Dienstag, 17. Mai 2011

Fasst euch kurz, dummer Kopf und lahmes Herz

Eigentlich ist viel passiert. Zum einen war nun das Backup_festival. Naja, viel Stress, vieles was schief ging, ich habe meine Moderationen ordentlich verkackt (anwesende Filmmacherin mit Namen Göbel als Goebbel begrüßt), aber trotzdem wars schön, weil Kommilitoninnen noch besser kennengelernt. Mittlerweile hab ich mit dem Maximilian hier meinen Co-Piloten gefunden und sobald einer von uns den anderen erblickt, wird blöde gegrinst und dann dauerts nich lange bis wir uns und unsere Umgebung unterhaltsam nerven.

Außerdem hab ich nen neuen Mp3-Player. Meine 3. Generation mittlerweile. Mein alter Liebling ging mir beim Seifenkistenrennen verloren und ehrliche Finder haben sich leider nicht gemeldet. Mein neuer ist so ein Pseudo-Multimedia Ding. Superkleiner Pixelbildschirm, aber angeblich super für unterwegs Bilder und Filme gucken. Ich hau nur Musik rauf. Klappt bis jetzt super.

Mein Freundeskreis weitet sich aus in Weimar. Das Studium reisst mich zurzeit nicht aus dem Hocker. Liegt wahrscheinlich an mir. Müsste mich auch mal ausserhalb der Vorlesung für die Themen begeistern. Alles gerade nicht so einfach in meinem Schädel.

Auch wenn es hier bald mit dem Blog dem Ende zu geht. Planungen sind am Laufen für weitere Projekte. Wir sind zwar alle motiviert, aber leider auch alle der Typ Mensch der immer sagt, "weißt was geil wäre", dann davon schwärmt, des aber nie umsetzt. Hmmmm.... mal schaun.

Und dann noch eine Entdeckung, die mir ein bisschen Angst macht. Der hier. Vom Schreibstil sind wir uns glaub ich nicht so ähnlich. Er scheint auch ein paar Jahre jünger zu sein. Aber worüber er schreibt. Seine Gedanken. Das bin ich, vor ein paar Jahren. Manchmal sogar Monaten. Irgendwie macht michs sauer, weil ich der einzige sensible Blogger weit und breit sein wollte, und irgendwie fasziniert es mich. Ich hab ihn auch schonmal angeschrieben. Manchmal gefällt mir sogar sein Musikgeschmack. Des nervt mich. Viel lieber wäre ich ein hochnäsiger Könner, der über all den Amateuren steht. Sei es bei Blogs, sei es bei Facebook, oder im Leben. Jedesmal wenn ich hoffe ich bin einzigartig und mich drüber freue, dass mich ja eh keiner versteht, finde ich jemanden, der bei irgendwas Interessen oder Einstellungen teilt. Verdammt.

Irgendwie ja auch beruhigend. Wenn ich hier gehe, dann gibts Typen wie den Dauerdenker, die den gleichen Lebensmist durchmachen.
Ach ja, ich bin verliebt. Ich kenne weder ihren Namen, noch habe ich sie jemals angesprochen. Ich vermute sie studiert Medieninformatik. Sie ist nicht größer als 1,60m, aber so wunderschön, dass mein Herz aussetzt, wenn sie mir Montags immer entgegen kommt. Heute kam sie nicht. Kein Informatikstudent war da. Vielleicht sehe ich sie morgen. War letzte Woche jedenfalls so. Und irgendwann werde ich versuchen, ihren Blick auf meinen zu richten. Und dann werde ich versuchen ihn zu deuten. Und in ein paar Semestern spreche ich sie an. Betrunken.


Und nun ein Lied. The National. Sonst nich so meins, aber das hier mag ich wirklich. Kommt auch bei Portal 2 vor. Habs nie selber gespielt, aber ein Let´s play dazu gesehen. Habs also quasi durchgezockt.





Und irgendwie liegt mir gerade ganz viel auf dem Herzen. Aber ich kann selber nicht sagen was es ist. Angst ist dabei, Freude irgendwie auch. Und jede Menge Selbstzweifel. Also eigentlich alles wie gehabt.
Soll ich euch mal Angst machen. Manchmal liege ich nachts im Bett und für einen Sekundenbruchteil kommt mir der Gedanke "Selbstmord wäre eine Alternative." Aber wenn wir ehrlich sind, gehts wahrscheinlich vielen so. Setzen wir uns diesen Druck selber, oder wird der uns aufgesetzt?

Ich werde mir gerade bewusst, dass meine Eltern den Mist hier auch Lesen. Meine Mutter bat mich letztens, nichts negatives über meine Familie zu schreiben. Warum? Hat sie Angst, dass die Skatfreunde, dass hier lesen und über die dunklen Geheimnisse anfangen zu reden? Im Grunde hat meine Mutter ja ein Recht auf diesen Wunsch. Privatssphäre. Ich schein meine aufgegeben zu haben.

Und nun entschuldigt mich. Ich muss all die schönen Menschen hier und in der Welt hassen. Manchmal denke ich, ich gehöre den Morlocks an. Und all diese schönen Menschen sind die Eloi. Wie im Film "Die Zeitmaschine" Aber irgendwie lieg ich dazwischen. Ich bin mit beiden Arten Mensch befreundet. Den Aussenseitern, wie auch den Insidern. Ich stehe dazwischen, verstehe beide irgendwie und kann deswegen, nicht richtig persönlich hassen. Ich kann Menschengruppen hassen, ich kann bestimmte Einträge von Leuten virtuell hassen, aber persönlich von Gesicht zu Gesicht. Nicht möglich.

Ich muss Schluss machen. Zu spät. Meine Sätze werden zu dumm. Muss studieren. Denk ich.

Kommentare:

Matti hat gesagt…

Echt schade, dass du diesen Blog zu machst...

iceclaw77 hat gesagt…

Warum teilst du die Menschen immer so?

ringvernichter hat gesagt…

Weil ich mit amerikanischen High School Movies groß geworden bin. Da wird dass immer so gemacht.

Dauerdenker hat gesagt…

Hey danke für deine Erwähnung und übrigens: Deine Nachricht damals hatte mir wirklich geholfen, auch dafür danke nochmal. Und ich schließe mich den "Schade, dass du aufhörst" Leuten an, denn ich fand deinen Blog immer interresant.

Melanie hat gesagt…

Ich dachte manchmal, dass alle um mich rum glatt schön sind und keine Probleme haben und ihnen alles so leicht von der Hand geht, während ich mich rumquäle. Leider fühlen die Leute die glatt, glitschig und schön erscheinen sich auch nur so, wie sich sich eben fühlen...ich denke glücklich macht das Äußere nie. Auch nicht der fette Wagen vor der Tür oder Macht. Man kann trotzdem morgens aufwachen und sich wie ein Versager fühlen...die meisten die das tun sind dann scheisse zu anderen...oder gucken "Frauentausch" damit sie was zu lästern haben...oder oder oder...Liebe Grüße, Melanie

Jakob hat gesagt…

ein freund von dir war mal ein jahr in kanada. ich auch. daher bin ich irgendwie hierher vorgedrungen, und seither immer dabei geblieben. warum? weil ich mich in den letzten zwei jahren an so vielen stellen wiedererkannt habe. nicht immer, in mancherlei hinsicht bin ich nicht du, in andererlei hinsicht aber habe ich mich oft selbst wiedergefunden in irgendwelchen alltäglichen beschreibungen, und schließlich fand ich hier auch manchmal einfach nur einen denkanstoßgeber. danke.