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Sonntag, 30. Januar 2011

Und doch bewegt es mich

Ich bin kein Freund von Soldaten und dieser ganzen Armeewelt. Ich wurde mit dem Gedanken aufgezogen, dass Krieg am Ende doch nur Leid und Tod erschafft und an diesen Gedanken halte ich heute noch fest. Und manchmal werde ich auch so einer, der in jeden Soldaten einen waffengeilen Fascho sieht. Was wir aber gerne alle vergessen: In jeder größeren Gruppe gibt es auch eine Bandbreite von Charakteren. Und so gibt es unter den Soldaten, egal ob deutsche oder amerikanische, sicherlich ein paar Idioten, aber mit Sicherheit auch einfach ein paar Typen, die eigentlich gute Kerle sind und zuhause ne Familie haben. Und die vergessen wir gern in den Diskussionen. Die vergess ich gern. Doch heute bin ich auf dieses Video gestoßen:



Und es hat mich wirklich gerührt. Diese innigen Umarmungen, wo soviel Sehnsucht, Angst und Liebe drin steckt. Die Kinder, die ihre Mütter und Väter garnicht mehr loslassen wollen. Ich stecke zu wenig drin in der Materie Afghanistan oder Irak. Aber vielleicht sollten wir manchmal unseren Zynismus in dieser Sache zurückschrauben. Ich will nicht wissen wieviele Schicksale durch sowas ins Dunkle gezogen werden. Egal auf Seiten der Besetzer, oder der Besetzten. 
Ach, Verdammt. Es ist spät. Wahrscheinlich mache ich die Woche noch irgendeinen schlechten Witz über Terroristen im Irak. Wir sind da alle schon zu amgestumpft. Zu weit weg und zu lange schon einfach Alltag. Es ist einfach etwas mit Humor zu nehmen, was einen persönlich nicht betrifft.
Aber heute hab ich für ein paar Minuten geschwiegen und einfach nur an all diese Familien gedacht, die sich jeden Tag davor fürchten, einen geliebten Menschen zu verlieren. Unser Leben ist schon schwer genug, mit diesem ganzen Gewissenkram und so. Warum dann noch so ein Blödsinn wie Krieg erfinden und die ganze Sache verschlimmern.

Tut mir leid. Ich bin müde. Sentimental. Da kommt sowas bei raus. Vielleicht komme ich demnächst wieder in meine alte Komikerrolle. Gebt mir noch ein paar Wochen. Danke.

Samstag, 18. Dezember 2010

Türchen Nummer 18

Manchmal da möchte ich einfach nur ein Beschützer sein. Ich möchte Freunde davor beschützen Angst zu haben. Ich will sie vor Fehlern schützen. Ich will Leute vor der Trauer schützen. Lasst mich euch schützen. Meine liebsten Helden, sind die, die sich aufopfern.






















Meine Stadt Forst hat nicht den besten Ruf. Eine sterbende Stadt. Grau. Hoffnungslos. Doch je länger ich fern ab von Forst lebe, desto mehr merke ich, dass ich mit dieser Stadt verbunden fühle. Diese Stadt hat mich aufgezogen, mit all ihren verrückten tollen Charakteren. Hier läuft natürlich vieles falsch, und trotzdem schaffen es die Jugendlichen hier tolle Eigenarten zu entwickeln. Als ich gestern abend auf der Party des 13. Jahrgangs war, musste ich an diesen Vorstellungen zweifeln.

Bevor ich mich dahin aufmachte, fragte ich noch Jonas, ob er auch kommen will:

ringvernichter17.12.2010 20:48
heute abend metallbau´?
Alpa Chino17.12.2010 20:48
nee ich komm nich dahin
ringvernichter17.12.2010 20:48
willst darfst oder kannste nich
Alpa Chino17.12.2010 20:50
wollen.. hab nich so lust mich von irgendwelchen kettentragenden faschos belabern zu lassen.. hab bisher nur schlechte erfahrungen mit diesem discozeug.. aber zu euer jahrgangsparty komm ich ;-)
ringvernichter17.12.2010 20:51
naja ich werd mal gucken gehen wer so da ist. wenns zu krass wird hau ich ab.
ringvernichter17.12.2010 20:51
schade. haben die mitterweile echt son status, dass die leute vergraulen
ringvernichter17.12.2010 20:51
ich kannte die anfangs noch als minderheit
ringvernichter17.12.2010 20:53
najuti dann mach dir trotzdem noch nen schönen abend. man sieht sich. ich sag nur nachtrodeln.
ringvernichter17.12.2010 20:53
bis dann
Alpa Chino17.12.2010 20:53
ja das hat sich verschlimmert!
ringvernichter17.12.2010 20:53
fuck


Und so machte ich mich auf den Weg zum Metallbau. Ich hab schon erwartet ein paar Faschos anzutreffen. Sie waren immer dabei. Aber sie waren immer nur eine Minderheit. Eine Minderheit die zwar von mir nicht gern gesehen war, aber meistens nicht weiter die Party beeinflusst hat. Und das Gespräch mit Jonas machte mich nachdenklich. Und ich ging mit einer bestimmten Einstellung zur Party. Ich fühlte mich wie der Protagonist in einem dieser Filme, wo er seit langer Zeit in seine Heimatstadt kommt und dann sieht was fürn Drecksloch draus geworden ist. Irgendwie war ich aufgedreht. Ich nahm mir vor wenigstens die Faschos mit bösen Blicken und so zu strafen. Zur Einstimmung hörte ich auf den Weg dorthin ein bissl Kanye. Und was wurde aus meinen Versprechungen? Gleich am Eingangstor stand ein ehemaliger Klassenkamerad, der auch er dem rechten Lager zuzuordnen ist.

Und wie war meine erste Begegnung mit dem rechten Lager?

"Na, Willi wie gehts?"

"Joa, ganz gut. Ist schon viel los?"

"Ne, noch garnix, trinken wir nacher einen zusammen?"

"Na,klar."


That´s why I never be a hero....


Und es war wirklich noch nicht viel los. Aber Henry war schon da und wir laberten. Und plötzlich kamen sie. Es waren nicht nur die üblichen 5 Mann. Es waren dutzende. Immer mehr kamen dazu. Und gegen 12 kam mir die Erkenntnis. Aus dieser Minderheit wurde das allgemeine Bild des Forster Jugendlichen. Na, klar waren auch nette Leute dabei. Aber wir waren in der Unterzahl?

Und wenn ihr jetzt mit Argument kommt, aber die waren doch friedlich, dann hier noch ein paar Anekdoten.

Als ich einen von den Frage, warum seine Hand eingegipst sei, sagt er nur: "Bin unglücklich gefallen... belassen wirs dabei"


als Teddy kam, bin ich auf ihn zugerannt und bin dabei durch die Massen gedrängelt. Teddy meinte danach zu mir, das hätte einige böse Blicke auf mich gezogen. Merke! Nazis sind wie Raubtiere. Keine schnellen Bewegungen!


Apropos Raubtiere, die dazugehörigen Mädels trugen schätzungsweise den gesamten Leopardenbestand Afrikas als Oberteile. Ich lege große Hoffnungen in diese Frauen. Sie können diese Bewegung aufhalten. Wenn die Irgendwann sich gegenseitig hassen und sich die Typen ausspannen wird sich hoffentlich diese Kameradschaft in den Abgrund stürzen.


Ich hab an dem Abend die unterschiedlichsten Geschäftsideen entwickelt. Von Partyfotos an die Antifa verkaufen, über Prügeleien filmen und unter dem Namen "Nazis gone wild" zu verkaufen und Führungen zum Gedenkstein der Forster Synagoge anzubieten. Ich habe diese Späße gemacht um meine Machtlosigkeit zu überdecken. Was wurde aus meinem Gotham City? Sehen so jetzt alle Partys aus in Forst? Ist dass das Bild der Jugend? Ich weiß, ich hatte dieses Thema schonmal. Aber damals zeigten sich zwar die Nazis viel öffentlicher, aber nicht so groß von der Anzahl her. Gestern waren soviele Faschos da wie noch nie. Wäre des ne Geburtstagsparty von einen von den gewesen, oder die Record-Release Party von Prussian Blue hätte es mich ja nicht gewundert. Aber verdammt nochmal! Das war die offizielle Party des Abiturjahrgangs!


Ich hab gestern abend sogar geplant mal mit nem Mädel rumzuknutschen, aber der Perosnenkreis hat mir den ganzen Abend versaut. Teddy nahms nicht so eng, er tanzte ausgiebig und war gut drauf. Er meinte auch zu mir, ich solle mir nicht so ein Kopf drüber machen, und mich lieber über die Leute freun die ich mag. Aber ich kann bei solchen Partys sowas nich. wir Nerds sind schon immer die Aussenseiter. Aber bei meinen alten Partys wars den Leuten egal. alle waren gut drauf und auf der Tanzfläche tanzten Hardcorepeople mit Tussis und Nerds. Gestern abend hatte ich Angst überhaupt Leute anzurempeln. Falscher Blick zur falschen Zeit und du hast dir nen Feind gemacht.


Trauriger Höhepunkt des Abends: Hitlergruß während KlingKlang von Keimzeit gespielt wurde. Mein Songwunsch des Abends war "Schrei nach Liebe." Er wurde nie gespielt.


Um 3 bin ich dann nachhause gelaufen. Vollkommen fassungslos. Das wirklich traurige an diesem Abend waren nicht die Massen an Nazis, sondern wie der Rest drauf reagiert. Es ist ihnen egal. Es ist Alltag hier geworden. Warum muss Forst plötzlich das Klischee erfüllen? Warum hat dieses Pack mittlerweile so nen Status, dass Leute wie mein Cousin keinen Bock mehr haben auf Partys haben, weil man auf die Typen treffen könnte. Wäre ich Bruce Wayne, würde ich heute Abend in mein Kostüm schlüpfen und in der Stadt und auf den Dörfern ein paar Clubs einen Besuch abstatten. Dafür sorgen, dass ihnen klar wird, dass diese Stadt nicht ihnen gehört und niemals gehören wird. Aber ich bin nicht Bruce Wayne. Ich bin nur ein Typ, dem das all egal sein kann, weil er hier eh nicht mehr wohnt. Ist es mittlerweile so krass hier, dass man nur noch zwischen Park 7 und Dorfclub wählen kann?


Wenn die Nazis von ihren Dörfern nun in die Stadt ziehen und wahrscheinlich hier schon mehr rekrutieren, als dass es die Linken können, dann wird dass hier noch alles sehr unschön.


Forst, was hat dich bloß so ruiniert?

Montag, 29. November 2010

Herzlos


Donnerstagabend:
Wenn ich von meinem Schreibtisch aus, aus dem Fenster schaue, sehe ich die Schneeflocken  im orangen Licht der Straßenlaterne. Ich war gerade bei Komillitonen zu Besuch und hab mir auf der Straße noch ne schöne kleine Schneeballschlacht geliefert. Ich hab mich wohl gefühlt. Ich fühle mich allgemein in meinem Studium wohl. Ich merke, wie ich zwar nicht alle Texte bis aufs Letzte verstehe, aber doch mit dem Stoff mitkomme. Das Radiomodul ist ein Wechselbad der Gefühle.

Sonntagabend:
Jeden Tag hol ich diesen Post aus der Ecke und will weiterschreiben. Jedes Mal scheiter ich beim ersten Satz. Und eigentlich würd ich euch auch nur wieder mit Herzkram belagern. Und eigentlich kann ich mich recht kurz fassen. Ich denke gerade an die alten Tage. Nicht nur an FÖJ, oder Sek2 Zeit. An die Zeit davor. Wie ich in der 9. Klasse viel mit Johanna und Co. rumgehangen habe. Leute, die ich heute nur noch über irgendwelche Social Networks sehe. Ich denke an meine Rüstenzeiten, wo ich selber noch Teilnehmer war. Wie ich nach meiner letzten Sommerrüste noch mit Rickert auf dem Klettergerüst saß und wir darüber redeten, wie schnell doch alles vorbei geht und dass wir nun diese großartige Zeit der Rüsten hinter uns lassen müssen. Das war vor 8 Jahren. Rickert hab ich seitdem gerade mal noch 3 mal gesehen. Das letzte mal vor 3 Jahren. Christian, mein bester Freund in der Grundschule, sehe ich alle Jubeljahre mal. Ich hab gerade Sophie über Facebook ne Nachricht geschickt. Sophie war unglaublich wichtig in der Sek2 für mich. Ich hab sie seit über einem Jahr nicht mehr gesehen. Worauf ich hinauswill: Wenn ich nachdenke, dann habe ich schon soviele unterschiedliche und tolle Menschen erlebt. Und ich habe kein einzigen von euch vergessen. Ihr habt mich alle begleitet. Ihr habt mich alle geprägt. Vielleicht hab ich euren Namen vergessen, vielleicht wann wir uns das erste Mal treffen, aber ich habe euch nie als Person vergessen.





Ich hab schon immer gewusst
Dass man sich verändern muss
Doch was du mit mir treibst
Das geht zu weit

Denn du schneidest
Ja du schneidest
Immer mehr von mir ab
Und du meidest
Meine leidenschaft

Herz los, Herz los
Ich werde nie so bleiben
Wie ich gerade bin

Ich hör dich mit andern reden
Wies mir geht und was ich fühl
Warum ich meine Ziele
Noch immer schnell verlier

Jeder brennt nur
Ja jeder brennt nur
Für sein eigenes Licht
Und jeder kennt nur
Seine eigene Stimme die spricht

Alles was zu nah kommt
Baby das erdrückt mich
Darum sing ich die Lieder
Und du machst alle glücklich

Herz los, lass mein Herz los
Denn ich wollte nie so bleiben
Und ich werde nie so bleiben
Wie ich gerade bin

Dienstag, 16. November 2010

Es war ein Fehler

Es war ein Fehler dieses Leid auf meinen MP3-Player zu packen. Als ich es heute abend hörte, war ich auf dem Weg zum Radiostudio. Und als sie anfing zu singen, wollte ich mich an liebsten auf den Gehweg setzen, mein Gesicht auf den nichtvorhandenen Sternhimmel richten und einfach losweinen. All diese Ängste, all diese Verzweiflung wurden durch das Lied katalysiert. Ich wollte nicht weitergehen, ich wollte ins straucheln kommen. Mich niederlegen. Nie wieder aufwachen. Frei sein von jedem Druck.
Ich hätte gerne die Hand eines schönen Mädchens gehalten. Ich hätte ihr gern ins Gesicht geschaut und eine Strähne aus dem Gesicht gestrichen. Und sie hätte gelächelt.

Zurzeit ist das Leben irgendwie ein Witz. Manchmal wünsch ich mir er wäre komisch, aber zurzeit ist er das nicht. Verdammtes Wetter, verdammte Menschen, verdammtes ich. Verdammtes Leben.




You are my everything
My head and my heart, my mind, my wing
I could give all again
I'm never sure
Of anything
With you

The jokes the laughs the teardrops too
The games the fun the travels too
Yes I go through all with you
All good things now come from you

I hope you feel the way I do
I hope you give yourself up too
I'm damned to feel the way I do
What have I done
To fall so hard
For you

I give my everything
My head and my heart, my mind, my wing
The past the present tomorrow too
I'll spend my final day
With you

I hope you feel the way I do
I hope you give yourself up too
I'm damned to feel the way I do
What have I done
To fall so hard
For you

I hope you feel the way I do
I hope you give yourself up too
I'm damned to feel the way I do
What have I done
To fall so hard
For you

Donnerstag, 26. August 2010

The Hard Times of RJ Berger

MTV produziert eigentlich nur noch Müll. The Hills oder irgendeine Lesbencastingshow. Eigentlich... doch zum Glück hat dieser ehemalige Musiksender vor kurzem eine Serie rausgebracht, die mein Herz berührt hat.


"The Hard Times of RJ Berger"

http://www.serienjunkies.de/news/big/p/play-day-the-hard-26778_big.jpg 

Der Plot ist recht simpel. RJ (Bildmitte) ist ein Loser und Nerd. Die Pilotfolge beginnt damit, dass seine Mutter ihm beim onanieren erwischt. Seine einzigen Freunde in der Schule sind Miles und Lily. Miles (ganz links) ist der Typ Loser, der so gerne dazugehören würde. Er schmeißt sich an jede Braut ran und ist in der Serie eigentlich die Figur, die RJ immer auf dumme Ideen bringt. Lily (links neben RJ) steht seit Kindheitstagen auf RJ und macht das so oft wie möglich deutlich. Sie ist zwar keine wirkliche Schönheit, aber steht immer auf RJs Seite.
RJs heimliche Liebe ist die Schönheit unter den Schönen. Jenny Swanson (rechts neben RJ) ist aber natürlich mit dem Basketballstar und Arschloch Max (rechts) zusammen. RJ hat also kein leichtes Leben, er gehört nicht zu den Coolen und wird des öfteren fertig gemacht. Doch eines Tages verliert er bei einem Basketballspiel vor der gesamten Schule seine Hose und sein dunkles Geheimnis wird offenbart. Er ist ausserordentlich gut bestückt. 

Ihr seht, die Haupthandlung worauf diese Serie aufgebaut ist, passt ziemlich zu MTV und dessen üblichen Publikum. Viele Folgen handeln auch nur davon, wie RJ und Miles versuchen irgendwelche Mädels rumzukriegen oder beliebter zu werden. Aber darum mag ich diese Serie nicht. Ich mag die Ehrlichkeit die von den Charakteren ausgeht. RJ entscheidet sich in mehrern Folgen für den Weg, der ihn nicht beliebter macht, aber ihn dafür ein gutes Gewissen lässt. Ich kann mitfühlen mit Miles und RJ. Beliebt sein, endlich ein Mädchen finden, nicht mehr ganz unten in der Rangliste stehen. Beide haben eigentlich das gleiche Ziel. Miles geht die ganze Sache nur aggressiver an.

Der Humor ist bissig, zeitweise geschmacklos. Trotzdem hat er Charme. In jeder Folge werden bestimmte Szenen als Cartoon dargestellt, was immer gut in Szene gesetzt ist. Und viele Folgen haben diese Art von Momenten die ich liebe. Wenn RJ eine ehrliche Rede für das Schüleramt hält, wenn er wieder aufsteht, nachdem er zu Boden geschlagen wurde, zu dem Typen hingeht, mit seiner Hand an seinem Ding rumfummelt und ihm dann seine Finger unter die Nase hält. Was ich auch liebe ist die Musik die benutzt wird. Hier hat man wirklich Geschmack bewiesen und nicht irgendwelchen Mainstreamscheiß rübergelegt.

Ich habe heute die letzte Folge der ersten Staffel gesehen und danach habe ich mich entschlossen diesen Artikel zu schreiben. Jede Figur hat in der letzten Folge so unglaublich starke Momente. Ich war wirklich geflasht. Und deswegen lege ich euch diese Serie ans Herz. Ich glaube sie läuft auch im deutschen Fernsehen. Weiß aber nicht wie die Syncro ist. Guckts am besten im Originalton.
Und wirklich, es ist tiefsinniger als es den Anschein macht. Selbst diese Gemächtsache spielt später kaum noch ne Rolle.
Hier nochmal der Trailer:



Edit: Okay, man kann die deutschen Folgen online hier sehen. Aber wie erwartet, selten hässliche Syncro. Schade. Naja.

Dienstag, 29. Juni 2010

Leo

Gestern abend ist unser Kater Leo in den Armen meiner Eltern gestorben. Er wurde vermutlich angefahren und schwer verletzt von meinem Nachbar Paul gefunden. Nachdem meine Eltern die Verletzungen begutachteten, entschieden sie sich dafür ihn einzuschläfern. Und so starb Leo.
Für die Leute, die schonmal bei mir zuhause waren: Leo war der graue Kater, der nur ankam, wenn er Hunger hatte.

Leo war ne Zicke. Er kam nur an wenn er was wollte und wenn man ihn hochnahm, fuhr er die Krallen aus und brummte bedrohlich. Er griff Boris, unseren anderen Kater, immer hinterlistig an, weil er ihm körperlich unterlegen war. Er verrichtete in den ersten Jahren gerne sein Geschäft in unseren Betten. Tolles Gefühl nach nem langen Tag ins Bett gehen zu wollen und dann zu merken, dass die Bettdecke merkwürdig klamm ist. Ich liebte es ihn zu nerven, wenn er einfach nur pennen wollte. Bis ich seine Klauen in meiner Hand hatte.

Leo war ein Kämpfer. Er hatte ne Weile ein extrem geschwollenes Pfotenpolster. Eines Tages platzte es auf und es dauerte Monate, bis es wieder zuwuchs. Ein Wunder, dass es sich nie entzündete. Leo hatte seit seiner Geburt einen Herzfehler. Wahrscheinlich resultierten daraus die 2 Schlaganfälle, die er erlitt. Er konnte danach nicht mehr seine Hinterbeine bewegen und saß im Keller in nem alten Kleiderschrank. Meine Mutter war damals kurz davor ihn einschläfern zu lassen. Nach 3 Tagen konnte Leo wieder gehen und war die alte Zicke wie vorher.

Ich hatte nie das Gefühl, dass Leo die Anwesenheit von uns Menschen sehr genoß. Er mochte unseren warmen Zimmer, Betten und die regelmäßigen Fütterungen. Und trotzdem traf mich die heutige Nachricht. Wäre unser Vogel gestorben, oder eines unser Kaninchen wäre ich nie so nachdenklich in den Abend gegangen. Dieser Místkerl hat mich halt 4 Jahre begleitet und im Gegensatz zu Vogel und Kaninchen hatte ich bald täglich mit ihm zu tun. Er war mit Sicherheit kein Traumtier, aber er war ein Freak. Ein verdammt zäher. Und dafür habe ich ihn geliebt. Und nun für dich Leo, du geliebter Mistkerl, der Urvater des Trauerliedes. Ich werde dich vermissen. Wirklich.

Donnerstag, 24. Juni 2010

Team

Ich war heute mehrmals auf dem Weg vom Bahnhof zu meiner Wg kurz davor Tränen zu vergießen. Aber es wären keine Tränen der Trauer, sondern Tränen des Glücks gewesen. Ich war mit mir selber in ein Selbstgespräch vertieft über all das Glück das ich dieses Jahr hatte. Ich bin noch in dieser Schwebe. Eine Kollegin bezeichnete sowas als "Seminarnachwehen" und ich denke ich werde morgen auch noch davon betroffen sein. Ich werde sie genießen. Und nein ich meine nicht die Melancholie und das Nachtrauern.

Ich werde viele tolle Momente mit mir rumtragen. Von all diesen Erlebnissen. Wir sind mittlerweile eine Gruppe, die sich gegenseitig vertraut. Wir hatten einmal eine Feedbackrunde, wo man sich ehrlich kritisieren sollte. Und Theo kritisierte ehrlich und direkt, dass ich mir zu viele Gedanken über die Seminare mache und mir diese Melancholie nicht gut tut. Und er sagte es mit so einer Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit, dass ich gerührt war. Und es half. Ich hatte so gut wie nie Kummer in dieser Zeit. Ich hab diese 3 Tage wirklich genoßen. Ich habe viel gelacht, habe Leute unterhalten und tolle Gespräche gehabt. Ich hab mich mit Tini geprügelt und es war wunderbar. Ich hatte keine Bedenken, weil sie ist wirklich fies beim Kämpfen. So mit Kneifen und so.
Wir haben uns Schlussendlich auf ein Unentschieden geeinigt.

Und ich will noch ein paar Worte zu Theo verlieren. Wenn man Theo das erste Mal sieht, wirkt er ernst, vielleicht sogar ein bisschen verbissen. Und beim ersten Seminar, dachte ich er wäre halt ein ernster Kerl, der ab und zu mal nen Spruch ablässt. Und seine Art gefiel mir irgendwie. Aber ich hatte Sorge ihn auf den Keks zu gehen. Doch ab den 2. Seminar, war mir bewusst, dass wir beide humortechnisch auf einer Ebene sind. Ich habe mich selten mit jemanden so schnell verstanden. Und so sind wir ab dem 2 Seminar meistens zu 2. durch die Gegend gezogen. Wir hauen uns mit Sprüchen zu, die kein anderer versteht. Und trotzdem nehmen wir uns auch ernst. Ich höre ihm interessiert zu wenn er vom Reenactment-Erlebnissen erzählt und auch wenn es um Gruppenthemen geht, werden wir wieder seriös... meistens. Tini meinte in der Feedbackrunde, dass sie merkt, dass Theo mir gut tut. Und sie hat so recht damit. Der Kerl ist großartig. Ich kann mit ihm stundenlang Mist reden und lachen und trotzdem ist er unglaublich gescheiht. Wenn wir in der Runde über Themen diskutieren, kann Theo meistens mitreden.

Und er hat in mir jetzt einen Wunsch ausgelöst. Erik, Theo und ich saßen mal rum und haben so davon gelabert, dass wir ja ne WG in Potsdam machen könnten, wenn wir da alle studieren sollten. Anfangs meinte ich es garnich so ernst, aber die Vorstellung gefiel mir. Und dieses Seminar hab ich gemerkt, dass Theo die Sache voll ernst meint. Er hat Bock mit Erik und mir zusammen zu wohnen. Und ich kann mir gerade nix tolleres vorstellen. Ich find es schon faszinerend, denn beiden zuzuschauen, wenn sie Kampftechniken austauschen. Ich hab mich in Potsdam beworben, aber da siehts von NC eher düster aus, aber selbst wenn ich in Berlin angenommen werde, hab ich kein Problem damit zwischen Berlin und Potsdam zu pendeln. Dass sind mir diese Jungs wert.

Als ich heute bei der Rückfahrt in die Gesichter blickte, waren die meisten Blicke leer. Als würden sie einfach die vergangenen Momente genießen wollen. Und mir gings ähnlich. Ich versank nicht in der Melancholie. Ich grinste aus dem Fenster und erfreute mich diesen gottverdammten Erinnerungen. Wir wollen noch ein Abschlussfest machen. Es ist noch in der Schwebe. Und ich weiß jetzt schon, dass es nicht an die Seminare kommen wird. Aber das ist klar. Und auch nicht schlimm. Und nun noch ein Danke. Ein Danke an den Landesjugendring und allen Teamern. Und ein dickes Danke an alle Seminarmitgliedern. Egal, ob sie nur ein Seminar dabei waren, ihr wart in diesem Jahr mein Highlight. Ihr habt mir Glück geschenkt. Boah, wie ich gerade grinse. Ihr seit einfach zu geil.

Für euch:
2 Zitate aus einem der besten Filme ever. In Gedenken an Frank Giering.

"Freundschaften sind wie Sehnsüchte. Toll, gross, absolut gigantisch. Und wenn sie dich erstmal gepackt haben, dann lassen sie dich nicht mehr los. Manchmal nie mehr."

"Weisst du was ich manchmal denke? Es müsste immer Musik da sein. Bei allem was du machst. Und wenns so richtig scheisse ist, dann ist wenigstens noch die Musik da. Und an der Stelle wo, wo es am allerschönsten ist, da müsste die Platte springen und du hörst immer nur diesen einen Moment."  


Und nun Musik. Hab ich heute beim Busfahren gehört, obwohl er mal Sommerhit war, hat er für mich echt Charakter. Gute Laune Leute! Lasst euch nicht  ownen von diesem Leben. 


hips dont lie

Emma | MySpace Video

Montag, 21. Juni 2010

bis dann

Morgen Seminar. Letztes Seminar. Ich freu mich und gleichzeitig ist mein Herz voller Wehmut. Fuck. Gerade mal 3 Tage. Ich will sie nutzen. Wirklich.

Dienstag, 11. Mai 2010

Sowas wie aktive Sterbehilfe



Ich liebe meinen Mp3-Player. Ich hab ihn nun 4 Jahre und er revoltuionierte mein Reiseverhalten. Seit ich ihn habe gibt es keine Sologänge mehr ohne diesen Schatz. Ich habe mit ihm Epochen meines Musikgeschmacks durch. Ich hatte mal ne Busfahrt nach Köln ohne ihn. Es war die langweiligste Fahrt ever. Und auch er hat viel mit mir durch. Ich bin selten vorsichtig mit meinen Gebrauchsgegenständen, selbst mit denen die ich liebe. Mein Freund hat schon vorne seine Kappe eingebüßt und sein Display hat nen Sprung und trotz allem spielt er noch meine Musik. Im Shufflemodus bringt er mir zeitweise so ein großartig passendes Gefühls/Musikkino. Er bereichert meinen Alltag. Und nun... liegt er im Sterben.

Ich weiß, es ist ziemlich seltsam über einen Gegenstand einen Nachruf zu schreiben und es wirkt wahrscheinlich ziemlich lächerlich, aber ich mein es doch ernst. Hey, dieses kleine Ding hat mich 4 Jahre lang begleitet. Seit einiger Zeit kriegt er es nicht mehr hin vernünftig die Titel anzuzeigen. An sich hätte ich damit kein Problem, weil ich da ehe nie raufgucke. Aber das Problem ist, er versucht immer wieder dieses Kauderwelsch in Ordnung zu bringen. Und bei jedem Reboot bringt er auch das Lied ins Stocken. Er machts nicht ständig, aber es häuft sich. Und bei manchen Liedern ist es unerträglich. Ich höre Musik um dabei im Kopfkino zu schwelgen. Mit dauerndern Stockern, ist auch das Kopfkino echt beschissen.

Mein Mitbewohner hatte ihn letztens sogar auseinander genommen, weil er nen Wackelkontakt hatte und es so aussehen ließ, als ob die nagelneuen Kopfhörer daran Schuld wären. Hab mich deswegen extra mit Promarktverkäufern angelegt.

Die Tasten haben ihre besten Tage erlebt. Lautstärke lässt sich nur noch mit sanfter Gewalt regeln. Letztens hat er sich sogar geweigert die angezeigte Lautstärke abzuspielen. Er gibt mehr immer mehr Gründe ihn durch ein neueres Modell abzulösen. Ich werde wahrscheinlich kommenden Freitag in ein Media Markt gehen und mir einen Nachfolger suchen. Und natürlich freut sich ein Teil von mir auf ein neues Spielzeug. Und ein kleiner Teil ruft: "Ipod!"

Aber ein nicht unwesentlicher Teil fragt "Warum?" Nur weil mir die Macken von meinem alten Kumpel auf den Keks gehen, hol ich mir einen Nachfolger? Damit ich endlich mehr als nur einen GB Speicher hab? Und es ist sehr wahrscheinlich, dass der "Neue" mit meiner grobschlächtigen Art nicht so klar kommen wird.

Und trotzdem werde ich meinen Mp3-Player sehr wahrscheinlich in den ewigen Schlaf schicken. Ich werd mich immer an meinen ersten und besten Player erinnern. So simpel so gut. Wie so vieles im Leben. Er war schon sowas wie ein Freak. Und deswegen passt er in mein Leben. Deswegen nenne ich ihn Freund. Ich werde ihn noch nutzen bis Freitag. Dann kommt wahrscheinlich der Neue. Und dann mal sehn. Ich will ihn nicht verstauben lassen, oder nur als USB-Stick ersatz nutzen. Er hat was besseres verdient. Vielleicht ne Feuerbestattung. Mal schaun.
Und nun als Abschiedslied. Eins der ersten Lieder, die ich auf ihn raufgespielt habe und eins der traurigsten.

 

Und die Cold Case Folge, wo die Szene vorkommt ist auch ziemlich sehenswert.

Donnerstag, 4. Februar 2010

An manchen Abenden


An manchen Abenden mag ich einfach solche Lieder



Gerade ist soviel schlechte Stimmung auf den Seiten, die ich so täglich ansteuer. Und auch über den Leuten ist gerade irgendwie ein dunkler Schatten. Und eigentlich konnte ich mich dagegen gut erwehren. Ich hielt mein Kopf klar. Sei es mit nem neuen Hulkcomic, mit Teilnahme an sozialen Wohnungsevents oder Cluedo spielen auf der Arbeit. Doch irgendwie merke ich gerade wie da Sachen aus irgendwelchen alten Gruften in meinen Gedanken aufsteigen wollen, die ich für begraben hielt. Keine Sorge, ich meine nicht wirklich das Luder Liebe, es ist eher der alte Nemesis "was fängst du eigentlich mit deinem Leben an"?

Eigentlich bin ich mir nicht sicher, wo es mich noch hinführen wird. Und eigentlich finde ichs gut so. Ich wills so gerne entspannt sehen. Aber kann man Gelassenheit erzwingen?

Ich weiß nicht ob ich irgendwas ändern sollte, ob ich mich zu sehr aufs Schicksal verlasse. Ich habe Angst vor der nächsten großen Krise, weil ich nicht weiß woran ich mich dann halten kann. Gerade bin ich in einer Schwebe und sie fühlt sich gut an. Aber ich kann sie nicht genießen, weil ich die ganze Zeit dran denken muss, wann denn wieder die Schwerkraft eingeschaltet wird und ich mit voller Wucht auf den Boden knalle.

Ich verlerne das Leben zu genießen. Warum? Manchmal hab ich das Gefühl, wir Blogger stehen drauf rumzuheulen. Wie scheiße doch alles ist. Wir werden nicht geliebt, alle Menschen sind falsch und so weiter. Und ab und zu ist ja so ein Blick auf die Welt vollkommen okay und gerechtfertigt, aber wenn ich mich nur in Missmut suhle, dann muss ich mich nicht wundern, wenn nichts besser wird. Ich will nicht in diesen Sumpf versinken. Vielleicht wird mein Blog in nächster Zeit sehr leichtfüßg und von manchen als Semitiefsinnig und zu knuffig befunden. Aber ich denke, dass hat mein Blog nötig. Das hab ich nötig.

Und das wird gleich in die Tat umgesetzt. Um euch noch ein Lächeln aufs Gesicht zu zaubern: Meine aktuelle Traumfrau.



Felicia Day

Warum? Schon allein wegen solchen Liedern:





Mittwoch, 3. Februar 2010

Meine kleine Entdeckung

Diese kleine Entdeckung hat mir meinen gesamten Abend versüßt. Es handelt sich um die Kurzserie "Dr Horrible´s Sing Along Blog" Einem netten kleinem Projekt von professionellen Hollywoodleuten. Ich kam zu der Serie durch den Darsteller Neil Patrick Harris, den ich durch die Serie "How I Met your Mother" liebengelernt habe. Weil ich sie mir aber auf der offiziellen Seite nicht ansehen kann, hab ich damals nicht weiter nach ihr gesucht. Und heute fand ich sie durch Zufall bei Youtube. Und nun lade ich euch auch zu dieser netten Serie ein. Nehmt euch einfach mal 43 Minuten Zeit und schaut es euch an. Guter Humor, tolle Lieder und ein Ende, was mich schweigend und traurig zurückließ. Bei youtube sind die 3 Akte jeweils in 2 Parts geteilt. Heißt für euch ihr müsst euch 6 Teile anschaun. Keine Sorge, es ist es wert. Hier das erste Video. Den Rest sucht ihr euch selber.

Sonntag, 27. Dezember 2009

Ein Rückblick

Mein letzter Artikel für dieses Jahr. Und natürlich soll es sowas wie ein Rückblick werden auf das Jahr 2009. Was bei mir so hängengeblieben ist, was sich bei meinem Blog getan hat und was bei anderen Blogs passiert ist. Ich bin jetzt dafür extra ne Runde spazieren gewesen um diesen Artikel ein bisschen im Kopf zu planen. Also macht euch gefasst auf viel tiefsinnigen Mist. Fangen wir an.


Ich

Und erstmal schön mit einer Selbstreflexion beginnen. Im Nachhinein betrachtet war dieses Jahr eigentlich ein gutes Jahr. Ich hab mein Abitur bestanden, hatte tolle Partys und Unternehmungen mit meinen alten Schulfreunden. eigentlich wollte ich ja an die Nordsee für mein FÖJ, aber die Leute wollten mich nicht und aus jetziger Sicht bin darüber verdammt glücklich. Das Schicksalführte mich zu einer wunderbar entspannten WG und zu einer Arbeitsstelle, die mir die meiste Zeit viel Spass bringt. Und natürlich Erfahrung.

Mein Freundeskreis ist gewachsen. Obwohl Freundeskreis ist das falsche Wort. Es ist eher eine lose Masse an Freunden. Durch meinen Lebenswandel in Form von Umzug und so hab ich das noch stärker gemerkt. Ich glaube ich mach mir Karteikarten für die kommende Party. Mt so typischen Smalltalksätzen. "Ja, ich bin jetzt in Eberswalde und mache ein FÖJ." "Wo studierst du jetzt?" "Wie überraus interessant." Ich hab mich einfach auseinander gelebt mit den meisten. Dass hat nix mit Unsympathie oder so zutun. Es fehlt einfach das regelmäßige Gelaber. Ich bin gerade dabei dass zu verstehen und es für mich zu akzeptieren. Bei meinen Geschwistern und ihren Freunden ist es ja auch nicht anders.

Für mich war ein Thema in diesem Jahr so präsent wie selten. Das Thema Freundin. Es fing an mit dieser einen perfekten Lady. Ich hatte mit ihr so einen unglaublich wunderschönen Abend, der viel zu früh endete. Und ich malte mir soviel aus, was werden könnte. Ich war blind. Und eine Weile dachte ich jetzt in Eberswalde ich hätte sie und all diese verdammten Erinnerungen erfolgreich verdrängt. Aber mit ihr war das Thema Frauen nicht erledigt. Es verging keine Party wo ich nicht einer Frau verfiel. Und vor kurzem wurde sie wieder präsent in meinem Leben. Und bei mir ging alles von Vorne los. Sie kann nichts dafür. Sie hat mir schon so oft klargemacht, dass es für sie nur Freundschaft ist. Und ich würde mir so oft wünschen, dass es auch mein Kopf und mein Herz auch kapieren könnten.

Ich hab auch manchmal das Gefühl, dass ich eine Freundin nur als Statussymbol sehe. Und das erschreckt mich. Will ich nur eine Freundin, weil ich glaube, dass sie meinem Leben einen Sinn gibt? Eine Freundin aus anderen Beweggründen ausser Liebe? Manchmal glaube ich meine Eltern denken so. Unser Sohn ist bald 20 und hat noch keine Freundin, bitter. Sie meinens ja nicht böse, aber sie nerven mich ständig mit solchen Anspielungen. Aber ich bin Wilhelm, der dicke Nerd. Nett zu Frauen, halbwegs charmant, zeitweise sowas wie witzig. Das bin ich verdammt. An guten Tagen aktzeptiere ich mich. An schlechten hasse ich es. Ich bin kein Volleyballer. Ich bin kein Partytier. Ich bin nicht mein Bruder. Machmal ertappe ich mich wie üer Icq ein Gespräch mit einem Mädel anfange und hoffe das da mehr kommt als Small Talk.

Ich bin mir nich sicher ob ich mich innerlich so verändert habe. Ich denke viel nach. Zuviel. Manchmal hab ich Angst jeden Lebensmut zu verlieren. Und dass will ich nicht. Eigentlich. Ein Jahr wo soviel passiert ist und ich nicht weiß was ich daraus lernen soll.

Mein Blog

Mein Blog hat mittlerweile eine regelmäßige Leserschaft. Täglich besuchen um die 30 Leute meinen Blog. Ich bin stolz drauf. 8000 Zugriffe gab es mittlerweile, seit ich den Counter installiert habe. Aber was interessiert die Leute an meinem Blog.

Okay, am Anfang habe ich massiv Werbung für dieses Ding gemacht. Ich erinnere an die kleinen Zettel bei der Jahrgangsweihnachtsparty... und mittlerweile hat mein Schreibstil eine Richtung entwickelt, die mich manchmal ins Grübeln bringt. Ich schreibe hier eigentlich immer recht ehrlich und selbstkritisch. Und ich schreibe persönlich. Über Kopf- und Herzsachen. Über Dinge, die mir gefallen. Dinge, die mich verärgern. Und hier lesen mittlerweile nicht nur Freunde. Meine Geschwister, meine Eltern und sogar meine Arbeitgeber samt Kindern die ich betreue lesen hier. Und ich hab hier ein gläsernes Ebenbild erstellt. Bis jetzt kann ich mit den Folgen gut leben. Aber was wird, wenn ich auch mal so Trolle wie Loisa zu Gast habe, oder wenn ich wegen irgendeinen Artikel von meinen Chefs zum Gespräch gebeten werde. Außerdem bin ich ne ganz schöne Pussy. Eine Vielzahl meiner Artikel sind nur eine Anreihung von Selbstmitleid. Und dass bringt mich zum nächsten Punkt.


Andere Blogs


Auch andere Blogs sind Pussyblogs geworden. Soviele, die gerade in Selbstmitleid baden. Und dass ist nicht okay. Nagut wir haben gerade Winter und wie gesagt ich bin ja auch gerade nicht besser. Aber man ey, ein bisschen mehr Spass würde uns allen gut tun. Ich werde demnächst meine blogroll aufräumen. Alle Blogs kicken, die lange nix mehr geschrieben haben. Ist ja nicht schlimm. Nicht alle sind zum Bloggen geboren. Dafür kann ich halt nicht Schlittschuhlaufen. Aber an sich fühle ich mich wohl in meiner heimischen Bloggergemeinschaft. Ich lese gen und regelmäßig. Artikel wie auch Kommentare. Xesier ist tot und, dass macht mich immernoch wütend. Würde es zum Jahreswechsel passieren, wie ursprünglich geplant, wäre das in Ordnung. So fand ichs einfach nur blöd. Aber hey, wer bin ich schon. Genau. Nur einer unter vielen...

Danke an alle Leser. Danke für jedes Kommentar. Danke für jede Kritik, für jedes Lob. Ihr begleitet mich. Egal ob durch den Blog oder im realen Leben. Euch ein frohes Jahr. Und nun noch ein Lied. Eins was mich ständig begleitet. Bitte ganz anhören. Dann hört ihr meinen Herzschlag zur Zeit. Wie gesagt, ich bin ne Pussy...




Samstag, 19. Dezember 2009

Herzschaden

Ich bin heute nacht von der Sek 2 Party Nachhause gelaufen. Der Spaziergang tat mir gut. Zeit zum Nachdenken und Schneegestöber genießen. Ich fand die Party eher Semi. Leute, die mir unsympathisch mit ihren Haarschnitten erschienen, Musik, die in keinster Weise meine war und eine Location, die mir zu professionell war. Aber hey, der Meute hats gefallen.

Aber es gab noch nen Grund, warum ich relativ schnell diese Party verliess. Ich sah aufeinmal in der Meute irgendwo meine FöjSeminar Leute rumstehen. Immer wieder. Nur kurz. Aufeinmal drehte mir Bendix den Rücken zu. Plötzlich stand Steffie neben mir. Das ging den ganzen Abend so. Und mir wurde beim Nachhause gehen bewusst warum.

Die Woche war für mich die beste Zeit seit langem. Ich hatte ja schon mal ein Seminar und auch schon damals waren die Leute nett, aber ich war am Ende nicht zufrieden mit mir selbst. Ich war nicht ich selbst. Wie schonmal erwähnt bin ich bei fremden Menschen merkwürdig. also noch merkwürdiger... Und ich hatte vor diesem Seminar noch ein bisschen mehr Angst, weil meine Bezugsperson Axel wegen Krankheit wegfiel.

Und dann war ich am Montag bei S-Bahnstation Friedrichstraße. Und ich sah einige von den Seminarleuten. Und Anfangs meckerten sie alle rum. Sie hätten keine Lust, sie findens Scheiße, dass es kaum Fleisch gibt und so weiter. Und ich stand da und dachte: "Verdammt, es wird sicherlich anstrengend". Ich hab mich geirrt. Kaum waren wir in unserem Seminarhaus wurden wieder Sprüche gerrissen und viel gelacht. Und am gleichen Abend gab es Workshops. Einer war Improtheater. Und ich überlegte. Mache ich mit und mache mich wieder zum Affen. Oder lasse ich es bleiben.

Ich entschied mich fürs Mitmachen. Gott sei Dank. Es machte mich lockerer und ich konnte ich selbst sein. Und das tat gut. Ich weiß noch wie wir einmal über Stadt und Land sprechen sollten. Und aufeinmal gabs ne Disskusion zwischen mir und ein paar anderen Jungs über die verschiedenen Planeten im Star Wars Universum hatten. Und auf der anderen Seite saß ich spät abends noch abends mit Erik noch rum und aufeinmal sprachen wir über unsere Probleme mit Frauen und was uns so bewegt. Und ich hatte mit all diesen Leuten Gespräche. Mache waren tiefsinnig, manche waren lustig und manche waren einfach nur toll. Ich liebe diese Gruppe von Menschen und ihren Humor.

In eberswalde habe ich keine direkte Bezugsperson. Na klar sind Biefke und Robin nett, aber die Gespräche sind selten sehr persönlich. Und mit meinen Forster Freunden hab ich einfach nur über Internet Kontakt. Und das ist meistens auch nur Small Talk. Ich hab also die letzten 5 Tage eine unglublich tolle Zeit. Es war wie die Schulzeit. Nur noch intensiver. Und Freitag nachmittag um halb 2 stehe ich aufeinmal wieder allein am Bahngleis. Mit einem breiten Grinsen, weil ich in den Erinnerungen schwelge. Und nun ist alles wieder vorbei. Mein nächstes Seminar ist erst im März. Bis dahin werde ich hoffentlich ab und zu mal welche von den Leuten treffen, aber das Seminargefühl wird wahrscheinlich nur entstehen wenn auch alle dabei sind. Ich habe sie also alle in mein Herz geschlossen und nun habe ich ein Problem. Ende September werden wir alle getrennte Wege gehen. Und habe ich dann noch mehr Freunde, die ich nur über Web 2.0 sehe. Und das kotzt mich gerade an. Vielleicht liegt auch alles an Weihnachten und Schnee und ich reagiere über und sehe alles zu romantisch. Was weiß ich. Also nochmal Danke für die vergangenen 5 Tage. Das sie noch für lange Zeit als Erinnerungen in meinem Kopf überleben.

Und im Zuge mit diesem Artikel werde ich etwas machen, was ich lange vermieden habe. Ich werde gezielt bei Leuten für diesen Blog Werbung machen. Mir ist gerade wichtig, dass Leute diesen Artikel lesen, die beim Seminar waren. Damit sie sehen, dass sie wichtig sind. Damit sie mich noch mehr verstehen.

Donnerstag, 10. Dezember 2009

Für dich

Für dich, die du in meinen Leben zu oft zu kurz kommst. Du bist weise, klug und wunderbar. Vergiss das nie. Ich weiß nicht ob dir das hier gefällt. Vielleicht gefällt es auch mir morgen nicht mehr und ich verfluche diese Kurzschlusshandlung. Aber gerade finde ich es wunderbar. Bis bald.

Donnerstag, 5. November 2009

Eigentlich sollte hier was anderes stehen.

Wäre dieser Artikel gestern verfasst wurden, hätte ich nur kurz über das Schneegestöber und den 1. Geburtstag meiner Nichte geschrieben. Er wäre leicht und flockig gewesen, vielleicht an manchen Stellen zynisch. Aber leider hatte ich gestern keine Lust dazu.

Es gibt gute Tage und es gibt miese Tage. Und es gibt Tage, die lassen die miesen im Vergleich wie tolle Tage erscheinen. So ein Tag war heute. Ich werde die Sache nicht so ausführlich beschreiben, weil ich hier niemanden zu nahe treten will und weil ich weiß, das ich mich da schnell auf dünnes Eis begebe.

Gestern ist jemand tödlich verunglückt, der viel mit meiner Einsatzstelle zu tun hat. Ich hab ihn ab und zu mal gesehn und viele Kinder hatten viel mit ihm zu tun. Ich wünsche keinem diese Stimmung, die mich heute umgeben hat. Ich kannte weder ihn noch sein Kind, das gestern mit ihm starb, besonders gut. Und trotzdem riss es mir den Boden unter den Füßen weg. Und trotzdem musste man mit den Kleinen Späße machen und spielen, während die älteren Schüler Kerzen anzünden und sich gegenseitig trösten. So verdammt paradox...

Okay, ich will nichts mehr dazu schreiben. In Achtung zu den Angehörigen. In Achtung zu der Einsatzstelle. Mein Beileid.

Dienstag, 25. August 2009

Zapfenstreich

Gestern auf der letzten Abschiedsparty gewesen und heute früh eine meiner besten Freundinnen nach Norden verabschiedet. Um 4 ins Bett gefallen und seit langem mal wieder einen wunderschönen traum gehabt, an den ich mich auch nach dem Aufwachen erinnern konnte.

Ich zieh Freitag um und bin dann erstmal in Eberswalde/Angermünde. Ich weiß nun wann ich Montag bei der Schule sein soll und mein Laptop ist auch bestellt. Danke nochmal für eure Meinung zu dem Ding. Jetzt bin ich dabei nach Möbeln Ausschau zu halten. Gestern bei Repo und heute will ich mal beim dänischen Bettending schauen. Ihr seht mir geht nichts über Qualität bei Möbeln....

Ich hab auch gestern wieder mit meinem WG-Kumpel gelabert und eigentlich freue ich mich nun drauf. Und irgendwas hält mich trotzdem hier... keine Ahnung... Abschied ist keine Stärke von mir. Hab ich die letzte Zeit öfter festgestellt... selbst wenn ich Menschen verabschiede, die mir in 13 Jahren so wichtig geworden sind wie kaum welche in meinem Leben. Ich kann nicht weinen. Kann ich schon seit Jahren nicht. Ich war bei 6 Beerdigungen und bei keiner ran mir eine wirkliche Träne übers Gesicht. Ich glaube ich hab das letzte mal geweint, als ich meine Theorieprüfung zum 2 mal in Sand gesetzt hatte.
Ich bin eher jemand, der aus Angst als vor Trauer weint.


Dieser verdammte Traum will nicht aus meinem Kopf... es war so einer, wo man hofft und glaubt, dass es gerade wirklich passiert. Und wenn man dann aufwacht ist man am Boden zerstört. Dreck. Egal. Das Leben geht weiter.. bescheuerter Spruch...