Samstag, 6. Dezember 2008

Türchen Nummer 6

Da sitz ich nun im gemütlichen Rechnersessel, habe gerade meinen Wunschzettel fertiggeschrieben (Bei uns in der Familie ist es Brauch, dass der Wunschzettel in die geputzten Schuhe gesteckt wird, damit der Nikolaus ihn weiter an seinen Großcousin ,den Weihnachtsmann, geben kann.) und grübele darüber welches Thema mein Nikolausbeitrag haben könnte. Mir fällt nix ein. Natürlich könnte ich weiter meine virtuelle Vergangenheit beleuchten, doch würde ich damit schon mein bestes Pulver am Anfang des Kalenders verschießen. Ich hab auch überlegt ob ich über eines meiner neu erworbenen Spiele berichte, doch ich glaube, dass hebe ich mir für den Anfang nächster Woche auf. Langsam komme ich in die Phase der Entmotivierung. Viele meiner Freunde loben mich dafür, dass ich versuche dieses Projekt durchzuziehen, aber die wenigsten lesen es auch wirklich interessiert. Es gibt auch Ausnahmen ( ja, Clemens ich meine dich), aber irgendwie habe ich mir mehr Anteilnahme gewünscht. Ich verwöhntes Miststück. Okay, ich glaube ich habe etwas. Ein wenig Arroganz könnte durchscheinen, aber in erster Linie möchte ich euch von dem Erlebnis erzählen, weil es mich mit einem Stolz und einer Freude erfüllte wie ich sie lange nicht mehr hatte. Ich fuhr eines Tages von der Schule mit Rad Richtung Heimat. Ja, okay dass mache ich öfters. Aber einmal war ein kleiner Stau beim Kreisverkehr in der Nähe vom REWE. Und plötzlich war ich auf gleicher Höhe mit einem Bus der Wichernschule. Und eine seltene Macke von mir ist, dass ich versuche solange wie möglich bei dem Tempo meines "gegnerischen" Autos mitzuhalten. Und in diesem Moment versuchte ich es wieder. Und ich konnte sogar mithalten, für 20 Sekunden. Danach hatte sich der Stau vollkommen aufgelöst und der Wagen beschleunigte wieder. Doch in diesen 20 Sekunden erkannten die Kinder im Bus was ich da gerade eben versuchte. Und feuerten mich an. Ich konnte sie nicht hören, doch sah ich wie sie sich die Nasen an dem Fenster plattdrückten und mich angrinsten und mir zuriefen. Es war ein Heidenspaß. Ich gab Tempo soviel ich konnte, doch irgendwann war der Bus zu weit weg. Als er im Kreisverkehr war, kam ich nochmal auf ein paar Meter ran, doch fuhr dann eine andere Richtung als ich. Auch wenn dieses Erlebnis nur 20 Sekunden dauerte, so war es trotzdem ein großartiges Gefühl nur mit einer simplen Verfolgungsjagd einen Bus voller Kinder zu unterhalten. Wenn ihr die Möglichkeit habt ein Kind zum Lachen zu bringen, auch wenn ihr euch damit vor fremden oder bekannten Leuten lächerlich macht, tut es einfach. Es lohnt sich. So denke ich jedenfalls darüber. Gute Nacht meine Freunde.

Kommentare:

Madse hat gesagt…

Nur mal so nebenbei: ich hab bisher jedes Tuerchen gelesen, wusste nur meistens nix dazuzuschreiben, was mich nicht als totalen Deppen haette stehen lassen. Wobei...
Jedenfalls find ichs klasse, dass du es versuchst, aber wie am Anfang schon gesagt/geschrieben, glaub ichs kaum. Du haettest aber alle meine Anerkennung ( die dir warscheinlich herzlich egal ist ), wenn du es doch schaffst.

Kinder sind so herrlich einfach. Das ist ab und zu immer wieder mal schoen, weil man geistig ausspannen kann und nicht auf jeden kleinen scheiss achen muss, wie bei allen "Aelteren" ^^

Martin hat gesagt…

also ich hab bis jetzt auch jedes türchen auf deinem blog gelesen. ich finds großartig. bitte zieh es durch, willi :)

kind hat gesagt…

jo schöne story
onkel willi

und das nächste mal fährst du rückwärts an unserem bus vorbei ok?