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Montag, 13. Juni 2011

Ich würde hier gerne aussteigen, wenns keine Umstände macht.

Es wird mal wieder Zeit. Sätze verfassen, in der Hoffnung, dass vielleicht was brauchbares dabei ist. Wies mir geht? Habe das Gefühl in letzter Zeit zugenommen zu haben. Vielleicht liegts auch nur daran, dass es wieder wärmer wird. Nicht mein Wetter. Schnaufe nun noch mehr und die Schweißperlen schmücken meine Stirn.

Langsam muss ich mich nach einer neuen Bleibe hier in Weimar umschauen. Mein Mietvertrag  endet Oktober und davor muss ich hier was finden. Ich will auch garnich länger hier wohnen. Wobei für das Zimmer eigentlich viel spricht. Billig, groß und tolle Lage. Aber der Vermieter hat dann andere Pläne mit der Wohnung. Und selbst wenn nicht. Sagen wirs so. Die Situation zwischen mir und meiner Mitbewohnerin ist.... schwierig. Wir reden garnicht mehr miteinander und auch sonst, scheint sie eher genervt von mir zu sein. In meiner Gutmensch-Phase denke ich einfach, dass sie immernoch ein guter Mensch ist, aber wir einfach sehr sehr unterschiedlich sind. Aber ich will hier nicht auf, meiner Ansicht nach ,komischen Gewohnheiten rumhacken, wenn ihr nie die Perspektive von ihr kennenlernen werdet. Vielleicht bin auch mehr Assi als ich manchmal glaube, und sie hat garnich unrecht.
Wegen möglicher neuer WG kommt auch der Max in Frage. Der sucht genau am Ende des Semesters, und ich fänds großartig mit ihm ne Wohnung zu teilen. Aber leider bin ich nich der einzige Freund von ihm, der da um das Zimmer buhlt. Alte Freunde aus seiner Heimat zeigen auch Interesse. Und nun hat er das Dilemma. Sicherhaltshalber muss ich mich wohl auch woanders umschauen. Alles wird gut. Bestimmt.

Ich bin jetzt seit Ostern nicht mehr in Forst gewesen. Und langsam wirds mal wieder Zeit, nicht nur wegen Freunden. Auch das Fehlen von Familie sollte man nicht unterschätzen. Aber am 24. bin ich wieder vor Ort. Um Mutters Geburtstag zu zelebrieren und sich auch mal beim Abiball zu zeigen.


*Kurzer Zwischenwurf* Höre gerade diese Playlist und find sie bis jetzt großartig.

Und jetzt zeigt sich wieder ein Problem, warum ich diesen Blog beenden werde. Wenn ich rumlaufe, hab ich tausend Gedanken, jede Menge Sorgen, hundert Ideen. Sitze ich vor dem Schreibtisch, ist es alles weggeblasen. Nur der ADS Wilhelm will sich wieder durchs Netz klicken. Nichts machen, Zeit verschwenden.
Ich muss dringend etwas an meinem Lebensrhytmus ändern. Wenn ich unter Leuten bin, geht des alles. Aber wenn ich allein bin, ist meine einzige große Ablenkung das Internet. Ich hab noch ein Buch von Weihnachten hier rumliegen und es bis jetzt nur bis zur Hälfte gelesen. Dabei ist es wirklich gut.


Alles ist gerade eine Gerade. Keine Höhen, keine Tiefen. Kleine nette Abende mit netten Leuten. Kleine nette Abende mit mir allein und Internet. Ich glaube mein Hauptproblem ist, dass ich mir hier nicht weiterentwickle. Sei es wissenstechnisch durch das Studium, oder sozial. Mir gefällt diese Partykultur hier einfach nicht. Ich mag diese Minimalelektrohousetechno-Musik nicht, und ich habe so oft das Gefühl, dass die Leute hier zu Partys gehen, damit sie sagen können, dass sie da waren und das es ja sooo abgefahren war. Ich finds dann einfach nur derbe langweilig und bin dann wieder uncool, weil ich vor um 1 die Party verlasse. War vergangenen Samstag in Jena. Da auch das gleiche. Wenn ich nur mit den Leuten unterwegs war, wars wirklich toll, aber sobald wir einen Club betraten, fand ichs derbe langweilig. Ich bin nicht dafür gemacht.

Wollt ihr noch nen Downer? Schaut euch die South Park Folge an. Und dann noch ein Abgrenzer meinerseits. Ich bin weder ein Anhänger von Odd Future, noch bin ich derbe aufgeregt wegen dem Casper-Album. Es ist mir egal. Jetzt hab ichs gesagt. Ich denke Martin kann mir noch verzeihen. Die gesamte Hardcore-Szene Deutschlands wahrscheinlich nicht. Find ich nicht so wild. Hab die eh nicht gemocht.
Außerdem. Bin kein Nerd. Ich bin ein Geek. Danke für die Aufmerksamkeit.



Ich vermisse meine Vergangenheit.

Samstag, 30. April 2011

Lang lebe der Blog

Um gleich mal die "Pika Pikachu Saga" Fans unter euch zu vertrösten und auch gleich zu enttäuschen. Ich hab jetzt eine Woche nicht gespielt. Matti hat mir vor 2 Wochen das "Pokemon Trading Card Game" in die Hand gedrückt. Und dass hat mich über Ostern zur Verzweiflung gebracht und gleichzeitig gefesselt. Faszinierend wie dich so eine virtuelle Pikachu-Münze zur Weißglut bringen kann. Schöne Situationen im Wohnzimmer gehabt, während Eltern Fernsehn schaun. "Verfickte Scheiße ist das" "Also Wilhelm, ich finde die Doku interessant."  "Mutter, ich rede mit dem Gameboy, nicht mit euch. ACH, FICK DICH DOCH!"

Und Weimar und besonders Studium ist gerade sehr stressig. Weil schon kommende Woche Backup-Festival und alle um mich rum am Rotieren. Des heißt neben Vorlesungen sitz ich die meiste Zeit im festival-Büro und render Filme oder kümmer mich um Pressekram. Naja, wenigstens hab ich da nette Leute um mich rum. Außerdem hab ich mir noch ne Co-Moderation aufschwatzen lassen. Für den Spacekid headcup. Ist hier ein jährliches Seifenkistenrennen. Als man mich fragte wegen Moderation, dachte ich des wäre so ne kleine Sache mit so ca. 100 Leuten. Ich habe mich anscheinend geirrt. Es werden so um die Tausend erwartet. Und ich hab keine Ahnung, ob ich in meine alte Schulzeiten Moderatorenrolle noch reinkomme und ob Weimar sowas überhaupt mag. Ich werde jämmerlich scheitern.

Nun erstmal ein kurzer Teil der Saga.

2. Kapitel

Nun begann das Abgrasen. Ich hab mir noch ein Taubsi zugelegt und hab die dann alle schön auf Level 12 gebracht, weil ich mir nicht mehr sicher war welche Level die Pokemon von Rocko haben. Zwischendurch noch im Museum gewesen und für 50! Pokedollar langweiligen Kram angeguckt. Wiedermal drauf reingefallen. Verdammt. Naja, im Anschluss Rocko und seinem Praktikanten volle Breitseite gegeben. Pikachu ist uns mittlerweile wohlgesonnen. Danach Richtung Mondberg und ein paar Gören und Pfadpfinder um ihr Muttigeld erleichtert. Nervigster Gegner: Typ, der Rettan benutzt. Wickel zieht so gut wie nichts ab, geht aber über 5 Runden. Boah. Im hohen Gras dann noch ein Menki und ein Sandan gefunden. Im nächsten Pokemoncenter wollte mir ein netter Mann ein Karpador verkaufen. 500 Öken. Hab gleich 2 gekauft. Weiß ja nie. Glaubt ihr wirklich, oder was?! Natürlich nicht. Bin ja nicht bescheuert. Reicht ja, dass ich die ersten 2 Mal als ich Pokemon gespielt hab, drauf reingefallen bin. Mich dann in den Mondberg begeben. Wie ich ihn hasse. Immer schon. Zwar ein Kleinstein gefangen und dafür Sandan auf die Datenbank gelegt, aber sonst treiben sich ja nur Zubats rum. An sich nicht wirklich stark, aber wenn du alle 2 Schritte angegriffen wirst, geht des doch schon auf die KP. Und weil ich eine alte EP-Hure bin, benutz ich keine Flucht. Und darum musste ich öfters zurück zum Pokemoncenter um die Viecher zu refreshen. Hab mittlerweile meine Nidorans, Taubsi und Pikachu auf Level 15. Der Rest hängt ein bisschen hinterher. Werde mich nun weiter vorwagen. Oh, was ist das! Ein wildes Zubat! Verrückt.


Und ich hab noch etwas mitzuteilen. Ich werde meinen Blog am 9. Juli schließen. Es kommt vielleicht für euch ein bisschen überraschend, aber wenn ihr ehrlich seid, kriege ich den Kessel seit Neujahr nicht mehr wirklich zum Laufen. Mittlerweile kostet mich jeder Artikel mehr Anläufe und Überwindung. Ich würde sogar soweit gehen und sagen, dass es für mich sowas wie eine leidige Aufgabe geworden ist. Ich hab am vergangenen Dienstag viel darüber nachgedacht und bin zum Schluss gekommen, dass ich hiermit aufhören sollte, bevor ich ihn langsam ausbluten lasse. Ich hatte ein bisschen gehofft, dass sich in den darauf folgenden Tagen meine Meinung ändern würde, aber das tat sie nicht. Aber weil ich hier nicht alle total damit überrennen will und weil ich es auch irgendwie romantischer finde, habe ich die Deadline auf den 3. Geburtstag gelegt. Ich werde bis dahin hier noch in unregelmäßigen Abständen raufhaun, aber mir selber keinen Druck mehr machen.

Keine Ahnung woran es liegt. Vielleicht ist es das Studium und der damit verbundene Zeitaufwand. Vielleicht liegt es an Facebook und dass ich da viel Kram in Miniposts verbrate. Vielleicht liegt es daran, dass ich mir hier selber immer lächerlicher vorkomme. Wahrscheinlich ist es ein Mix aus dem Allen. Ich will ehrlich sein, ich werde nicht versuchen, hier noch irgendwas zu retten. Der Kessel hatte 2009/2010 seine Blütezeit. Davor und danach war hauptsächlich Kleinkram und Mist. 
Ich kann nicht versprechen wie es weitergeht. Vielleicht konzentrier ich mich mehr auf die Xesier-Podcasts. Oder ich bring ein bisschen das Gemeinschaftsblogprojekt von den Forster Jungs ins Rollen. Oder ich verschwinde ganz als aktiver Blogger. Mal schaun. 
Der Blog ist tot, lang lebe der Blog. 

Und nun ein Lied, was ich zur Zeit gern auf meiner Beerdigung hören würde: 

The Mountain Goats "This Year" from A Bruntel on Vimeo.


Schon 2mal auf dem Blog gewesen. Meiner Meinung nicht oft genug.

Freitag, 11. März 2011

Back in Action

Wie so mancher Held nach geschlagener Schlacht schnaufend aus den Trümmern steigt, so steige ich aus 3 bestandenen Prüfungen wieder in die Welt der Blogger. Die Fans haben geschrien, nun habe ich sie erhört.
Meine Angstphase, die mit dem Nachschreiben meiner Systemtheorieklausur begonnen hat, liegt nun hinter mir.
Ich hab gleich danach mit Urlaub begonnen und war erst ein paar Tage in Forst und danach gleich in Berlin, wo ich noch bis Sonntag rumlungern werde. Ich hatte einen schönen Urlaub. In Forst wiedermal mit Eltern und den ein oder anderen Freund geplauscht und sogar ne LAN-Party bei Henry gehabt. War zwar nur aus Shootern zusammengesetzt, aber war trotzdem schön. Schon allein der Blick von Axel, wenn man ihn wiedermal erwischt hat, ist diese ganze Aufbau, Abbau Sache wert.


Ich war in Potsdam und habe Erik und Theo besucht. Durfte auch gleich Hanne, Theos bessere Hälfte, kennenlernen. Wobei. Theo besteht an sich nur aus guten Hälften.... Ja,ja. Golm, also ihr Fakultätenort, war jetzt nicht so schick, aber trotzdem hab ich an dem Tag mehrmals drüber nachgedacht, in der gleichen Stadt, wie die beiden zu studieren. Potsdam ist für mich immernoch ne schicke Stadt. Hab sie bis jetzt auch nur im Sonnengewand erlebt.

Donnerstag wollte ich eigentlich schon nach Angermünde, aber durch den Bahnstreik hab ich aufs heute, also Freitag verschoben. Meine LieblingsWG wird auch besucht. Ihr seht ich nutze meine freien Tage um irgendwie in alte Zeiten abzutauchen. Aber damit kommt auch die Gewissheit, dass sich Sachen weiterentwickeln, auch wenn man nicht dabei ist. Die Potsdamjungs haben jetzt nen eigenen Studentenfreundeskreis. Mit FÖJ-Bekanntschaften geht kaum noch was. Wahrscheinlich wird es morgen ähnlich in Eberswalde und Angermünde. Die Uhr bleibt nun mal nicht stehen. Irgendwie verletzt es den Stolz des arroganten Wilhelms in mir, aber der altweise Wilhelm lächelt nur beschwichtigend darüber.

Wenn ich Sonntag wieder nach Weimar fahre, warten da noch 1 1/2 Hausarbeiten auf mich. Ich denke ich werde es nun leichtfüßiger angehen können, da mir die Prüfungssachen nicht mehr im Kopf sitzen. Und ich werde da meinen Geburtstag verleben, keine Ahnung wie genau, aber ein paar Weimarhoschis werden sich schon finden.

I´m back in my Blog. I´m back in my head. Welcome.





HIPPIES!

Samstag, 8. Januar 2011

Held

spiderman 

Meine erste Heldengeschichte

So oft hab ich nun versprochen davon zu erzählen und nun wage ich mich daran. Ich werde es nie so vielseitig erzählen, wie es in meinem Kopf aussah und auf euch wirkt es wahrscheinlich eher ein bisschen lachhaft. Ihr werdet merken, ich hab viel bei anderen geklaut. Bei TV-Serien, bei Comics, bei Filmen. Der Plot ist wie von einem 10 Jährigen erdacht. Wartet mal. Stimmt, ich war da 10 als ich es mir ausgedacht habe. Einige alte Grundschulfreunde werden sich hier wiederfinden. Fangen wir an.


1.Staffel
Ich bin 6. Klasse und wir haben einen Ausflug in irgendein Forschungszentrum. Während der Führung, sehe ich wie 3 Typen aus meiner Klasse, Jonas, Robert und Robert sich von der Gruppe entfernen. Meine Kumpels, Paul und Christian und ich folgen ihnen. Schlussendlich landen wir auf einem Testgelände und werden dadurch alle Opfer unbekannter Strahlung. Doch wir merken erst Anfangs nichts von der Strahlung. Ein Forscher entdeckt uns 6 und schickt uns zurück zu der Gruppe. 

Ein paar Tage später entdecken wir alle Veränderungen bei uns, ohne davon vom anderen zu wissen. Christian beherrscht plötzlich die 4 Elemente (Sie erscheinen in seinen Handflächen) und kann mit Kraft seiner Gedanken Waffen erscheinen lassen. Paul kann das Wetter beeinflussen und beherrscht alle möglichen Kampftechniken. Und ich? Ich besitze plötzlich unglaubliche Körperkraft (Hulk, anyone?) und Psychokinese. Wir haben nur ein Problem. Nach kurzer Zeit scheint unser Körper unter dieser Kraft zusammenzubrechen. Wir können sie also nicht einsetzen. Doch leider können es die Bösewichte schon. Robert kann seinen Körper nun in Metall umwandeln und dabei verschiedene Waffenformen annehmen, Jonas hat auch eine unglaubliche Körperkraft. Und der andere Robert kann Tiere befehligen. Diese 3 Typen finden sich zusammen und merken schnell welche Macht sie haben. Sie sind gerade mal 12 und trotzdem schon vollkommen böse. 

Und wir können sie nicht aufhalten. Bis wir merken, dass Julius noch klüger ist, als dass er in der Schule scheint. Er ist auch Erfinder und nachdem er unser Problem erkennt baut er uns Anzüge. So goldene Ironmanrüstungen. Und dank ihnen kann unser Körper nun diese Kräfte bändigen. Wir können sogar damit für kurze Zeit gleiten. Und damit traten wir den andern 3 entgegen. WIr schützen Forst sogut es ging und versuchten nebenbei ein normales Leben als Grundschüler zu führen. 

Beinahe täglich sprang ich nachmittags allein durch den Garten und in meinem Kopf standen mir meine 2 Kumpels zu Seite. Es war meine Fernsehserie. Jeden Tag eigentlich immer das gleiche. Die Bösen wollen was machen, wir treten auf und es gibt spannende Kämpfe und am Ende sind wir immer als Sieger vom Platz gegangen. Und irgendwann war dann Schluss, jedenfalls für ein paar Wochen. Keine Ahnung was mich abhielt. Vielleicht zuviel Fernsehn, vielleicht die Schule. Ich verlor langsam den Faden zu dieser Geschichte. Aber ich wollte sie nicht begraben. Und so blieb mir nur das einzig vernünftige übrig um die Geschichte vor dem Quotentot zu retten. Ich ging in die Zukunft.

2. Staffel

Ich weiß nicht mehr genau wie, aber das Böse hatte gesiegt. Mittlerweile war ich und meine Kumpane um die 21 Jahre alt und die Welt hatte sich sehr geändert. Roberts Gang herrschte nicht nur über Forst, sondern über ganz Europa. Es war alles leicht postapokalyptisch. Ich, Paul und Christian wurden in einer Schlacht verherrend geschlagen, wir hatten zwar überlebt, aber mussten mit Ansehen, wie das Böse nun das Land beherrschte. Mittlerweile hatte auch Robert Wissenschaftler um sich und sie schafften es aus dem Blut die Fähigkeiten der Helden zu gewinnen. Sie entwickelten ein Serum und so rekrutierte Robert mit der Zeit eine Armee von Superbösewichten. Er vergößerte seine Liga auf 8 Bosse. Killerroboter hatte er mittlerweile auch. 

Irgendwann war es uns zuviel. Wir wollten den Menschen wieder helfen. Und so wurden wir sowas wie eine Untergrundgruppe. Wir bildeten eine Guerilla, retteten unschuldige Menschen und versuchten diesen Dikator entgegenzustehn. 
Doch mittlerweile wurden meine Geschichten erwachsener. Ich ließ Freunde und Familie sterben, ich brachte Liebesgeschichten mit ein. Ich lies die Gruppe verschiedenste Konflikte durchmachen. Ich orientierte mich nicht nur an RTL2 Cartoons, sondern mittlerweile auch an RTL Soaps. Wir drei fanden sogar unsere große Liebe. Paul kam mit Luise zusammen, Christian mit einer Fremden. Ich kam mit Sophie zusammen. Doch davor musste ich ihr dunkles Geheimnis ergründen. Sie war ein Vampir. Sie musste zeitweise ihren Blutdurst stillen, sonst wurde sie zu einer Bestie, die sich nicht kontrollieren konnte. Ihr Vater entwickelte zum Glück ein Blutersatzserum (Blade, anyone?)  Diese Staffel beschäftigte mich sicherlich auch locker über ein Jahr. Ich beendete sie kurz bevor ich auf das Gymnasium kam. Schlussendlich siegte das Gute. Wir vertrieben die Bösen aus Europa, wir bauten das Land wieder auf und wir gründeten Familien. Die Gesellschaft hatte sich nach diesen Jahren bedeutend verändert. Sie war nun voller Mutanten. Viele wurden damals dazu gezwungen und haben damit nichts böses im Sinn. Trotzdem behielten wir ein Auge über die Menschen. Alles war friedlich.

 3. Staffel

Auf dem Gymnasium hörte ich mit der Geschichte nicht auf, sie ging nur in die nächste Runde. Ich wollte mich wieder mit einem Helden-Ich besser identifizieren können. Helden Wilhelm war ja mittlerweile  über 30. Und so erfand ich neue junge Charaktere. Die Kinder meiner Helden. Paul hatte einen Sohn mit Luise, Ich einen Sohn mit Sophie und Christian eine Tochter mit seiner Frau. Mittlerweile haben die Helden zusammen mit Julius eine Organisation gebildet, die weltweit agiert und versucht für Gerechtigkeit zu sorgen. Die Bösewichte sitzen irgendwo in Südamerika und sind ein wenig in Vergessenheit geraten. Es beginnt nun eine wichtige und spannende Zeit. Die Kinder sind nun um die 14 Jahre und sollen ein Internat besuchen für Kinder mit Fähigkeiten (Hogwarts/X-Men Mix) Erst streuben sie sich, da sie es nicht als nötig ansehen, dass ihnen beigebracht wird, wie man mit den Fähigkeiten umgehen muss. Sie sind die Kinder der ersten Helden und kamen von klein auf mit den Fähigkeiten in Berrühurng. Interessante Nebensache: Ich hatte nie wirklich feste Namen für die Kinder. Manchmal dachte ich mir coole englische Namen aus, wie Jack oder so, aber das varierte ständig. Und so liess ich sie einfach irgendwann weg. Der Fokus konzentrierte sich nun auf die Probleme der Teenager. Es gab immernoch Kämpfe, mit Mitschülern, Ex-Soldaten und allerhand Gesocks, aber nun wurden auch Liebestragödien erzählt und Freundschaften brachen auseinander. 

Die ältere Generation hatte mittlerweile einen Götterstatus erreicht. Nicht selten wurden aussichtslose Kämpfe durch ihr Auftreten entschieden. Zeitweise hatte ich meine Helden ziemlich überpowert. Nicht nur ihre Anfangsfähigkeiten wurden immer stärker. Irgendwann brachte ich Ausserirdische ins Spiel. Und um die zu besiegen, bekamen die Jugendlichen durch andere Ausseridische Geisterseelen Dragonball Z ähnliche Fähigkeiten. Samt Aurasteigerung und Ultraformen. Ich hielt mich kaum noch an feste Reihenfolgen. Willkürlich griff ich alte Geschichten wieder auf, änderte schon geschehene Sachen wieder um. Und es war okay. Ausser mir gab es keine Zuschauer. Nur ich erlebte die Halbvampirkonflikte, den Verlust der Superkräfte durch ein neues Gesetz, die Arenenkämpfe im Internat.

Und wie schon gewarnt liest sich dass hier wie ein einzig großer schlechter Mashup. Wahrscheinlich ist auch nicht mehr. Für mich ist es aber ein Epos der mich über 5 Jahre in meinem Kopf begleitet hat. Keine Ahnung warum ich mit dieser Geschichte aufhörte. Sie bekam nie ein Happy End. Sie verschwand einfach. Sie wurde ersetzt durch andere Geschichten. Aber keine hatte jemals die Dauer dieser ersten.
Früher bin ich dazu wie blöd durch den Garten gesprungen. Heute reichen mir einfache Handbewegungen um mir vorzustellen wie brennende Menschen durch die Straßen fegen. 
how to be a super hero


Samstag, 18. Dezember 2010

Türchen Nummer 18

Manchmal da möchte ich einfach nur ein Beschützer sein. Ich möchte Freunde davor beschützen Angst zu haben. Ich will sie vor Fehlern schützen. Ich will Leute vor der Trauer schützen. Lasst mich euch schützen. Meine liebsten Helden, sind die, die sich aufopfern.






















Meine Stadt Forst hat nicht den besten Ruf. Eine sterbende Stadt. Grau. Hoffnungslos. Doch je länger ich fern ab von Forst lebe, desto mehr merke ich, dass ich mit dieser Stadt verbunden fühle. Diese Stadt hat mich aufgezogen, mit all ihren verrückten tollen Charakteren. Hier läuft natürlich vieles falsch, und trotzdem schaffen es die Jugendlichen hier tolle Eigenarten zu entwickeln. Als ich gestern abend auf der Party des 13. Jahrgangs war, musste ich an diesen Vorstellungen zweifeln.

Bevor ich mich dahin aufmachte, fragte ich noch Jonas, ob er auch kommen will:

ringvernichter17.12.2010 20:48
heute abend metallbau´?
Alpa Chino17.12.2010 20:48
nee ich komm nich dahin
ringvernichter17.12.2010 20:48
willst darfst oder kannste nich
Alpa Chino17.12.2010 20:50
wollen.. hab nich so lust mich von irgendwelchen kettentragenden faschos belabern zu lassen.. hab bisher nur schlechte erfahrungen mit diesem discozeug.. aber zu euer jahrgangsparty komm ich ;-)
ringvernichter17.12.2010 20:51
naja ich werd mal gucken gehen wer so da ist. wenns zu krass wird hau ich ab.
ringvernichter17.12.2010 20:51
schade. haben die mitterweile echt son status, dass die leute vergraulen
ringvernichter17.12.2010 20:51
ich kannte die anfangs noch als minderheit
ringvernichter17.12.2010 20:53
najuti dann mach dir trotzdem noch nen schönen abend. man sieht sich. ich sag nur nachtrodeln.
ringvernichter17.12.2010 20:53
bis dann
Alpa Chino17.12.2010 20:53
ja das hat sich verschlimmert!
ringvernichter17.12.2010 20:53
fuck


Und so machte ich mich auf den Weg zum Metallbau. Ich hab schon erwartet ein paar Faschos anzutreffen. Sie waren immer dabei. Aber sie waren immer nur eine Minderheit. Eine Minderheit die zwar von mir nicht gern gesehen war, aber meistens nicht weiter die Party beeinflusst hat. Und das Gespräch mit Jonas machte mich nachdenklich. Und ich ging mit einer bestimmten Einstellung zur Party. Ich fühlte mich wie der Protagonist in einem dieser Filme, wo er seit langer Zeit in seine Heimatstadt kommt und dann sieht was fürn Drecksloch draus geworden ist. Irgendwie war ich aufgedreht. Ich nahm mir vor wenigstens die Faschos mit bösen Blicken und so zu strafen. Zur Einstimmung hörte ich auf den Weg dorthin ein bissl Kanye. Und was wurde aus meinen Versprechungen? Gleich am Eingangstor stand ein ehemaliger Klassenkamerad, der auch er dem rechten Lager zuzuordnen ist.

Und wie war meine erste Begegnung mit dem rechten Lager?

"Na, Willi wie gehts?"

"Joa, ganz gut. Ist schon viel los?"

"Ne, noch garnix, trinken wir nacher einen zusammen?"

"Na,klar."


That´s why I never be a hero....


Und es war wirklich noch nicht viel los. Aber Henry war schon da und wir laberten. Und plötzlich kamen sie. Es waren nicht nur die üblichen 5 Mann. Es waren dutzende. Immer mehr kamen dazu. Und gegen 12 kam mir die Erkenntnis. Aus dieser Minderheit wurde das allgemeine Bild des Forster Jugendlichen. Na, klar waren auch nette Leute dabei. Aber wir waren in der Unterzahl?

Und wenn ihr jetzt mit Argument kommt, aber die waren doch friedlich, dann hier noch ein paar Anekdoten.

Als ich einen von den Frage, warum seine Hand eingegipst sei, sagt er nur: "Bin unglücklich gefallen... belassen wirs dabei"


als Teddy kam, bin ich auf ihn zugerannt und bin dabei durch die Massen gedrängelt. Teddy meinte danach zu mir, das hätte einige böse Blicke auf mich gezogen. Merke! Nazis sind wie Raubtiere. Keine schnellen Bewegungen!


Apropos Raubtiere, die dazugehörigen Mädels trugen schätzungsweise den gesamten Leopardenbestand Afrikas als Oberteile. Ich lege große Hoffnungen in diese Frauen. Sie können diese Bewegung aufhalten. Wenn die Irgendwann sich gegenseitig hassen und sich die Typen ausspannen wird sich hoffentlich diese Kameradschaft in den Abgrund stürzen.


Ich hab an dem Abend die unterschiedlichsten Geschäftsideen entwickelt. Von Partyfotos an die Antifa verkaufen, über Prügeleien filmen und unter dem Namen "Nazis gone wild" zu verkaufen und Führungen zum Gedenkstein der Forster Synagoge anzubieten. Ich habe diese Späße gemacht um meine Machtlosigkeit zu überdecken. Was wurde aus meinem Gotham City? Sehen so jetzt alle Partys aus in Forst? Ist dass das Bild der Jugend? Ich weiß, ich hatte dieses Thema schonmal. Aber damals zeigten sich zwar die Nazis viel öffentlicher, aber nicht so groß von der Anzahl her. Gestern waren soviele Faschos da wie noch nie. Wäre des ne Geburtstagsparty von einen von den gewesen, oder die Record-Release Party von Prussian Blue hätte es mich ja nicht gewundert. Aber verdammt nochmal! Das war die offizielle Party des Abiturjahrgangs!


Ich hab gestern abend sogar geplant mal mit nem Mädel rumzuknutschen, aber der Perosnenkreis hat mir den ganzen Abend versaut. Teddy nahms nicht so eng, er tanzte ausgiebig und war gut drauf. Er meinte auch zu mir, ich solle mir nicht so ein Kopf drüber machen, und mich lieber über die Leute freun die ich mag. Aber ich kann bei solchen Partys sowas nich. wir Nerds sind schon immer die Aussenseiter. Aber bei meinen alten Partys wars den Leuten egal. alle waren gut drauf und auf der Tanzfläche tanzten Hardcorepeople mit Tussis und Nerds. Gestern abend hatte ich Angst überhaupt Leute anzurempeln. Falscher Blick zur falschen Zeit und du hast dir nen Feind gemacht.


Trauriger Höhepunkt des Abends: Hitlergruß während KlingKlang von Keimzeit gespielt wurde. Mein Songwunsch des Abends war "Schrei nach Liebe." Er wurde nie gespielt.


Um 3 bin ich dann nachhause gelaufen. Vollkommen fassungslos. Das wirklich traurige an diesem Abend waren nicht die Massen an Nazis, sondern wie der Rest drauf reagiert. Es ist ihnen egal. Es ist Alltag hier geworden. Warum muss Forst plötzlich das Klischee erfüllen? Warum hat dieses Pack mittlerweile so nen Status, dass Leute wie mein Cousin keinen Bock mehr haben auf Partys haben, weil man auf die Typen treffen könnte. Wäre ich Bruce Wayne, würde ich heute Abend in mein Kostüm schlüpfen und in der Stadt und auf den Dörfern ein paar Clubs einen Besuch abstatten. Dafür sorgen, dass ihnen klar wird, dass diese Stadt nicht ihnen gehört und niemals gehören wird. Aber ich bin nicht Bruce Wayne. Ich bin nur ein Typ, dem das all egal sein kann, weil er hier eh nicht mehr wohnt. Ist es mittlerweile so krass hier, dass man nur noch zwischen Park 7 und Dorfclub wählen kann?


Wenn die Nazis von ihren Dörfern nun in die Stadt ziehen und wahrscheinlich hier schon mehr rekrutieren, als dass es die Linken können, dann wird dass hier noch alles sehr unschön.


Forst, was hat dich bloß so ruiniert?

Montag, 13. Dezember 2010

Türchen Nummer 13

Die Wesen in mir

Ich bin gerade sehr wirr im Kopf. Gestern abend, wäre ich bald vor plötzlicher Zukunftsangst auf der Straße zusammengebrochen. Heute habe ich ein reges Selbstgespräch mit mir auf offener Straße geführt und bin öfters in lautes Lachen ausgebrochen. Ich habe viel über mein Wesen nachgedacht. Ich merke dass ich mehere Wesen in mir trage. Vielleicht geht es euch auch so. Sobald ich allein unterwegs bin falle ich in meine Traumwelten. Manchmal werde ich so nachdenklich, dass es mich betrübt. Ich überdenke gerade viel von mir selbst. Sobald ich mit meinen Komillitonen zusammen bin, laber ich wieder ganz normal, mache meine Witze. Und es ist keine Maske. Es ist nicht so, dass ich nur ein Schauspieler bin und eigentlich innerlich total betrübt bin. In diesen Momenten bin ich einfach gut drauf. Ich trage mehrere Wesen in mir.

Manchmal bin ich unglaublich wütend. Wütend auf mich. Wütend auf diese Menschen da draußen. Manchmal lass ich diese Wut an den falschen aus. Ich merke wie ich jeden Sonntag in Forst angepisst bin, weil ich wieder diese nervig lange Fahrt nach Weimar vor mir habe. Und dann lasse ich diese Wut an meiner Mutter aus. Weil sie die gutmütigste von uns ist. Ich gebe schnippische Antworten und reagiere übertrieben zynisch. Und dass hat sie nicht verdient. Und wenn ich mir dessen bewusst werde, dann werde ich noch wütender. Wütender auf mich.

Ich erzähle oft von meinen Kopfgeschichten. Von den Helden, die ich mir vorstelle wenn ich allein durch die Gegend laufe. Und wahrscheinlich hört es sich witzig an. Ich hab hier in Weimar einen Schuljungen gesehen der fechtend durch die Gegend lief. Und ich mach nichts anderes. Nur passiert alles in meinem Kopf. Manchmal auch unterstützend durch Fingerarbeit. Letztens dachte ich darüber nach wie lächerlich dass alles scheint. Aber es ist unheimlich wichtig für mich. Es ist meine Art der Alltagsmeditation. Ich werde euch die nächsten Tage mal von meiner ersten Geschichte erzählen. Diese Geschichte lief in meinem Kopf über 5 Jahre lang. Sie wird ziemlich halbgar erscheinen. Voller Klischees. Aber natürlich ist es voller Klischees. Ich habs mir mit 11 Jahren ausgedacht. Und natürlich dürft ihr das Belächeln. Aber macht euch bitte eins bewusst. Ich eröffne euch damit einen wichtigen Punkt meiner Kindheit. Damit hab ich mir meine Welt erklärt und auch kompensiert.

Wenn ich Leuten davon erzähle, dass mein Kopf gerade am Durchdrehen ist, dann sind sie besorgt. Sie denken ich wäre nur traurig, oder sogar depressiv. Aber ich bin nur verrückt. Ich springe von dummglücklich, zum Philantrophen, zum Zyniker. Manchmal mehrmals am Tag. Ich denke nichtmal dass es mich zu was besonderen macht. Ich glaube wir alle machen es so. Nur unterschiedlich stark.
Ich höre in letzter Zeit viel Wir sind Helden. Daher für euch.



Ich hab keine Gastautoren mehr im Petto. Ich bitte euch. Die nächsten Tage sind stressig bei mir. Angeblich soll ich Dienstag hier endlich Internet kriegen. Ich trau dem Frieden nicht. Und wenn ich mir schon was wünschen will, dann wünsch ich mir hier mehr Frauen. Schreibt. Bitte.


"Du bist so ein toller Mensch und sei ein bisschen mehr stolz auf dich und stell dich nicht immer mit anderen auf eine Stufe und vergleich dich!"  Das gilt für uns alle. Kein Wettbewerb. Kein Gift unter uns. Gute Nacht.

Sonntag, 12. Dezember 2010

Türchen Nummer 12

Heute ist 3 Advent. Und heute ist der David Gastblogger. David kenne ich seit meiner frühsten Kindheit. Bald jedes Krippenspiel hatte ich mit ihm zusammen. Ach Mensch, jetzt spoiler ich. Sorry. Lest selber. Viel Spass!

"Krippenspiele."


Advent heißt ja soviel wie "der Ankommende". Nun von einer Sache, die auch jedes Jahr im Advent ankommt - mal gut, mal weniger gut :).
Seit ich mich erinnern kann, beginnt mit der Vorbereitung auf Weihnachten, der Adventszeit auch traditionell die Vorbereitung auf den Weihnachtsgottesdienst, die "Krippenspielzeit". Wer in seinem Leben bisher mal Teil irgendeiner kirchlichen Kinder- oder Jugendgruppe war, wird wissen, was ich meine. Fieberhaft werden mögliche Stücke gesucht, die man der Weihnachtsgemeinde im Gottesdienst vorstellen kann. Die ausgewählten Stücke lassen sich meist in zwei Gruppen teilen:
Oft wird die traditionelle Weihnachtsgeschichte nach Lucas oder Matthäus gespielt, zur Auflockerung steht mal ein Zeitreisender, ein Herbergsbesitzer oder auch mal ein Esel im Mittelpunkt.

Die zweite Möglichkeit ist, die Weihnachtsgeschichte wird "irgendwie in die heutige Zeit" transformiert und der Pfarrer muss sehen, wie er das ganze noch mit einer anschließenden Predigt rettet.
Während die Junge Gemeinde (die Leute über 15) meistens letztere Variante mit mehr oder weniger Engagement probiert, war die erste Variante in der Christenlehre (alles, was jünger ist) gebräuchlich.
In so einem Stück gibt es eine gewisse Hierarchie, die nur Eingeweihte kennen und in der man sich hochkämpfen muss. Die Starterlevel sind die Rollen als Stern von Bethlehem, als Hirte, Wirt oder dessen Frau. Danach kommen König Herodes, die Weisen aus dem Morgenland, die Engel und schließlich Maria und Joseph, wobei es immer spannend ist, welcher Joseph schließlich mit welcher Maria ein Paar ist.
Verbesser mich bitte, wenn ich etwas vergessen habe, Willi, ich weiß nur, dass du schon mindestens einmal einen überaus passablen Joseph aber auch etliche Großväter gespielt hast ;)
Die Stücke werden dann mehrmals geübt, erst bei Tee und Spekulatius im Pfarrhaus, später ohne Text und mit Kälte in der Kirche.
Letztendlich sitzt man am 24. aufgeregt und mit einem Schlapphut oder einem Bettlaken bekleidet halb hinter dem Altar im Gottesdienst und alle Gedanken kreisen darum, ob man den Text auch können wird, oder ob die Eltern wohl einen guten Platz haben, um ihren Sprössling zu bestaunen. Dann ist es so weit. Viele bekannte und noch mehr unbekannte Gesichter sehen einen an, während man langsam, laut und schön betont Sachen sagt, wie "Nein, hier in der Herberge gibt es nun wirklich keinen Platz mehr." (hartherziger Wirt) oder "Wir sind von weit her gekommen und suchen einen Stern, habt ihr ihn gesehen?" (einer der drei Weisen).

Dann ist alles vorbei, es wird gesungen, alles strömt aus der Kirche und lässt sich von seiner Familie für die 5 1/2 Sätze gebührend feiern. Dann ist alles gut, dann kann die Bescherung endlich kommen.
In der Christenlehre/JG hat man dann wieder ein Jahr Ruhe, bis es wieder heißt: "Wir müssen so langsam anfangen, uns über das Krippenspiel Gedanken zu machen"...
Ich wünsche euch noch einen schönen Advent!


"Boah, was für ein mieser Post." Wenn du gerade diese Gedanken beim Lesen hast, dann machs einfach besser! Schreib mir deinen Post und ich werde ihn hier im Laufe des virtuellen Adventskalenders veröffentlichen. Schreib einfach ne Mail mit deinem Post an ringvernichter@gmail.com. Werde Teil des Kessels. Werde Teil eines Weihnachtswunders. Hab Spass!

Dienstag, 7. Dezember 2010

Türchen Nummer 7



Von Skelettis, Dachabdichtungsstangen und Michael Jackson

Ich hatte hier schonmal manchmal meinen Nachbarn Paul erwähnt. Er hat schon krassen Scheiß abgezogen. Manchmal sogar mit mir zusammen. Eine dieser Geschichten will ich euch heute erzählen.
Paul und ich saßen öfters an der großen Eiche bei der Malxe und sahen uns irgendwelche Unterwäschemodels aus Katalogen an. Keine Ahnung, warum. Wir dachten es gehörte sich so als 9-jähriger Junge. Aber irgendwann wurde es uns zu langweilig und wir dachten uns ein neues Spiel aus. Wir wollten Helden sein. Und dafür brauchten wir erstmal ein Ziel. Wir wollten unsere heimlichen Geliebten Anne und Luise befreien. Aber aus welchen Fängen? Da wir echte Kerle waren, mussten die Typen schon gruselig sein und so erdachten wir uns die Skelettis. Krasse Skelette, die in Unmengen in unseren Gärten vorkamen.

Aber die Skelettis brauchten einen Anführer. Als wir usn einen ausdachten wollten, rief Paul plötzlich: "Michael Jackson!" Erst dachte ich Paul machte nur Spass und fing an zu lachen. Doch dann sah ich sein Blick und er sagte nur "Echt jetzt" undich merkte, dass er es ernst meinte. Und so bekämpften wir beinahe täglich die verdammten Skelettis an der Malxe und versuchten unsere Mädels aus den Fängen von Michael JAckson zu befreien. Immmer an unserer Seite: Meine Tarantel "Sarah" oder so ähnlich. Jedenfalls mit einem Mädchennamen und Pauls Schäferhund Rex. Gemeinsam zerlegten wir die Bösewichte ohne Gnade. 

Und eines Tages lagen aufeinmal auf Pauls Hof ganz viele grüne Stangen. Aus Styropor oder ähnlichen. Wir dachten, dass wäre Müll und so vergnügten wir uns eine Stunde damit, diese GOTTVERDAMMTEN Skelettis mi unseren megacoolen grünen Schwertern zu verkloppen. Doch plötzlich erschien Pauls Opa und schnauzte uns an, dass die Stangen noch gebraucht würden für die Arbeiten am Dach. Doch hatten wir einen enormen Schwerterverschleiß bei der Bekämpfung des Bösen. Ich weiß noch, wie ich am gleichen Tag heulend mein Sparschwein schlachtete und Herrn Krug meine gesamten Ersparnisse geben wollte. Er lehnte lächelnd ab. Herr Krug ist ein guter Mann. 

Irgendwann hörten wir auf Skelletis zu jagen. Paul wurde Vollzeit Fussballer und ich wurde ein Jünger der RTL2 Unterhaltung. Aber wir erinnern uns noch gerne an die Zeiten zurück, wo wir durch die Gärten sprangen und dabei Sätze brüllten wie: "Da hinter dem Busch! Michael Jackson! Los Rex fass!" 

Ich hab noch Jahre später meine eigenen Kopfgeschichten gebaut. Vieles habe ich aus den Skeletti-Abenteuern übernommen. Aber was ich mir dabei genau ausdachte, ist eine andere Geschichte...


"Boah, was für ein mieser Post." Wenn du gerade diese Gedanken beim Lesen hast, dann machs einfach besser! Schreib mir deinen Post und ich werde ihn hier im Laufe des virtuellen Adventskalenders veröffentlichen. Schreib einfach ne Mail mit deinem Post an ringvernichter@gmail.com. Werde Teil des Kessels. Werde Teil eines Weihnachtswunders. Hab Spass!


Montag, 29. November 2010

Herzlos


Donnerstagabend:
Wenn ich von meinem Schreibtisch aus, aus dem Fenster schaue, sehe ich die Schneeflocken  im orangen Licht der Straßenlaterne. Ich war gerade bei Komillitonen zu Besuch und hab mir auf der Straße noch ne schöne kleine Schneeballschlacht geliefert. Ich hab mich wohl gefühlt. Ich fühle mich allgemein in meinem Studium wohl. Ich merke, wie ich zwar nicht alle Texte bis aufs Letzte verstehe, aber doch mit dem Stoff mitkomme. Das Radiomodul ist ein Wechselbad der Gefühle.

Sonntagabend:
Jeden Tag hol ich diesen Post aus der Ecke und will weiterschreiben. Jedes Mal scheiter ich beim ersten Satz. Und eigentlich würd ich euch auch nur wieder mit Herzkram belagern. Und eigentlich kann ich mich recht kurz fassen. Ich denke gerade an die alten Tage. Nicht nur an FÖJ, oder Sek2 Zeit. An die Zeit davor. Wie ich in der 9. Klasse viel mit Johanna und Co. rumgehangen habe. Leute, die ich heute nur noch über irgendwelche Social Networks sehe. Ich denke an meine Rüstenzeiten, wo ich selber noch Teilnehmer war. Wie ich nach meiner letzten Sommerrüste noch mit Rickert auf dem Klettergerüst saß und wir darüber redeten, wie schnell doch alles vorbei geht und dass wir nun diese großartige Zeit der Rüsten hinter uns lassen müssen. Das war vor 8 Jahren. Rickert hab ich seitdem gerade mal noch 3 mal gesehen. Das letzte mal vor 3 Jahren. Christian, mein bester Freund in der Grundschule, sehe ich alle Jubeljahre mal. Ich hab gerade Sophie über Facebook ne Nachricht geschickt. Sophie war unglaublich wichtig in der Sek2 für mich. Ich hab sie seit über einem Jahr nicht mehr gesehen. Worauf ich hinauswill: Wenn ich nachdenke, dann habe ich schon soviele unterschiedliche und tolle Menschen erlebt. Und ich habe kein einzigen von euch vergessen. Ihr habt mich alle begleitet. Ihr habt mich alle geprägt. Vielleicht hab ich euren Namen vergessen, vielleicht wann wir uns das erste Mal treffen, aber ich habe euch nie als Person vergessen.





Ich hab schon immer gewusst
Dass man sich verändern muss
Doch was du mit mir treibst
Das geht zu weit

Denn du schneidest
Ja du schneidest
Immer mehr von mir ab
Und du meidest
Meine leidenschaft

Herz los, Herz los
Ich werde nie so bleiben
Wie ich gerade bin

Ich hör dich mit andern reden
Wies mir geht und was ich fühl
Warum ich meine Ziele
Noch immer schnell verlier

Jeder brennt nur
Ja jeder brennt nur
Für sein eigenes Licht
Und jeder kennt nur
Seine eigene Stimme die spricht

Alles was zu nah kommt
Baby das erdrückt mich
Darum sing ich die Lieder
Und du machst alle glücklich

Herz los, lass mein Herz los
Denn ich wollte nie so bleiben
Und ich werde nie so bleiben
Wie ich gerade bin

Montag, 11. Oktober 2010

Meine erste Woche in Weimar

So, Sonntagabend. Eine Woche Weimar ist rum. Zeit für ein Resümee. Die Scheu von den Anfangstagen ist nicht vollkommen verschwunden.  Aber die Zeit hier wurde von  Tag zu Tag schöner. Ich habe hier mittlerweile nette Leute gefunden mit denen ich gerne meine Zeit hier verbringe. Am meisten hänge ich mit Laura und Maria rum. Ja, ja wahrscheinlich irgendein Schwesternkomplex. Aber ich hab nicht nur mit den beiden zu tun. Eigentlich lerne ich hier täglich neue interessante Menschen kennen. Nicht nur Medienkulturleute, sondern auch andere Studiengänge. Die letzten Partys warn halt auch immer mit Mucke, aber zum Glück auch mit Plätzen zum Reden. Ich fühl mich mittlerweile hier richtig wohl.


Mir gefällt hier in Weimar das Studentenklima. Wir Ersties werden nicht blöd angeguckt, wenn wir das W-Lan vom Studentencafe anzapfen, sondern uns wird noch ein Verlängerungskabel raus gereicht. Zwar fühl ich mich immer noch hier unter Fremden, aber ich hab hier keine Sorge, dass sie mir blöd kommen könnten. Ich hab natürlich am meisten mit der Fakultät Medien zu tun. Und natürlich ist sie voll von zukünftigen Künstlern. Auch Hipster genannt. Jeder 2. hier trägt eine Hornbrille. Naja, aber es gibt hier auch nen netten Anteil von Nerds. Gibt sogar nen Hackerclub.  Weimar bietet viele Möglichkeiten zum verwirklichen. Galerien, Künstlerhäuser und Studentenprojekte. Nur bin ich kein Künstler und hab kein Bock mich hier zu verwirklichen. Strengt nur an wenn alle Menschen um dich rum davon reden. Aber ich bin ja tolerant und so.
Mein Studium ist eins, wo man  sich selbst ziemlich frei entfalten kann. Ich hab zwar ein paar feste Kurse, aber auch 2 Module, die ich frei wählen kann. Hab mich für ein paar beworben, unter anderem Radio machen und seine Zukunftsvisionen durch verschiedene Medien verwirklichen. Ich hoff mal das, dass was wird.

Eine Sache, die mich die Woche hier beschäftigt hat, war folgender Gedankengang: „Meine ganzen alten Freunde konnten gerade ne Doku über mich sehen, und hier kennt mich keine Mensch“ Hier kennt noch keiner den ringvernichter. Sie kennen Wilhelm, den Medienkulturstudenten. Ich finds nicht schlimm. Nur merkwürdig. Während auf meinem  Blog neue und fremde Leute lesen, laufe ich hier mit Leuten durch die Straßen, den ich vorsichtig nahebringe, dass Comics ein wichtiger Bestandteil meiner Lebenskultur sind. Ich werde bei den Leuten keine Werbung machen. Weder für meinen Blog, oder für die Projekte drumherum. Hat für mich was Selbstdarstellerisches. Mag selber diese Leute nicht. Hier bin ich ein Selbstdarsteller, aber im Reallife versuche ich es meistens zu vermeiden.  Irgendwann wird mich dieser Kessel auch in Weimar einholen und dann ist es ja eh nicht mehr aufzuhalten. Bis dahin bleib ich einfach mal der Wilhelm. Ist ja auch nicht so übel.

Dienstag, 21. September 2010

Schlaflos

Lag gestern ne ganze Weile wach und hatte jede Menge wirre Gedanken. Weimar ist so gut wie klar. Meine Mitbewohnerin wirkt nett und Anfang Oktober werde ich nun umziehen. An sich ist alles geplant. Noch mal dickes Danke an meinen Paps fürs mitplanen und immer hilfsbereit sein.

Ihr seht, an sich ist alles in warmen Tüchern. Ich beginne also in nichtmal 2 Wochen  mit dem Studium. STUDIUM! Krass eigentlich. Ich bin gespannt. Und trotzdem lag ich gestern wach und erwischte mich wieder dabei wie ich an all die Sachen im vergangenen Jahr dachte.

Ich hab seit langem mal wieder hier in Forst wieder Zeit mit meinen GCC Jungs rumgehangen. Und ich habs richtig genoßen. Ich hab mal wieder gemerkt, warum ich diese Kerle so liebe. Gute Gespräche und viel gelacht. Und eigentlich hatte ich diese Zusammenkunft seit einem Jahr nicht mehr. Wir hatten mal um Weihnachten eine GCCP und die wirkte im nachhinein irgendwie erzwungen. Schade, aber mir haben die Tage hier wieder gezeigt, dass auch wenn wir 4 untereinander kaum Kontakt zwischendurch haben, sind wir nach kurzer Zeit wieder untereinander so vertraut wie früher.

Eine andere Sache an die ich gestern abend dachte, war die Äußerung von Erik, dass das FÖJ für ihn sein bestes Jahr war. Und manchmal erwische ich mich bei genau denselben Gedanken. Soviele großartige Persönlichkeiten kennengelernt. Soviele tolle Momente. Das erste Jahr weg von Zuhaus. Das erste Jahr halbwegs selbstständig. Paula, ich weiß dass du hier fleißig liest. Daher eine bitte an dich. Grüß die Leute in der Schule von mir. Egal ob die Crazyküchencrew, den gewitzten Silvio, oder die Ines im Büro. Grüß einfach Alle. Manchmal erwische ich mich dabei, wie ich die Arbeit bei euch vermisse. Nein, ich vermisse nicht die Arbeit. Ich vermisse die Leute.

Ich lasse nun viele tolle Menschen hinter mir. Ich trete in das nächste Level, den nächsten Raum. Gerade bereite ich mich innerlich drauf vor, euch die ersten Tage in Weimar zu vermissen und mich für die Enttscheidung Studium zu verfluchen. Ich kenn das. Ich hatte das gleiche, als ich nach Eberswalde zog. Und nun will ich da eigentlich nicht wirklich weg.

Ich hab gestern ne Weile nicht schlafen können. Musste sogar Fix und Foxi Comics lesen, damit meine Augen schwer werden. Dieses Jahr will mir nicht aus dem Kopf. Auch wenn ich es manchmal möchte. Offen sein für das Neue. Klingt so verdammt optimistisch und will ich trotzdem nicht wahr haben.

Dienstag, 13. Juli 2010

Ja, es ist mir sogar einen Artikel wert.

Henry hat sich nun offiziell von den Bloggern und Lesern verabschiedet. Aber er hat uns, und ganz besonders mir, ein großartiges Geschenk gemacht.

Er hat die Tore zu den Xesierverliesen geöffnet. 2 Jahre pure Jugendschreibkunst. Ich freu mich ehrlich. Tolle Artikel, noch tollere Kommentare, zeitweise richtige Flamewars. Ich liebe es.

Und nun noch ein Abschiedsgruss vom Kessel aus an Henry. Möge er viel Spass haben auf seiner Reise. Ich gönne und wünsche es ihm vom Herzen!





You got a talent don't you know?
You're more talented than you know
And you give it a shot
And give it the time
And be surprised how far it goes

Montag, 28. Juni 2010

Déjà-vu

Ich war gestern beim Abiball der 13 Klasse meines alten Gymnasiums. Davor noch bei Hannes rumgesessen und mich gefreut ihn wiederzusehen. Und danach gings dann mit ner kleinen Truppe zum Abiball. Es war einfach großartig. Ich fühlte mich wieder, wie bei meinem eigenen Abiball. Da stand ich da in meinem Anzug und war aufeinmal umgeben von all den alten Bekannten. Im Grunde bestimmte mein Jahrgang den Großteil des Publikums. Und ich hab es tierisch genoßen so nochmal mein Abiball zu durchleben. Auch wenn diesmal eine kleine Sache anders war.

Ich hatte bei meinem letzten Abiball keine Begleitung in Form von 4 Filmstudenten. Ich denke ich sollte euch jetzt endlich mal aufklären, weil  sicherlich seit dem Abiball die Gerüchteküche blüht. Melanie, Julia, Julia und Gernot werden mich in der nächsten Zeit ab und zu mit der Kamera und Mikro begleiten. Es gibt nämlich demnächst eine Dokureihe auf dem RBB über 20 Jahre Brandenburg. Und die Babelsberger Filmstudenten haben Senezeit für ihre Projekte bekommen. Bei ihnen solls halt eher um 20 jährige Leute in Brandenburg gehen. Und ich wurde von Melanie und Julia ausgewählt. Warum? Ihr lest gerade bei ihm. Wegen diesem Kessel hier. Sie haben ihn irgendwie entdeckt und fanden ihn spannend genug um den Menschen hinter dem Blog kennenzulernen. Und Samstag war halt der erste Drehtag. Anfangs wars noch ein bisschen komisch, wenn da 4 Leute um ne Kamera stehen und du dich ganz normal geben sollst und nicht in die Kamera gucken darfst. Aber beim Abiball wars echt toll mit den Leutchen.
Dank Björns Charme konnten die Leutchen mit dem Equipment da rein. Und drin wurde nicht nur gefilmt, sondern sie bedienten sich beim Buffet und später haben sie sogar in alter Jahrgangsmanier mit abgedanct. War toll und hat mich darin bestätigt, dass dieses Filmstudententeam ne coole Truppe ist. Sie wollen dieses Projekt machen, aber sind sie trotzdem Großstadtstudenten, die von der Abiballstimmung positiv überrascht waren und die Ruhe in Forst genießen.

Sie haben mich heute beim Zugfahren gefilmt, und das fand ich merkwürdiger Weise anstrengender als dabei gefilmt zu werden, wenn ich mit Freunden zu "Thriller" abgehe. Mittwoch kommen sie nach Eberswalde/Angermünde und werden mich bei der Arbeit und in der WG filmen. Und dann mal sehn was sie noch für Aufnahmen machen. Solange es keine Nacktszenen, Olivenöl und griechische Homosexuelle beinhaltet, bin ich für alles bereit. Naja, fast.

So ich muss pennen gehen. Muss morgen früh raus. Haben Zirkusprojektwoche. Danke für dieses interessante und wunderbare Wochenende. War schön. Ich hab langsam das Gefühl, dass ich diese Feiermelancholie abgelegt habe. Und das Nachtrauern von irgendwelchen Frauen. Und das war sehr ungewohnt, aber auch unglaublich befreiend.

Mittwoch, 16. Juni 2010

"Stop! Ich melde das nicht!"

Ich freue mich auf die kommenden Tage. Es sieht ganz danach aus, dass einfach toll wird. Morgen fahr ich nach Forst für das Wochenende. Ürsprünglich nur um das Haus und den Hund zu hüten, weil die Eltern auf Reisen gehen, aber zum Glück liegt einiges an. Freitags wird erstmal ein Tine-Wilhelm Tag eingelegt mit viel Rumgequatsche. Und danach gehts zu so ner Filmpremiere von irgendsonem Möchtegern-Kubrick....
Ne, quatsch, bin wirklich gespannt auf Henrys Film. Und werde da hoffentlich ein paar bekannte Gesichter sehen. Und nach der Premiere dann noch zu Caro. Sie ist ja mittlerweile wieder Forsterin. Und ist nicht die einzige. Die Tina und der Fabi sind auch wieder da. Werde ich hoffentlich auch noch sehen.
Samstags treffe ich mich dann wahrscheinlich nachmittags mit 2 Studentinnen aus Potsdam. Warum? Erkläre ich in einem anderen Artikel nochmal. Keine Sorge, ist glaube ich ne coole Sache.
Und abends dann wahrscheinlich bei mir im Garten rumsitzen, weil ich ja sturmfrei habe.
Kommende Woche arbeite ich dann Montag um danach für 3 Tage auf mein letztes Seminar zu fahren. Ja, mein letztes. Ich will mich eigentlich drauf freuen, aber wahrscheinlich wird die Wehmut mich vom ersten Tag an ergreifen. Fuck it! Man ey, ich werde Theo so aufn Sack gehn, weil ich einfach jede Sekunde mit ihm genießen will. Wahrscheinlich werde ich ihm getragene Klamotten klauen und Haarsträhnen abschneiden, wenn er schläft.
Und dann darauf zum Abiball. Mal den Anzug wieder rausholen und mit Hannes im Arm durch die Halle schreiten und dabei möglichst unerreichbar und arrogant schauen.
Ich freu mich also auf diese Tage. Auf die Leute, die Gespräche und die Momente, die ich hoffentlich mit mir ne Weile rumtragen werde.

Ach ja um mal die Überschrift zu erklären. Bei uns in der Schule gibts die Stopregel. Wenn ein Kind ein anderes ärgert, und das Kind genug davon hat, dann ruft es: "Stop! Ich möchte das nicht!" Und das Kind muss drauf hören. Und wir Betreuer machen auch von der Regel Gebrauch. Kein Tag ohne "STOP! ICH MÖCHTE DAS NICHT!" Naja und jedenfalls hat mein Chef mal wieder ein Mädel geärgert. So spassmäßig. Und sie will eigentlich die Stopregel verwenden, doch verspricht sich und sagt: "Stop! Ich melde das nicht!"
Und seitdem hab ich was gegen sie, wenn sie mir zu unverschämt wird. Ich zitier sie einfach, sie kriegt nen roten Kopp und verschwindet. Ich sag ja, arbeiten mit Kindern ist awesome.

Und nun noch ein Lied, das ich vor Kurzem wiederentdeckt habe. Eigentlich passt es nicht wirklich zu meinem jetzigen Gemüt, aber es ist einfach so stark von der Aussage, dass jedesmal wenn ich es höre mich ein Jahr zurückversetzt fühle. Alle Gefühle kommen hoch für die paar Minuten. Und irgendwie genieß ich diesen Schmerz. Ich glaube manchmal vermisse ich dieses Gefühl. Die Sehnsucht.




Jedes einzelnes Wort ist davon pures Gold.
That when I say I would die for her
It's not just words, I really would
And to make the world a safer place for her
Well I believe I really could

Samstag, 12. Juni 2010

Ich bin mal im Archiv

Wenn ich früher mein Zimmer mal wieder von Grund auf aufräumen sollte, hatte es immer dasselbe Ergebnis. Irgendwann lag um mich rum der ganze Kram aus meinen Schränken und ich stöberte in den alten Sachen. Dinge, die ich früher geliebt habe, wie zum Beispiel Bücher und dann irgendwann im Schrank vergessen hatte. Irgendwann kamen dann meine Eltern rein, meckerten rum, ich war genervt und haute die ganzen Dinger wieder in den Schrank, so dass es aussah wie vor der Aufräumaktion.

Ich erinnere mich gerade daran, weil ich gestern abend etwas ziemlich ähnliches im Internet gemacht. Ich stöbere durch Archive. Habe ich früher schon öfters gemacht. Natürlich häufig mein eigener Blog. Es ist schön zu sehen, wie dieses Ding sich entwickelt hat und so mancher Artikel bringt auch wieder Geschehenisse in Erinnerung. Ich hab des auch früher gerne bei Xesier gemacht, weil da auch die Disskusionen im Kommentarbereich manchmal wunderbar amüsant waren.

Doch es sind nicht nur Blogs. Ich lese ab und zu den Verlauf bei Icq und gestern auch mal meine Gästebucheinträge bei Studi. Und jedesmal fühle ich mich in der Zeit zurückversetzt. Ich sehe mit wem ich wann viel zu tun hatte, was mich bewegte. Es ist halt wie damals mit dem Büchern und dem Spielzeug. Ich weiß, dass manche Leute die Gefahr darin sehen, wenn man Leben auch im Internet zur Schau stellt. Es bleibt da und ist für viele Leute sichtbar. Aber ich selber lebe auch gerne mal in der Vergangenheit. Und wenn es nur für einen warmen, ereignislosen Freitagabend ist.

Und eine Sache beschäftigte mich auch noch. Ich lese so alte Einträge und da sehe ich bestimmte Einträge und denke, boah bei dem Mädchen hättest du wahrscheinlich eine Chance gehabt, wenn du dich nicht so dämlich benommen hättest. Aber vielleicht ist es auch gut so. Ein bisschen von damals träumen. Und nun wiedermal in der Gegenwart leben. Bis zum nächsten Frühjahrsputz...

Dienstag, 18. Mai 2010

Um mal eine Sache klarzustellen

Meine ehemaligen Mitschüler und auch noch jetzige Schüler meines alten Gymnasiums kennen vielleicht noch Sockax.Für alle anderen hier nochmal kurz erklärt: Ich hatte nen Schulkarneval ne kurze Nummer, wo ich mir ne Socke über meine Hand ziehe und behaupte, dass diese Socke übersinnlich begabt sei. Dann bin ich zu irgendwelchen Schülern, tue so als ob die Socke was unverständliches brüllt und offenbart damit was offensichtliches. Zum Beispiel: "Sockax sagt... du.... bist... ein Junge" Jaja, dass war für so ne simple Sache echt ganz witzig.Und wer sich nochmal ein kleines Bild von Sockax machen will schaut bitte hier. Kommt in den ersten 10 Minuten vor.

Naja und der Ruhm dieser Socke hielt länger als mir lieb war. Im Grunde war diese Nummer dumm und nicht wirklich durchdacht und kam zum Großteil nur an, weil ich mich damit über "The next Uri Geller" lustig gemacht habe. Und trotzdem kommen immer wieder bestimmte Leute zu mir und fragen mich augenzwinkernd, wo denn mein Sockax ist. Und ich versuch mich mit einem gezwungenen Grinsen und einer lustigen Bemerkung da rauszuwinden. Sockax ist nicht mehr.

Und was ich hier mal klarstellen will. Diese ganze Nummer ist nur aus ganz vielen anderen Nummern zusammenkopiert. 3 Stück an der Zahl. Und zusammengefügt ergeben sie die Sockaxnummer.

1.


Wie schon erwähnt, wollte ich damit diese ganze Rabennummer auf den Arm nehmen, von wegen 3. Auge und so.

2.


Wie ihr seht, hab ich von nem Großmeister kopiert. Dieses undeutliche Gebrabbel von Paulinsche hab auf Sockax übertragen. Aber die Paulinsche Nummern sind um einiges witziger als der gute alte Sockax

3.



Daher die Idee mit der Socke. So simpel und vielleicht dadurch so gut.

Ihr seht, auch ich bin nur ein korupter Komiker und hab meine Ghostwriter, ob sie wollen, oder nicht.
Und ja, Sockax ist nicht mehr und wird auch nie mehr.

Montag, 15. März 2010

Wo wir Deutschen den Amis auf jeden Fall noch hinterherhängen.

Ich hab früher gerne "die Sesamstraße" geguckt. Ich mochte Graf Zahl und Kermit. Aber trotzdem war sie nie wirklich fesselnd. Und heute habe ich das amerikanische Original entdeckt. Und Alter! haben die mal coole Gastauftritte. Für Erwachsene mit einem Schmunzeln zu beobachten und für Kinder immernoch super unterhaltsam und sogar pädagogisch wertvoll. Hier mal ein paar Lieblinge:











und wenn haben wir? Dirk Bach und Hella von Sinnen.... naja....

Sonntag, 14. März 2010

Gastautor/ Wir haben doch verdammt noch mal, nie darüber nachgedacht ...

Der Meister besucht den Tempel des Lehrlings. Dieser Satz ist für mich schönste Metapher für den Gastauftritt von Henry auf diesem Blog. Er fragte mich gestern, ob er bei mir einen Artikel veröffentlichen könnte und nach kurzem Zögern sagte ich zu. Ich mache eine Ausnahme, weil eigentlich hatte ja Henry mit der befristeten Stilllegung von Xesier auch seine Möglichkeit des Bloggens niedergelegt. Ich hab kurz überlegt ihm diese Bitte abzuschlagen, einfach um damit meinen Missmut über den eingeschläferten Blog zu zeigen. Aber Henry ist nach all den Jahren immernoch ein Lehrmeister in Sachen Blog und Nerdkram. Und natürlich ist er in erster Linie mein Freund. Vor ein paar Jahren schrieb ich auf seinem Blog. Heute schreibt er mal auf meinem. So schließt sich der Kreis. Und nun viel Spass beim Lesen.

Wir haben doch verdammt noch mal, nie darüber nachgedacht ...

Funktionieren Animes als Realfilme?


Früher war alles einfacher, und besser. Ich kam um 13:00 Uhr nach Hause, ich schaltete im Wohnzimmer den Fernseher an, nahm das leckere Essen, was mir meine Oma hochgebracht hatte und schaute für circa drei Stunden den einzigen Sender, der für mich zu dieser Zeit etwas bedeutete: RTL2. Und obwohl ich nicht mit allen Sendungen etwas anfangen konnte (Big Brother wird ja aufgrund einer Raum-Zeit-Störung merkwürdigerweise heutzutage immer noch ausgestrahlt), so war ich dennoch von diesen merkwürdig kantigen Figuren mit den großen Augen, die uns Vampy, später Be und letztendlich dann Pokito präsentiert haben, absolut fasziniert. Keine Frage, ich spreche natürlich von Animes.

Und ich weiß, es mag wie ein schlechtes Klischee klingen, aber der erste Anime, den ich wirklich bewusst wahrgenommen habe, war Pokémon. Ja, ich war einer derjenigen, die mit Ash Ketchum aus Alabastia mitgefiebert haben, als er das erste Mal auf Rocko traf, den Quellorden überreicht bekam, obwohl er Misty nicht besiegt hatte und schließlich dann auf dem Indigo-Plateau gegen Richie in einem Freundschaftsduell verlor. Ich war dabei gewesen. Ja! Und ab diesem Moment gab es für mich nichts Schöneres, als mir die Zeit mit Animes zu vertreiben.

Sailor Moon, Dragonball (oh ja), Ranma 1/2, Wedding Peach, DoReMi, Shin Chan, Inuyasha, Yu-Gi-Oh!, One Piece, Digimon, Beyblade, Kickers, Captain Tsubasa, Detektiv Conan, Duel Masters, Monster Rancher, Dr. Slump, fucking Hamtaro, Jeanne, die Kamikaze-Diebin, Mila Superstar, Pretty Cure, Prinzessin Erdbeer, Flint - Der Zeitdetektiv und Shaman King. Und das waren nur die Serien, die regelmäßig auf RTL2 liefen. Wenn man den Einfluss von Viva, MTV, Tele5 und Animexx noch dazu nimmt, dann hatte man Zugriff auf ein schier unglaubliches Angebot an gut ausgearbeiteten Zeichentrickserien, die zwar in einigen Fällen auch versucht haben, uns immer und immer wieder das Gleiche zu verkaufen, aber es trotzdem geschafft haben, dazu noch eine packende Handlung zu erzählen. Und obwohl ich ebenfalls ein großer Fan von amerikanischen Zeichentrickserien war, so kamen mir Animes trotzdem immer etwas besser vor.

Ich glaube, das liegt daran, dass die meisten amerikanischen Serien versuchen die Handlung mit bekannten sich selten ändernden Figuren zu erzählen, während bei asiatischen Produktionen am Anfang meist schwache Helden stehen, die sich erst im Verlauf der Serie beweisen müssen. Beide Varianten funktionieren natürlich auf ihre eigene Weise und man kann mit ihnen glücklich werden. So bieten amerikanische Serien durch ihren Ansatz die Möglichkeit, die Folgen häufiger anzuschauen, da die Charaktere nicht fest an einen bestimmten Punkt in einer Geschichte gefesselt sind. Das sieht man zum Beispiel bei South Park, den Simpsons, Family Guy, Familie Feuerstein oder auch bei Scooby Doo, bei denen die Charaktere sich so gut wie nicht verändern und ein Hinweis darauf meist für die Handlung unwichtig ist. Man kann sich also vollständig auf die entsprechende Episode konzentrieren und muss nicht überlegen, in welcher Hinsicht sich diese Folge auf die restliche Geschichte auswirkt.

Im Gegensatz dazu stehen viele asiatische Produktionen, die Charaktere in den Vordergrund stellen, die eine starke Umwandlung durchmachen. Dragonball, Kickers, DoReMi oder Mila sind perfekte Beispiele dafür, wie ein schwacher Protagonist oder eine schwache Mannschaft durch äußere Einwirkungen und Konflikte zu einer starken Person oder Team heranwächst. Diese Art und Weise führt uns viel näher an die einzelnen Personen heran und lässt uns starke Sympathien für ihre Anstrengungen empfinden. Das ist es auch, was mich letztendlich so sehr von Animes überzeugt hat. Die Gefühle und Emotionen, die sich in den gezeichneten Gesichtszügen widerspiegelten, sind einfach nur unfassbar gut.

Mich haben die packenden Geschichten und die unvergesslichen Charaktere der Animes deshalb nicht mehr losgelassen und heutzutage kann ich gar nicht mehr genug davon bekommen. Trotzdem fange ich hin und wieder an zu träumen und frage mich dann, wie es wohl wäre, wenn man diese Einzigartigkeiten, die mir so viel Freude bereitet haben, als etwas umsetzt, das noch wesentlich realer wirkt und vielleicht sogar Menschen erreicht, die sich noch nie mit Animes auseinandergesetzt haben? Ja, was wäre es, wenn man so unvergleichliche Serien wie Dragonball, Cowboy Bebop oder Samurai Champloo vielleicht als Film umsetzen würde? Bekämen diese genialen Anime-Serien dann mehr Zulauf und könnten sie einige Menschen vielleicht über die Darstellungen hinwegblicken lassen, die diese zuvor abgeschreckt haben?

In vielerlei Hinsicht bieten sich Anime-Serien für eine Filmumsetzung an. Es gibt in den meisten Fällen einen starken Protagonisten, eine umfassende ausgearbeitete Welt und einen recht leicht verständlichen Plot. Und gerade heute in einer Zeit, in der es Comicverfilmungen mehr und mehr schaffen Millionenbeträge auf die Konten von Produktionsstudios zu spülen, fragt man sich natürlich, warum es noch keinen großen Anime-Umsetzungs-Hype gibt. Ich denke, dass dafür zwei wesentliche Gründe verantwortlich sind. Zum einen sind Animes oder eher noch Mangas eine asiatische Variante des Comics und deshalb prädestiniert dafür auch auf dem asiatischen Markt angeboten zu werden, in dem sie einen viel größeren Einfluss haben. Zum anderen besitzen aber auch die meisten westlichen Produktionsstudios wenige Rechte an Animes und haben auch sonst wesentlich weniger Kontakt mit der asiatischen und allgemein der Comic-Buch-Kultur. Selbst der heutige amerikanische Comic-Film-Boom ist erst mit Spider-Man wirklich groß geworden.

Dennoch würde sich der Blick über den pazifischen Ozean sicherlich das ein oder andere Mal lohnen, denn im asiatischen Raum kranken die Filmumsetzungen der Animes häufig an abgehobenen und viel zu kleinen Aufnahmen. Tatsächlich arbeiten zurzeit sogar zwei große Studios an Umsetzungen zu einem Cowboy-Bebop- und einem Akira-Film und ich bin natürlich Feuer und Flamme, wenn es darum geht, Informationen zu diesen Filmen aufzusaugen. Trotzdem bleibt das eher verdeckt, die meisten Menschen interessieren die Umsetzungen nicht und dementsprechend gibt es auch wesentlich weniger Öffentlichkeitsarbeit als diesen großartigen Animes vielleicht zustehen würde.

Doch vielleicht sollte man noch ein wenig tiefer gehen und fragen, ob es denn unbedingt so sinnvoll ist, einen Anime als einen Realfilm umzusetzen. Im Grundsätzlichen halte ich das heute für einen Fehler, lasse mich aber trotzdem immer gerne vom Gegenteil überzeugen. Ich denke, dass Animes durch ihren Zeichenstil und auch durch ihre Einfachheit in einer Filmumsetzung so viel Charme aufgeben würden, dass die Realität alles, was den Anime gut gemacht hat, verschlucken würde. Und damit stehe ich ja auch nicht unbedingt allein da. Wie ich schon angesprochen habe, kranken viele Anime-Umsetzungen an einer weniger guten Produktionsqualität, aber habt ihr euch eigentlich schon einmal überlegt, was es bedeutet, wenn man beispielsweise Pokémon als einen realitätsnahen Film umsetzen müsste?

Wir haben doch verdammt noch einmal, nie darüber nachgedacht, dass Tiere, die Elemente aus ihren Rachen spucken können und die ständig in Kämpfe verwickelt sind, doch auch irgendwie gefährlich für Menschen sein könnten. Auch haben wir nie in Frage gestellt, dass ein zehnjähriger Junge auf Weltreise geht, um andere Menschen mit Tierkämpfen zu besiegen, um letztendlich nur an einem weiteren brutalen Tierkampf-Turnier teilnehmen zu können. Wir waren doch so unschuldig, verdammt. Aber nein. Das wäre nur ein Beispiel für die Probleme, die auftreten würden. Auch die Welt von Dragonball ist so gut wie nicht umsetzbar. Es würden so viele Witze einfach nicht funktionieren, weil diese allein auf der Naivität und Unschuld der Zeichnungen und Charaktere beruhen. Würde man wirklich einen Dragonball-Film (ich meine einen richtigen) drehen wollen, dann müsste man sich auf so viele Dinge konzentrieren, dass darunter wahrscheinlich die gesamte Handlung leiden würde. Und wem wäre damit geholfen?

Ich denke letztendlich, dass viele Filmumsetzungen von Serien darunter leiden, dass einfach zu wenig Platz für eine ausgewogene Einführung und eine spannende Geschichte vorhanden ist. Da bilden Animes mit ihren verwobenen Handlungssträngen sicherlich auch keine Ausnahme. Dennoch wünsche ich mir in meinem Herzen einfach auch einmal einen bombastischen Film, der die Helden meiner Jugend in eine Welt transferiert, die wesentlich näher an der Wirklichkeit ist, als Zeichentrickserien jemals sein können. Aber wer weiß, wo uns die Zukunft der Comic-Verfilmungen noch hinführen wird. Vielleicht werden ja Cowboy Bebop und Akira riesige Erfolge und ermöglichen auch andere Filmumsetzungen. Wirklich daran glauben, kann ich aber noch nicht.

Mittwoch, 10. März 2010

Es klart wieder auf

Die ersten 2 Arbeitsstage nach dem Seminar waren wie zu erwarten echt semischön. Man ist noch voller Erinnerungen und Gefühle von dieser ergreifenden Woche, aber der Alltag ist unnachgiebig und fordert deine volle Aufmerksamkeit. Montag früh habe ich schlagartig für kurze Zeit alle Schüler gehasst. Die sind mir mit ihrer Art nur auf den Keks gegangen. Aber hey, dass sind Kinder. Ich fände sie wahrscheinlich ein bisschen weniger spannend, wenn sie immer brav wären.

Und mittlerweile hat mich der Alltag wieder. Zwar läuft noch Kontakt mit den FÖJ-kollegen und ich geh sogar mit ein paar morgen ins Kino, aber die große Melancholie ist verflogen. Ich denke, dass werde ich jedes Seminar durchmachen. Und solange es immer nur für ein paar Tage ist, finde ich dass noch vertretbar. Rumheulen ist okay, solange man daran noch irgendwann die Freude verliert.

Mein Knie macht mir langsam Sorgen. Ich habs mir ja beim NACHTRODELN irgendwie blöde verdreht. Und danach tats ein paar Wochen weh. Dann gings ein paar Wochen, aber seit dieser Woche schmerzt es nach ner Weile gehen ziemlich. Werde wohl wieder ein Bettwochenende machen und auf Besserung hoffen. Zu sehen ist nix und zum Arzt will ich auch nich. Des hab ich wohl von meinem Paps. Der ist der Auffassung, wenn was wehtut, erstmal abwarten und nich gleich zum Arzt rennen. Und eigentlich bin ich damit immer ganz gut gefahren. Aber anscheinend nicht diesmal. Aber wenn ich jetzt damit zum Arzt gehe, wird es wohl oder übel zu diesem Gespräch kommen:

" Und wobei haben sie sich so wehgetan?"
"Beim Rodeln, bin mit dem Bein hängengeblieben"
"Rodeln? Aber es liegt doch schon seit Wochen kein Schnee mehr? Sagen sie bloß, sie haben schon seit Wochen ein kaputtes Knie und kommen jetzt erst zu mir!?"
"Ähhhh... warn sie schonmal nachtrodeln? Ist echt ein Erlebnis......"

Und darauf hab ich keine Lust. Noch vertrau ich auf meine irgendwo verborgenen Wolverine- und Hulk-Regenerationskräfte. Ich geb meinem Knie noch 2 Wochen. Wenns dann noch schmerzt, gehts ab zum Doktor, unangenehme Fragen hin oder her.

Ach ja und ein Gruß nach Kanada. Nicht zu Hannes, HA! Naja auch zu Hannes, aber eigentlich zu Anne "Lutz" B. Ist da bei den Paralympics als Jungjournalistin und wird bestimmt die Behindertendopingszene aufdecken. Jedenfalls ein Gruß aus dem Kessel. Die Leser schließen sich da bestimmt an. Ich freu mich, dass die Sonne rauskommt und die letzten Chrushediceberge dahinschmelzen. So werde jetzt noch ne Runde mit Robin und Hund Lukas drehen. Und für euch noch ein Lied.

Sonntag, 24. Januar 2010

Diese Tage waren toll

Mein Wochenende ist wieder vorbei und ich sitze wieder in Eberswalde in meinem ausgekühlten Zimmer. Ihr wollt wie gut dieses Haus isoliert? Ähmm.. naja seht selbst:

Das ist die Klinke von der Hoftür... von INNEN. Auch alle Fenster im Flur haben nen hübschen Frostfilm. Ich komm mir vor wie bei "The Day after Tomorrow." Ich höre schon das Wolfsgeheul...Hilfe... Und dann könnt ihr euch ja vorstellen wie schnell mein Zimmer an Wärme verliert, wenn ich mal den Samstag über nicht heize.

Und mein Wochenende war toll. So wie erwartet und dann doch ganz anders. Alles fing damit an, dass ich Ökofine zum Nachtrodeln einlud. Ich wollte sie mal von ihrem Arbeitsstress ablenken und sie sagte tatsächlich zu. Und sie fuhr mich sogar nach Forst. Wirklich nett von ihr. Und ich hatte zeitweise bedenken sie mitzunehmen. Dieses Wochenende sollte schließlich eins voller alter Freunde werden und ich hatte Sorge, dass sie sich nur wie ein Anhängsel fühlt, dass ich mit mir rumtrage. Ich hoffe es ging ihr nicht so. Ich nahm sie zum Beispiel mit zum Tag der offenen Tür an meinem Gymi. Und natürlich war ich mit Händeschütteln und grüßen beschäftigt. Aber ich glaube sie nahm es mir nicht zu übel.

Ach ja, der Tag der offenen Tür. Soll ich beschreiben wie ich mich gefühlt habe? Ein Lied reicht dafür:



Ich fands wirklich toll. Kommen wir nun zum Topevent: Nachtrodeln.
Wie schon befürchtet kamen weniger als erhofft. Am Ende waren wir ca. 15 Leute die auszogen den Berg zu stürmen. Naja... es haben eher nur 10 davon den Berg gestürmt. Und damit komm ich zu der eigentlichen Kritik. Ich finde es ja toll, wenn man so ein Event nutzt um alte Freunde wiederzutreffen, aber ich erwarte, dass man dann wenigstens mitrodelt und winterfeste Kleidung trägt. Ich persönlich fühl mich verarscht, wenn sich eine Gruppe "cooler" Leute absetzt, lieber nen Kreis bildet und nach ner halben Stunde rumheult, wie kalt es doch sei und dass man lieber wieder nachhause will. Meiner Meinung nach ist das nicht die Grundidee vom Nachtrodeln. Natürlich macht auch das aufwärmen in der Küche Spass, aber nur wenn man von seinen blauen Flecken dabei erzählen kann. Alter, wir waren 2 Gruppen beim Nachtrodeln. Irgendwie schon traurig. Aber natürlich gabs auch tolle Momente. Ich sag nur Sechserschlittenketten, Freude über doch nicht gebrochene Beine und eine Fine mit undefinierbaren Warnrufen. Hier noch ein Schnappschuss:

"Gorillas im Nebel"


Und Fine, ich glaube du kannst dich öfters in Forst blicken lassen. Du bist ziemlich Nerdresistent, und ich denke, dass kam bei einigen Jungs hier gut an. Und die Mädels mögen dich auch... behaupte ich einfach mal jetzt.

Danke an alle für dieses tolle Wochenende. Natürlich auch meiner Familie, hab mich wieder richtig zuhause gefühlt. So mit guten Tischgesprächen und so.