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Mittwoch, 15. Dezember 2010

Türchen Nummer 15

Als ich diesen Post von Matti lesen durfte, blieb mir kurz der Atem weg. Im Internet merke ich, dass der Typ eigentlich viel tiefsinniger ist, als ich viele Jahre dachte. Er interessiert sich für die strangesten Universumstheorien und macht sich über Dinge Gedanken, wo ich glaubte, dass er dafür zu engstirnig wäre. Es beschämt mich ein bisschen, dass ich in solchen Sachen Matti unterschätzt habe. Seine Artikel strotzen vor Herzblut und Ehrlichkeit. Matti, ein Rat. Mach einen Blog auf, oder geh erstmal zu Xesier. Du hast was zu sagen, und das ist keinesfalls dumm, oder uninteressant. Und nun. Viel Spass...


So this is Christmas…

… and what have you done?

Diese Frage beschäftigt mich mehr denn je. Klar hab ich mir auch schon früher Gedanken darüber gemacht, aber erst, seit dem ich studiere, begreife ich diese Frage ein wenig mehr.

Was, verdammt noch mal, tue ich hier eigentlich? Und ich meine jetzt nicht, dass ich mein Studiengang nicht sinnvoll finde, oder wenn ich mich erwische, wie ich einen diskriminierenden Witz erzähle.
Nein, ich denke über meine Rolle in der Welt nach. Was ich erreichen möchte, was ich auf diesem Planeten hinterlassen möchte, wenn ich einmal nicht mehr bin? Und auch diese Frage ist nicht ganz treffend formuliert. Denn ich weiß eigentlich, was ich erreichen will. Die nächste Frage, die zustellen ist, wäre wie. Auch hier kann ich mir (noch) einige Antworten ausmalen. Soweit, so gut. Aber was habe ich bis jetzt dafür getan? Was berechtigt mich, die Antworten auf die Fragen weiter zu verfolgen?
Antwort: Nichts!

Und jetzt kommt die schwierigste, fieseste, ergreifendste und hartnäckigste Frage:

WARUM???

Ein treffendes Beispiel: Willi hatte hier vor einer Weile zum Spenden gebeten. Gedanklich waren schon 50€ überwiesen. Ich vertraue Willi und wenn er sagt, dass Geld kommt an und hilft, dann zweifle ich da nicht dran. Aber bis jetzt habe ich es nicht fertig gebracht meinen Hintern aus dem Sessel zu heben und eine Überweisung zu schreiben. Es gibt keine trifftigen Gründe für mein Nicht-Tun, nur Ausreden. Also, warum?

Als ich mit dem Studium angefangen habe, und wusste, wie viel man als Diplom Chemie-Ingenieur verdienen wird, habe ich mir etwas geschworen. Für jeden größeren Luxus, den ich mir kaufe, spende ich den Betrag des (überflüssigen) Preises. Das heißt, wenn ich mir ein Sportwagen für 50.000€ kaufe, obwohl ein kleiner für 15.000€ auch reichen würde, spende ich 35.000€. Mir wurde schnell klar, dass ich das nie durchhalten würde und sooo gut wird der Lohn dann doch nicht ausfallen.
Ich steckte mir ein kleineres Ziel. Ich plane, etwas für Obdachlose zu tun. Ein Heim und im Winter kostenlose Handschuhe und Mützen…
Aber wer, wenn nicht ich, kann mir garantieren, dass ich nach dem Studium, in einem Jahr, in ein paar Monaten, ja sogar nächste Woche noch das Ziel vor Augen habe? Und vor allem, wer beschützt mich vor der Frage „warum tue ich nicht mehr?“?

Ich habe ein Lieblingsweihnachstlied. Meine bevorzugte Version ist die von den Roten Rosen, aber als ich den Titel bei YouTube eingab, fand ich das:




Anmerkung vom ringvernichter: Zum besseren Verständnis. Mattis Orginallink ist der. Liess sich leider nicht einbetten.


Irgendwie trifft es sich, dass dieses Lied aus John Lennon’s Feder stammt…
Es ist nicht das originale Video, aber das Video trieb mir Tränen in die Augen. Warum tue ich nichts gegen diese Ungerechtigkeit, gegen die Armut, gegen dieses Leid? Man könnte, wenn man wollte. Ich könnte, wenn ich…wollte? Ich will ja…

Aber wie kann ein einzelner Mensch, wie kann ich, etwas so großes bewegen? Diese Frage zeugt eigentlich von Egoismus und Eigennutz. Wenn man auch nur einem Menschen helfen kann, sollte man das tun, auch wenn sich keiner danach an dich erinnern wird. Warum dann eigentlich dieser Wille, gleich alles ändern zu wollen? Reicht es einem nicht, ein glückliches Gesicht zu sehen?

Ich beneide Leute wie Maria… Dieser Ehrgeiz fehlt bei mir und ich schäme mich dafür.

Das ich vorhin Willi mein Vertrauen aussprach, war eigentlich auch überflüssig. Viele zweifeln, ob das gespendete Geld ankommt, haben Angst, über den Tisch gezogen zu werden. Nur, die meisten Leute fahren auch tanken, kaufen Butter, Musik, Kleidung, gehen Arbeiten… Da wird man doch pausenlos über den Tisch gezogen. Warum dann also bei Spenden skeptisch sein? Weil man es da nicht merkt?
Sollte ich nicht das Risiko eingehen, dass sich jemand mit meinen gespendeten 50€ einen bunten macht, als sie für irgendwelchen Schnickschnack auszugeben? Wie schnell sind 50€ versoffen, verpufft, verbrannt, vergessen, ins Kino investiert… und wie viele arme Kinder kann man damit versorgen, in die Schule schicken, wie vielen Obdachlosen Handschuhen kaufen…?

Ich weiß es nicht. Ich weiß es einfach nicht.

In dem Sinne: Frohe Weihnachten


"Boah, was für ein mieser Post." Wenn du gerade diese Gedanken beim Lesen hast, dann machs einfach besser! Schreib mir deinen Post und ich werde ihn hier im Laufe des virtuellen Adventskalenders veröffentlichen. Schreib einfach ne Mail mit deinem Post an ringvernichter@gmail.com. Werde Teil des Kessels. Werde Teil eines Weihnachtswunders. Hab Spass!

Montag, 13. Dezember 2010

Türchen Nummer 13

Die Wesen in mir

Ich bin gerade sehr wirr im Kopf. Gestern abend, wäre ich bald vor plötzlicher Zukunftsangst auf der Straße zusammengebrochen. Heute habe ich ein reges Selbstgespräch mit mir auf offener Straße geführt und bin öfters in lautes Lachen ausgebrochen. Ich habe viel über mein Wesen nachgedacht. Ich merke dass ich mehere Wesen in mir trage. Vielleicht geht es euch auch so. Sobald ich allein unterwegs bin falle ich in meine Traumwelten. Manchmal werde ich so nachdenklich, dass es mich betrübt. Ich überdenke gerade viel von mir selbst. Sobald ich mit meinen Komillitonen zusammen bin, laber ich wieder ganz normal, mache meine Witze. Und es ist keine Maske. Es ist nicht so, dass ich nur ein Schauspieler bin und eigentlich innerlich total betrübt bin. In diesen Momenten bin ich einfach gut drauf. Ich trage mehrere Wesen in mir.

Manchmal bin ich unglaublich wütend. Wütend auf mich. Wütend auf diese Menschen da draußen. Manchmal lass ich diese Wut an den falschen aus. Ich merke wie ich jeden Sonntag in Forst angepisst bin, weil ich wieder diese nervig lange Fahrt nach Weimar vor mir habe. Und dann lasse ich diese Wut an meiner Mutter aus. Weil sie die gutmütigste von uns ist. Ich gebe schnippische Antworten und reagiere übertrieben zynisch. Und dass hat sie nicht verdient. Und wenn ich mir dessen bewusst werde, dann werde ich noch wütender. Wütender auf mich.

Ich erzähle oft von meinen Kopfgeschichten. Von den Helden, die ich mir vorstelle wenn ich allein durch die Gegend laufe. Und wahrscheinlich hört es sich witzig an. Ich hab hier in Weimar einen Schuljungen gesehen der fechtend durch die Gegend lief. Und ich mach nichts anderes. Nur passiert alles in meinem Kopf. Manchmal auch unterstützend durch Fingerarbeit. Letztens dachte ich darüber nach wie lächerlich dass alles scheint. Aber es ist unheimlich wichtig für mich. Es ist meine Art der Alltagsmeditation. Ich werde euch die nächsten Tage mal von meiner ersten Geschichte erzählen. Diese Geschichte lief in meinem Kopf über 5 Jahre lang. Sie wird ziemlich halbgar erscheinen. Voller Klischees. Aber natürlich ist es voller Klischees. Ich habs mir mit 11 Jahren ausgedacht. Und natürlich dürft ihr das Belächeln. Aber macht euch bitte eins bewusst. Ich eröffne euch damit einen wichtigen Punkt meiner Kindheit. Damit hab ich mir meine Welt erklärt und auch kompensiert.

Wenn ich Leuten davon erzähle, dass mein Kopf gerade am Durchdrehen ist, dann sind sie besorgt. Sie denken ich wäre nur traurig, oder sogar depressiv. Aber ich bin nur verrückt. Ich springe von dummglücklich, zum Philantrophen, zum Zyniker. Manchmal mehrmals am Tag. Ich denke nichtmal dass es mich zu was besonderen macht. Ich glaube wir alle machen es so. Nur unterschiedlich stark.
Ich höre in letzter Zeit viel Wir sind Helden. Daher für euch.



Ich hab keine Gastautoren mehr im Petto. Ich bitte euch. Die nächsten Tage sind stressig bei mir. Angeblich soll ich Dienstag hier endlich Internet kriegen. Ich trau dem Frieden nicht. Und wenn ich mir schon was wünschen will, dann wünsch ich mir hier mehr Frauen. Schreibt. Bitte.


"Du bist so ein toller Mensch und sei ein bisschen mehr stolz auf dich und stell dich nicht immer mit anderen auf eine Stufe und vergleich dich!"  Das gilt für uns alle. Kein Wettbewerb. Kein Gift unter uns. Gute Nacht.

Dienstag, 5. Oktober 2010

Discofox

Da bin ich wieder. Wiedermal an Jules Computer. Mal sehn wie lange sie die Sache hier mitmacht. Gestern war also mein erster Tag. Anfangs in die Studiengänge eingeteilt wurden, Begrüßungstüte bekommen und dann erste Einführungen bekommen. Später dann bei einem Tutor, also den uns zu betreuenden Studenten getroffen und dann später zur Erstiesdisco. Mein erster Eindruck: Viele Frauen in meinem Studiengang, und auf jeden Fall auch nette Leute dabei. Aber wie ich es schon erwartet hatte, war ich wieder der gute alte "Wilhelm steht in der Ecke rum, hört Leuten zu, aber spricht selber kaum und wirkt selber dadurch irgendwie gestört" Ging schon bei der Wohnungsfeier los. Sitze halt rum, rede auch mit ein 2 Leuten, aber ich drängel mich ungern irgendwo dazwischen. Und naja bei der Erstiesparty wars dann ganz schlimm. Laden voller Menschen. Mit Rumgedrängel. Mag ich nich. Die Musik ging noch. Ziemlich ForsterAssi mäßig. Besser als Techno, oder Housegedöns. Aber die Leute haben da trotzdem ernsthaft getanzt. Also die Meisten. So Balzgehabemäßig. Ist mir auch zuwider. Kann nur Spassgetanze, was mir mit den richtigen Leuten und der richtigen Musik auch wirklich Spass macht. Naja, also so stand ich halt in Ecken, hab an die Bladediscoszene gedacht, hab mich mit Jule und ihren Freundinnen unterhalten, ab und zu Komillitonen zugenickt und bin dann halb 1 Nachhause. Auf dem Nachhauseweg viel mit mir selber über meine Art diskutiert. Dass ist toll an Weimar. Nachts sind die Straßen leer. Ich geh nachher wieder zum Treff mit Tutoren und so. Keine Ahnung, was heute abend anliegt, aber eigentlich ist die ganze erste Woche jeden Abend Party. Hmm, wenn ich hingehe, werde ich mich mit Sicherheit langweilen und wieder von mir selber enttäuscht sein. Wenn ich nicht hingehe, verliere ich immer mehr den Anschluss zur Gruppe. Bla, ich kann auch nichts richtig machen. Ich fühl mich ja nicht bei den Leuten unwohl, nur traue ich mir selber nix zu. Ich hoffe einfach, irgendwann hier Ich selbst sein zu können, ohne mir selber bescheuert vorzukommen. Ich will mich selber nicht stressen. Ich bin zuversichtlich. Eigentlich sind die Voraussetzungen da. Netter Studiengang, nette Leute, schicke Stadt und viel Kultur. Aber hey, ist ja noch die erste Woche. Hab meine Seminargruppe auch erst beim 2. Seminar lieben gelernt.


Chromeo - Momma's Boy from Vice Records on Vimeo.


Ach, und Danke fürs Feedback zum Film. Erfreut sicherlich nicht nur mich. Liegt an der Filmcrew, dass ich so rüberkam. Und ich hab mich echt in die Animationen verliebt. Der Dinoschwanz, oder der blaue Typ, der seine Hand frisst. Großartig.

Wollt ihr noch einen weiteren Medienerfolg sehen? Lest hier und seht mit Abstand das hässlichste Bild, dass man in den Rundschau-Archiven finden konnte. Den Text hatte ich abgesegnet. Der geht klar. Aber das Bild!! ALTER! So zerstört man Ruhm. Wenigstens hatte meine Mutter was zu lachen. 

Donnerstag, 4. Februar 2010

An manchen Abenden


An manchen Abenden mag ich einfach solche Lieder



Gerade ist soviel schlechte Stimmung auf den Seiten, die ich so täglich ansteuer. Und auch über den Leuten ist gerade irgendwie ein dunkler Schatten. Und eigentlich konnte ich mich dagegen gut erwehren. Ich hielt mein Kopf klar. Sei es mit nem neuen Hulkcomic, mit Teilnahme an sozialen Wohnungsevents oder Cluedo spielen auf der Arbeit. Doch irgendwie merke ich gerade wie da Sachen aus irgendwelchen alten Gruften in meinen Gedanken aufsteigen wollen, die ich für begraben hielt. Keine Sorge, ich meine nicht wirklich das Luder Liebe, es ist eher der alte Nemesis "was fängst du eigentlich mit deinem Leben an"?

Eigentlich bin ich mir nicht sicher, wo es mich noch hinführen wird. Und eigentlich finde ichs gut so. Ich wills so gerne entspannt sehen. Aber kann man Gelassenheit erzwingen?

Ich weiß nicht ob ich irgendwas ändern sollte, ob ich mich zu sehr aufs Schicksal verlasse. Ich habe Angst vor der nächsten großen Krise, weil ich nicht weiß woran ich mich dann halten kann. Gerade bin ich in einer Schwebe und sie fühlt sich gut an. Aber ich kann sie nicht genießen, weil ich die ganze Zeit dran denken muss, wann denn wieder die Schwerkraft eingeschaltet wird und ich mit voller Wucht auf den Boden knalle.

Ich verlerne das Leben zu genießen. Warum? Manchmal hab ich das Gefühl, wir Blogger stehen drauf rumzuheulen. Wie scheiße doch alles ist. Wir werden nicht geliebt, alle Menschen sind falsch und so weiter. Und ab und zu ist ja so ein Blick auf die Welt vollkommen okay und gerechtfertigt, aber wenn ich mich nur in Missmut suhle, dann muss ich mich nicht wundern, wenn nichts besser wird. Ich will nicht in diesen Sumpf versinken. Vielleicht wird mein Blog in nächster Zeit sehr leichtfüßg und von manchen als Semitiefsinnig und zu knuffig befunden. Aber ich denke, dass hat mein Blog nötig. Das hab ich nötig.

Und das wird gleich in die Tat umgesetzt. Um euch noch ein Lächeln aufs Gesicht zu zaubern: Meine aktuelle Traumfrau.



Felicia Day

Warum? Schon allein wegen solchen Liedern:





Freitag, 16. Oktober 2009

Der Irritierte

Erstmal ein Lied:



Bitte anhören. Und ja ich mag Bosse, auch die älteren Sachen.

Dann bitte die Lyrics dazu lesen:

In einer kleinen Nordstadt
Wuchsen wir drei langsam & eisern
Zu den größten Interessenten von Rausch & Leben

Die Konzerte und Platten unserer Helden
Die Bücher der Hippies, die wir studierten
Und die Welt machte ihre Türen auf
Zum ersten Mal


Wir warn die Irritierten
Wir konnten noch nicht sehn
Doch der Verdacht kam leise
Diese Zeiten waren schön

Wir hatten keine Ahnung
Liefen ohne Ziele
In fremde Arme | betraten fremde Städte
Und standen weit draußen im Unbekannten
Ohne Pläne
Und fanden unsere Plätze nach langer Reise
Und hüten die wie Schätze
Und erzählen manchmal noch am Küchentisch
Von Freundschaft & Nordstadt

Wir warn die Irritierten
Wir konnten noch nicht sehn
Doch der Verdacht kam leise
Diese Zeiten waren schön

Wir liefen blind raus um uns umzusehen
neu und gierig
Wir können immer noch nicht sehn
und mein Vedacht sagt leise
diese Zeiten werden schön
Diese Zeiten werden schön

Wir warn die Irritierten
Wir konnten noch nicht sehn
doch der Verdacht kam leise
diese Zeiten waren schön.

Wir warn und bleiben,
Für immer und ewig
Die Irritierten
Wir sind die Irritierten, Wir sind die Irritierten,
Wir sind die Irritierten,
Diese Zeiten werden schön, Diese Zeiten werden schön.

Gestern das erste mal seit langer Zeit gehört. Gestern hab ichs nur gemocht wegem dem Tempo und so. Und dann hab ich gestern abend aus purer Nostalgie und Melancholie die Dia Show des Abiballs und den Russischfilm von Matti, Henry und mir geguckt. Und Junge ich bin so ein Irritierter. Ist mir heute klar geworden. Als ich auf den Text geachtet habe. Ich weiß ich wiederhole mich und mich selber nervts schon langsam.

Aber Alter ich vermisse die alten Tage in Forst. Einfach in der Schule rumhängen. Mit Leute labern. Mit Herrn H. immer den blöden Running Gag abziehen. Schönes Wochenende schon am Montag wünschen. Oder Geschichtsunterricht. Mit Marco Blödsinn machen. Und dann Disskusionen über 4 Reihen über Dragonball mit Jules und Co. Das Knarzen der Bretter in der Aula. DSP Unterricht. Mit Paul Chemie. Rumsitzen, Hitlerwitze machen und trotzdem sich durchmogeln. Das Rumlungern im Snack Point. Ich könnte ewig so weitermachen...

Versteht mich nicht falsch. Mir gehts hier nicht schlecht. Aber es kommt nicht an die alten Zeiten ran. Und selbst wenn wir uns wirklich wie versprochen regelmäßig wiedersehen, so wird es trotzdem nie wieder wie damals. Ich jage etwas hinter her was es nicht mehr geben wird. Ganz schön traurig. Ich bin ein Irritierter...

Samstag, 4. April 2009

Leere ist kein Ausdruck

Man reisst mir meine Existenz unter den Füßen weg und feiert diesen Tag auch noch als berauschendes Fest. Verstehe einer die Menschen......

"Ein letzter Gruß von der Theke,
an das Leben, das du kanntest
Was jetzt fehlt ist ein Weiser,
für den Weg, für die nächsten Wochen"


Mittwoch, 11. März 2009

Ich hasse es!! Dreck, Dreck, Dreck

Ach Leute, mir wird das alles zuviel. Angefangen bei diesem letzten Drecksfreitag. Erst ne Drecksgeschichtsklausur geschrieben und dann dieses "Gespräch" bei uns in der Mehrzweckhalle. Das war absolut nichts. Und das wirklich Schlimme ist, dass ich von meinen eigenen Leuten enttäuscht war. Naja will nicht zu sehr drauf rumreiten, weil schon oft genug drüber geredet.
Samstag kam dann der große Hammer. Endlich ein Brief vom FÖJ. Eigentlich hatte ich vor zu tanzen und zu singen, wenn ich eine Antwort kriege, aber ich saß einfach nur da und grübelte. Die gute Nachricht war, dass ich zum Gespräch eingeladen wurde. Die Schlechte war, dass ich dafür zu ihnen fahren muss. 3 Stellen habe ich, wo ich mich vorstellen darf. Eine in Kiel, eine in Tönning und meine Wunschstelle Hallig Hooge. Für mich heißt das jetzt 3 Tage Stress im hohen Norden. Zum Glück hat Vater mir heute geholfen, wegen Tickets und so. Ihr müsst wissen, dass ich ein verdammt unselbstständiger Mensch bin. Insgeheim ist jede Reise nach Berlin für mich schon ein Abenteuer. Und jetzt Schlewsig-Holstein! Das Land der rauhbeinigen Fischer. Und ich habe "Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast" gesehen. Mit diesen Fischern ist nicht zu spaßen. Das andere Problem an der Sache ist, dass die Fahrtkosten von den FÖJ-Stellen nicht erstattet werden, weil selber kaum Kohle. Drecksgeld!
Ach ja ich brauche euren alten Handys! Die FÖJ-Stellen wollen, dass die Bewerber welche mitbringen, weil sie Kohle von Telekom dafür kriegen. Wie gesagt die haben nicht viel. nun ja und deswegen freue ich mich über jede Handyspende, können auch kaputt sein. Leute ich brauche euch!!
Und außerdem merke ich, dass ich nicht soweit weg will. Die Zugfahrt ist verdammt teuer. Da geht mit einer Fahrt mein gesamtes Monatsgehalt drauf. Und dabei habe ich noch am Anfang davon geträumt jedes 2. Wochenende mal in Forst vorbeizuschneien. Naja, vielleicht ist es auch besser so, weil wenn die Nabelschnur durchschneiden, dann richtig.
Von mir bin ich auch enttäuscht, denn wegen dem blöden Jonathan bin ich süchtig nach so einem Drecksonlinegame und das während meiner Klausurzeit. Na vielen Dank. Ich hab sogar schon Geld dafür ausgegeben! 2 Euro. 2 Euro für ein Browsergame. Ich bitte dich!! Für ein Browsergame! Arghhh!!!!
Wenigstens bin ich nicht allein. Teddy scheint auch dem Mist verfallen zu sein. Mit Teddy und Matti muss ich auch noch ein Projekt für Russisch machen. An sich habe ich übelst Bock drauf, weil wir schon ne schöne Idee für ein Film haben. Aber des ist zeitaufwendig und wir haben noch keinen Kameramann (Henry, bitte!!!!).
Dann regt mich noch dieser Amokläufer auf. Ehrlich jetzt. Er macht mich wütend. Und noch viel wütender macht mich sein Vater, der anscheinend 16 Waffen bei sich bunkert. Ist ja aber auch im Schützenverein, da ist ja sowas notwendig. Ich will nicht wissen, wieviele Familen dadurch in die Krise gestürzt sind. Manchmal bin ich froh, dass mein Vater wert drauf legte, dass ich vor meinen 12. Lebensjahr nicht mit Spielzeugwaffen spielen durfte. Natürlich spiele ich jetzt trotzdem Call of Duty und Co., aber besitze ich genug gesunden Menschenverstand. Hoffe ich jedenfalls.
Ihr seht mein Leben ist zurzeit ein Mischmasch aus Stress und Zweifel. Hoffe auf Besserung.

Donnerstag, 8. Januar 2009

Denn sie ist die Stärkste von allen

Seit einiger Zeit denke ich viel über sie nach. Hat sie Nutzen? Warum macht sie soviel kaputt und gibt den Leuten wieder soviel Kraft. Ich sehe Leute an ihr zerbrechen und andere die mit ihr aufblühen. Ich werde philosophisch, wenn ich an sie denke. Ich fürchte mich vor ihr. Sie katalysiert soviele andere Gefühle. Sie bringt Leute dazu Dinge zu tun, die sie bereuen. Ihr Glücklichen, die ihren Segen haben, erfreut euch ihrer Macht und denkt an uns arme Schweine da draussen. Versteht mich nicht falsch. Ich beneide euch nicht oder verfluche euch, im Gegenteil, ich freue mich mit euch. Ihr zeigt mir, dass sie noch Gutes vollbringen kann. Und nun für euch da draussen... lassts euch gut gehen.

Mittwoch, 17. Dezember 2008

Türchen Nummer 17

In letzter Zeit frage ich mich oft, was es heißt erwachsen zu sein oder erwachsen zu werden. ch habe gerade nochmal ein halbes Jahr Schule und danach gehts ab in die Karrierewelt. Und ich habe eine Heidenangst davor. Ich sitze gerade an der Bewerbung für mein freiwilliges ökolgisches Jahr und merke einfach, dass jetzt alles vorbei geht. In den letzten 3 Jahren habe ich an meiner Schule Freunde gefunden, die ich nicht mehr verlieren will. Ich habe Leute von Seiten kennengelernt, von denen ich keinen Schimmer hatte. Manche meiner Freunde kenne ich seit der Grundschulzeit. Und in einem halben Jahr trennen sich unsere Wege. Und das will ich nicht. Ich will keinen Neuanfang. Ich will ewig der Typ bleiben, der in Forst rumhängt, in der Schule abkotzt und dabei aber eine tolle Zeit mit tollen Freunden habe. Warum müssen alle Leute aufeinmal was erreichen wollen. Wozu die Welt sehen? Zuhause ist es doch immernoch am Schönsten! Ach ja.. was heißt eigentlich erwachsen? Zur Zeit verwundert mich meine Umgebung immer mehr. Die Leute, die sonst Priorität auf Unabhängigkeit und Individualität setzen, nehmen Spiesserzüge an und Andere, welchen seit der Grundschule Anzüge gut standen, werden in manchen Momenten wunderbare Kindsköpfe. Ich glaube manche Dinge des Erwachsenseins kann ich mir langsam angewöhnen. Ich versuche ein bisschen an Weisheit zu gewinnen. Ich will einen klaren Blick auf Menschen bekommen, denn manchmal verfalle ich in unnötige blinde Bewunderung. Doch ich will mich niemals für mein Benehmen schämen, weil es angeblich kindisch oder unpassend ist. Leute genießt die jungen Jahre! Ist vielleicht ein Opaspruch.. aber zur Zeit merke ich wieviel bittere Wahrheit dadrin steckt. Leute eine Bitte zum Schluss. Ärgert euch nicht ständig über Schnee. sonder verabredet euch kurzfristig mit euren freunden zum Nachtrodeln oder einer Schneeballschlacht. Gemeckert wird schon genug. Da muss sich nicht noch unsere Generation ständig dran beteiligen.


Samstag, 6. Dezember 2008

Türchen Nummer 6

Da sitz ich nun im gemütlichen Rechnersessel, habe gerade meinen Wunschzettel fertiggeschrieben (Bei uns in der Familie ist es Brauch, dass der Wunschzettel in die geputzten Schuhe gesteckt wird, damit der Nikolaus ihn weiter an seinen Großcousin ,den Weihnachtsmann, geben kann.) und grübele darüber welches Thema mein Nikolausbeitrag haben könnte. Mir fällt nix ein. Natürlich könnte ich weiter meine virtuelle Vergangenheit beleuchten, doch würde ich damit schon mein bestes Pulver am Anfang des Kalenders verschießen. Ich hab auch überlegt ob ich über eines meiner neu erworbenen Spiele berichte, doch ich glaube, dass hebe ich mir für den Anfang nächster Woche auf. Langsam komme ich in die Phase der Entmotivierung. Viele meiner Freunde loben mich dafür, dass ich versuche dieses Projekt durchzuziehen, aber die wenigsten lesen es auch wirklich interessiert. Es gibt auch Ausnahmen ( ja, Clemens ich meine dich), aber irgendwie habe ich mir mehr Anteilnahme gewünscht. Ich verwöhntes Miststück. Okay, ich glaube ich habe etwas. Ein wenig Arroganz könnte durchscheinen, aber in erster Linie möchte ich euch von dem Erlebnis erzählen, weil es mich mit einem Stolz und einer Freude erfüllte wie ich sie lange nicht mehr hatte. Ich fuhr eines Tages von der Schule mit Rad Richtung Heimat. Ja, okay dass mache ich öfters. Aber einmal war ein kleiner Stau beim Kreisverkehr in der Nähe vom REWE. Und plötzlich war ich auf gleicher Höhe mit einem Bus der Wichernschule. Und eine seltene Macke von mir ist, dass ich versuche solange wie möglich bei dem Tempo meines "gegnerischen" Autos mitzuhalten. Und in diesem Moment versuchte ich es wieder. Und ich konnte sogar mithalten, für 20 Sekunden. Danach hatte sich der Stau vollkommen aufgelöst und der Wagen beschleunigte wieder. Doch in diesen 20 Sekunden erkannten die Kinder im Bus was ich da gerade eben versuchte. Und feuerten mich an. Ich konnte sie nicht hören, doch sah ich wie sie sich die Nasen an dem Fenster plattdrückten und mich angrinsten und mir zuriefen. Es war ein Heidenspaß. Ich gab Tempo soviel ich konnte, doch irgendwann war der Bus zu weit weg. Als er im Kreisverkehr war, kam ich nochmal auf ein paar Meter ran, doch fuhr dann eine andere Richtung als ich. Auch wenn dieses Erlebnis nur 20 Sekunden dauerte, so war es trotzdem ein großartiges Gefühl nur mit einer simplen Verfolgungsjagd einen Bus voller Kinder zu unterhalten. Wenn ihr die Möglichkeit habt ein Kind zum Lachen zu bringen, auch wenn ihr euch damit vor fremden oder bekannten Leuten lächerlich macht, tut es einfach. Es lohnt sich. So denke ich jedenfalls darüber. Gute Nacht meine Freunde.

Mittwoch, 12. November 2008

Wenn der Hulk einfach keine Lust auf kämpfen hat

Eigentlich fing gestern abend alles an. Ich saß wie immer am Rechner und genoß die pure Lethargie. Den ganzen Tag über wußte ich, dass eine hübsche Hausaufgabe auf mich wartet. So um 22:00 Uhr wollte ich jetzt mit dem Sch*** anfangen. Naja und da sah ich doch gerade, dass im Fernseher, der durch Zauberhand ansprang, "Switch Reloaded" lief. "Naja, ne halbe Stunde macht die Sau auch nicht mehr fett", dachte ich mir und amüsierte mich eher schlecht als recht bei der mittelmäßig lustigen Folge. So, nun war Englisch an der Reihe. Aber hey, was war das? "Elton vs. Simon" kam im Anschluss. Und dann sogar noch die guten alten WG-Folgen. Hab ich zwar alle auf DVD, aber egal. War wenigstens richtig lustig. Mittlerweile zeigte die uhr 23:15 Uhr und ich setze mich an meinen vermüllten Schreibtisch. Und wie es kommen musste, hab ich von den 3 gefordeten Aufgaben keine auch nur im Ansatz gelöst. Ich hab zwar auch ohne Hausaufgaben den Englischblock problemlos überstanden, aber trotzdem ist meine Einstellung gegenüber Hausaufgaben und deren Erfüllung in den meisten Fällen mehr als mangelhaft. Und gerade bei Englisch, eines meiner Abiturprüfungsfächer. Bis jetzt stehe ich da auf einer sicheren 2 und trotzdem sehe ich der Zukunft mehr als düster entgegen. Viele um mich rum von denen ich immer dachte, dass sie die Schule und Hausaufgaben erst ernst nehmen würden, wenn RTL und seine Komiker lustig sein würden, fangen auf einmal an dieses ganze Zeug ernst zunehmen. Gerade entwickelt sich einiges falsch in meinem Leben und anscheinend denke ich nicht im Traum daran was zu ändern. Ich gehe lachend unter, wie die amerikanischen B-Promis, die in ihrem Raumschiff direkt auf die Sonne zufliegen. In der einen Simpson-Halloweenfolge zu bewundern.