch ihre Einfachheit in einer Filmumsetzung so viel Charme aufgeben würden, dass die Realität alles, was den Anime gut gemacht hat, verschlucken würde. Und damit stehe ich ja auch nicht unbedingt allein da. Wie ich schon angesprochen habe, kranken viele Anime-Umsetzungen an einer weniger guten Produktionsqualität, aber habt ihr euch eigentlich schon einmal überlegt, was es bedeutet, wenn man beispielsweise Pokémon als einen realitätsnahen Film umsetzen müsste?

Wir haben doch verdammt noch einmal, nie darüber nachgedacht, dass Tiere, die Elemente aus ihren Rachen spucken können und die ständig in Kämpfe verwickelt sind, doch auch irgendwie gefährlich für Menschen sein könnten. Auch haben wir nie in Frage gestellt, dass ein zehnjähriger Junge auf Weltreise geht, um andere Menschen mit Tierkämpfen zu besiegen, um letztendlich nur an einem weiteren brutalen Tierkampf-Turnier teilnehmen zu können. Wir waren doch so unschuldig, verdammt. Aber nein. Das wäre nur ein Beispiel für die Probleme, die auftreten würden. Auch die Welt von Dragonball ist so gut wie nicht umsetzbar. Es würden so viele Witze einfach nicht funktionieren, weil diese allein auf der Naivität und Unschuld der Zeichnungen und Charaktere beruhen. Würde man wirklich einen Dragonball-Film (ich meine einen richtigen) drehen wollen, dann müsste man sich auf so viele Dinge konzentrieren, dass darunter wahrscheinlich die gesamte Handlung leiden würde. Und wem wäre damit geholfen?

Ich denke letztendlich, dass viele Filmumsetzungen von Serien darunter leiden, dass einfach zu wenig Platz für eine ausgewogene Einführung und eine spannende Geschichte vorhanden ist. Da bilden Animes mit ihren verwobenen Handlungssträngen sicherlich auch keine Ausnahme. Dennoch wünsche ich mir in meinem Herzen einfach auch einmal einen bombastischen Film, der die Helden meiner Jugend in eine Welt transferiert, die wesentlich näher an der Wirklichkeit ist, als Zeichentrickserien jemals sein können. Aber wer weiß, wo uns die Zukunft der Comic-Verfilmungen noch hinführen wird. Vielleicht werden ja Cowboy Bebop und Akira riesige Erfolge und ermöglichen auch andere Filmumsetzungen. Wirklich daran glauben, kann ich aber noch nicht.

Mittwoch, 11. März 2009

Freaks of the Week!!!


Die wilden 70er

Hammersitcom.
Hab mir die 2. Staffel bestellt, ist aber immernoch nicht da!
DRECK!

Update: Heute angekommen und wirklich großartig! Wirklich